Unternehmensführung
Die Organisationsstruktur von Dätwyler basiert auf einer klaren Abgrenzung von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten. Die Steuerung der Nachhaltigkeit - und insbesondere der Klimathematik - ist konzernweit in die Corporate-Governance-Struktur und in alle strategischen Aufgaben integriert.
Der Verwaltungsrat trägt die Gesamtverantwortung für die ESG-Strategie und -Berichterstattung von Dätwyler und beaufsichtigt die Konzernleitung. Der Nachhaltigkeitsbericht mit den Klimazielen von Dätwyler wird dem Verwaltungsrat als integraler Bestandteil des Geschäftsberichts zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt. Spezifische klimarelevante Themen können an jeder Verwaltungsratssitzung diskutiert werden.
Während der Verwaltungsrat für die Aufsicht zuständig ist, sorgt die Dätwyler Konzernleitung für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie, einschliesslich der klimarelevanten Themen. Der CEO beaufsichtigt die Entwicklung und Umsetzung der Klimastrategie sowie die jährliche Risikobewertung. Dazu verwaltet er die jährlichen Budgets für Klimaschutzaktivitäten, setzt klimabezogene Anreize für die Mitarbeitenden und überwacht die Fortschritte bei den klimabezogenen Unternehmenszielen: Im Jahr 2020 hat der CEO das Ziel des Unternehmens, bis 2030 klimaneutral (Scope 1 & 2) zu werden, initiiert und den Fahrplan zur Erreichung dieses Ziels definiert und überwacht.
Der CEO wird durch die Chief Sustainability Officer unterstützt. Der CEO und die CSO halten wöchentliche Sitzungen ab, um ESG-bezogene Themen zu erörtern, darunter auch klimarelevante Fragen.
Die Chief Sustainability Officer, eine 2022 neu geschaffene Funktion in der Konzernleitung, ist für die Koordination und Umsetzung aller Nachhaltigkeitsaktivitäten zuständig. Insbesondere leitet sie die Entwicklung und Umsetzung des Klimaschutzplans sowie die Integration von klimabezogenen Themen in die Strategie. Die CSO bewertet auch die Vorschläge für neue Schlüsselergebnisse, die von allen Mitarbeitenden des Unternehmens eingereicht werden können.
Bei der Integration in das Unternehmen wird die CSO durch das Nachhaltigkeits-Fokusteam und die globale Nachhaltigkeitsmanagerin von Dätwyler unterstützt, die das Nachhaltigkeitsmanagement in allen Standorten koordiniert und von einem/einer dedizierten EHS-Beauftragten an jedem einzelnen Standort unterstützt wird. Die spezifischen klimabezogenen Verantwortlichkeiten der Nachhaltigkeitsmanagerin liegen in der Bewertung von klimabezogenen Risiken und Chancen, der Überwachung des Fortschritts in Bezug auf die klimabezogenen Unternehmensziele und dem Management des Engagements der Wertschöpfungskette in Bezug auf klimabezogene Themen.
Ausführlichere Informationen über das Nachhaltigkeitsteam und die Unternehmensintegration finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht.
Um das Bewusstsein für die Nachhaltigkeitsschwerpunkte zu fördern, hat der Verwaltungsrat beschlossen, einen Nachhaltigkeitsindikator in das variable Anreizmodell aufzunehmen. Die Messgrössen für die Nachhaltigkeit machen 20% aus und werden für die Mitglieder der Konzernleitung und für alle anspruchsberechtigten Mitarbeitenden ab 2022 angewendet. Im Einklang mit der Gesamtstrategie des nachhaltigen, profitablen Wachstums wird der variable Anreiz anhand von drei Leistungsindikatoren mit unterschiedlicher Gewichtung gemessen. Innerhalb des Nachhaltigkeitsparameters macht die Treibhausgasreduktion 50% aus. Mit der Berücksichtigung dieses klimarelevanten Parameters motiviert Dätwyler die Mitarbeitenden, das Klimaziel für den Dätwyler Betrieb zu erreichen: den klimaneutralen Betrieb bis 2030.
Strategie
Klimaschutzplan
Dätwyler hat einen Klimaschutzplan, der die Analyse und den Umgang mit den in diesem TCFD-Bericht zusammengefassten klimabezogenen Risiken und Chancen sowie den Fokus auf einen klimaneutralen Betrieb 2030, Ökodesign, ressourcenschonende Produktion und eine nachhaltige Lieferkette beinhaltet. Dätwyler hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 für den eigenen Betrieb (Scope 1 und 2) Klimaneutralität zu erreichen. Dieses Ziel basiert hauptsächlich auf dem von SBTi definierten 1.5°C-Reduktionspfad, der die Umsetzung von Massnahmen zur Beschaffung von erneuerbarer Energie, zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Investition in die eigene Produktion von erneuerbarer Energie beinhaltet. Mit diesen Massnahmen sollen die Treibhausgasemissionen trotz des prognostizierten Geschäftswachstums drastisch reduziert werden. Zudem wird sich Dätwyler über die Wertschöpfungskette hinaus für die weiterhin anfallenden Emissionen engagieren, um Klimaneutralität zu erreichen. Dätwyler hat auch die Scope 3 Emissionen quantifiziert, die hauptsächlich mit dem Einkauf von Materialien bei Lieferanten für die Produktion und mit vor- und nachgelagerten Transporten durch Dritte zusammenhängen.
Dätwyler pflegt einen regelmässigen Austausch mit Aktionären und Investoren und nutzt alle bestehenden Kontaktpunkte, um auf die ESG-Strategie und den Klimaschutzplan hinzuweisen. Dabei sammelt sie die Rückmeldungen und Inputs von Investoren und integriert sie - wo möglich - in die ESG-Strategie. Grundlage für den regelmässigen Dialog mit Aktionären und Investoren ist der integrierte Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht. Dieser stellt die Grundzüge der ESG-Strategie und des Klimaschutzplans dar und berichtet über die Fortschritte bei deren Umsetzung in quantitativer und qualitativer Form.
Klimabedingte physische und transitorische Risiken
Gemäss den TCFD-Richtlinien wird zwischen physischen Risiken und transitorischen Risiken und -chancen unterschieden. Physische Risiken entstehen durch direkte Klimaereignisse und haben somit Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von Dätwyler. Transitorische Risiken hingegen ergeben sich aus der Dekarbonisierung der Wirtschaft oder aus den daraus resultierenden rechtlichen, sozialen, wirtschaftlichen oder technologischen Rahmenbedingungen. Dätwyler bewertete die Risiken und Chancen in beiden Kategorien und teilte sie in kurzfristige (1-3 Jahre), mittelfristige (3-10 Jahre) oder langfristige (10-30 Jahre) Risiken ein. Zudem wurden sie entlang der Wertschöpfungskette und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit charakterisiert. Diese identifizierten Risiken sind in der nachstehenden Tabelle zusammengefasst.
Risiko |
Charakterisierung |
Beschreibung |
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Steigende Kosten |
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Erhöhte indirekte (Betriebs-)Kosten: Dätwyler benötigt sehr spezifische Materialien. Aufgrund sich ändernder Vorschriften oder der Unterbrechung globaler Lieferketten könnten die Kosten für Rohstoffe steigen, was ein finanzielles Risiko darstellen würde. Zudem könnte die Verfügbarkeit von Rohstoffen aufgrund geopolitischer Umstände eingeschränkt sein (z. B. synthetischer Kautschuk). |
Technologie |
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Die Substitution bestehender Produkte und Dienstleistungen durch emissionsärmere Optionen könnte zu sinkenden Einnahmen aufgrund einer geringeren Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen führen. |
Temperaturschwankungen |
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Durch die höheren Temperaturen benötigt der Einsatz von Kühlwasser (in der Produktion der Business Unit Food & Beverage) mehr Energie und könnte zu höheren Betriebskosten führen. Auch Wasserknappheit wird zu einem klimabedingten Risiko für den Betrieb von Dätwyler. |
Dürre |
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Die Trockenheit wird die globale Wassersicherheit beeinträchtigen. Für Dätwyler wird die Wasserknappheit insbesondere ein Risiko für die Produktionsstandorte von Healthcare darstellen, wo die indirekten Betriebskosten steigen könnten. |
Preisbildungsmechanismen |
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Klimaregulierungen, welche die Treibhausgasemissionen der Dätwyler Produktionsanlagen verteuern, stellen ein Risiko für erhöhte Betriebskosten dar. |
Strategische Elemente zur Reaktion auf klimabedingte Risiken für das Dätwyler Geschäft
Die identifizierten Klimarisiken bestätigen die strategischen Handlungsfelder von Dätwyler und unterstreichen die Bedeutung der weiteren Schritte.
Im Hinblick auf die steigenden Rohstoffkosten haben sich die breite Lieferantenbasis und das Know-how in den Dätwyler Einkaufsteams bewährt. Das globale Einkaufsteam von Dätwyler stellt den lokalen Beschaffungsteams in den einzelnen Standorten weltweit standardisierte Richtlinien und Lieferantenmanagementprozesse zur Verfügung. Das Unternehmen hat zudem begonnen, Lieferanten zu ermutigen, nachhaltigere Materialien vorzuschlagen, um bestehende Produkte vollständig zu ersetzen oder in Neuentwicklungen zu verwenden. Mehrere Vorschläge sind bereits eingegangen, und das Ziel ist es, bis 2030 jährlich fünf Ersatzprodukte zu identifizieren.
Um das Fokusthema Ökodesign zu unterstützen, will Dätwyler den Anteil an lokal beschafften Materialien erhöhen. Nach der Ermittlung der Anzahl bestehender lokaler Lieferanten wurde Verpackungsmaterial als erster Schwerpunkt ausgewählt und lokale Beschaffungsziele entwickelt. Dieser Ansatz wird nun auch auf direkt bezogene Rohstoffe ausgeweitet. Diese Strategie wird auch die Risiken für die Kontinuität der Lieferkette des Unternehmens verringern.
Der Übergang zur Elektromobilität ist ein Risiko für die heutigen Produkte von Dätwyler, aber auch eine klimarelevante Chance, unser tiefes Verständnis des Mobilitätssektors zu nutzen und hochwertige Komponenten für die Bremssysteme von Elektrofahrzeugen zu entwickeln. Sie stärkt zudem das Engagement von Dätwyler in der Entwicklung von effizienten, systemkritischen Dichtungstechnologien. Basierend auf den globalen Ambitionen zur Treibhausgasreduktion gehen die aktuellen Trends in der Automobilindustrie in Richtung Elektromobilität, sind aber hinsichtlich der eingesetzten Technologiekonzepte noch sehr unterschiedlich. Da es eine Vielzahl von Oberflächen gibt, die effektiv abgedichtet werden müssen, ist eine breite Palette von Dichtungslösungen erforderlich. Dätwyler hat verschiedene Möglichkeiten entwickelt - unter anderem Gummi-, Randverbund- und Steckerdichtungen -, die solide Alternativen zu Anwendungen mit Verbrennungsmotoren darstellen.
Um der Gefahr einer Dürre zu begegnen, werden in den Produktionsstandorten Massnahmen zur Verbesserung der Wassereffizienz durchgeführt. Dabei geht es nicht nur darum, bei gleichbleibender Qualität und Sauberkeit weniger Wasser im Waschprogramm zu verwenden, sondern auch Massnahmen zur Wiederverwendung des Abwassers zu definieren.
Mit dem Treibhausgas-Reduktionsplan kann Dätwyler mögliche Kohlenstoffsteuern reduzieren. Das Hauptziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis 2030 so weit wie möglich zu reduzieren. Zehn Produktionsstandorte decken ihren Strombedarf bereits zu 100% mit erneuerbarer Energie - meist aus Wasser, Wind und Photovoltaik -, die vom lokalen Stromversorger bereitgestellt wird. Acht Produktionsstandorte produzieren Solarstrom für den Eigenverbrauch. Damit unterstützt das Unternehmen aktiv die Klimaziele der Vereinten Nationen und macht sich unabhängiger von der Kohle-, Öl- und Atomindustrie.
Klimabezogene Chancen
Neben den Risiken hat Dätwyler auch klimabezogene Chancen identifiziert, die einen wesentlichen finanziellen oder strategischen Einfluss auf das Geschäft haben können.
Chance |
Charakterisierung |
Beschreibung |
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Zugang zu neuen |
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Durch die Umstellung auf Elektrofahrzeuge und Elektromobilität ergeben sich für Dätwyler neue Geschäftsmöglichkeiten: Durch das Angebot von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Elektromobilität kann Dätwyler neue und aufstrebende Märkte erschliessen, was den Umsatz steigern könnte. |
Entwicklung von |
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Durch die Entwicklung neuer innovativer Produkte, die den Bedarf an fossilen Brennstoffen im Herstellungsprozess von Elastomeren reduzieren, könnte Dätwyler neue und aufstrebende Märkte erschliessen, was zu höheren Einnahmen führen würde. |
Ressourceneffizienz |
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Der Einsatz effizienterer Produktions- und Vertriebsprozesse könnte die betriebliche Effizienz steigern und sich positiv auf das EBIT auswirken. |
Strategische Elemente zur Stärkung der klimabezogenen Chancen für das Dätwyler Geschäft
Der Wandel zur Elektromobilität ist für Dätwyler eine Chance: Dätwyler will verstärkt Komponenten und Produkte für den Zukunftsmarkt Elektromobilität entwickeln. Zu den Zielbereichen gehören Dichtungselemente für elektrohydraulische Bremsen, Sensoren, Steckverbinder und Gehäuse in Zweikomponententechnik und elektroaktive Polymere.
Für die Entwicklung neuer Produkte bieten sich die bereits bestehenden Prinzipien des Ökodesigns an. Die Gestaltung von Produkten auf der Grundlage dieser Prinzipien optimiert die Umweltverträglichkeit der Produkte unter Beibehaltung ihrer funktionellen Eigenschaften. Neben der Einsparung von Materialien, der Reduzierung von prozessbedingten Abfällen und der Verwendung von wiederverwendbaren oder recycelbaren Verpackungen und Boxen hilft dieser Ansatz den Entwicklern auch, den sozialen Nutzen zu durchdenken und gleichzeitig wirtschaftliche Faktoren zu überdenken. Der Bereich, auf den Dätwyler am meisten Einfluss hat, ist die Materialentwicklung, insbesondere neue Materialien. In Anlehnung an das Ökodesign arbeitet Dätwyler derzeit an einer Reihe von Projekten, die den Bedarf an fossilen Brennstoffen im Herstellungsprozess von Elastomeren reduzieren könnten.
Um die Klimaneutralität bis 2030 zu erreichen, strebt Dätwyler an, effizienter zu werden und den Umsatz zu steigern, ohne die Umwelt zu belasten. Der Einkauf von erneuerbarer Energie und die Eigenproduktion von Strom werden einen wesentlichen Beitrag zur Zielerreichung leisten. Darin liegt eine grosse Chance, die Ausgaben für Energie zu reduzieren und die Einsparungen in die Forschung und die Entwicklung neuer Materialien zu investieren.
Risikomanagement
Dätwyler hat die klimabezogenen Risiken fest in den Risikomanagementprozess zur Identifikation und Bewertung integriert. Der Leiter der Internen Revision ist für die gruppenweite Koordination zuständig, während die Letztverantwortung für die Beurteilung der Risiken beim Verwaltungsrat liegt.
Im Rahmen eines fortlaufenden Prozesses zur Sicherstellung der Geschäftskontinuität werden die Risiken konzernweit kontinuierlich identifiziert und bewertet. Ein offener Austausch wird auf allen Ebenen des Unternehmens gefördert und ist Teil der Unternehmenskultur. Das Management jeder Funktion oder jedes Geschäftsbereichs ist für die wesentlichen Risiken verantwortlich, informiert die Geschäftsleitung und den Verwaltungsrat über mögliche Entwicklungen und erfasst die Erkenntnisse in einer Risikomanagement-Software.
Der CFO der Dätwyler Gruppe und der Leiter der internen Revision überwachen den Risikomanagementprozess durch aktiven Austausch und vierteljährliche Sitzungen mit den Business Areas. In regelmässigen Besprechungen zwischen der Leitung der Business Areas und der Konzernleitung werden die Risiken diskutiert, wobei sichergestellt ist, dass einheitliche Bewertungsansätze angewendet und gleichartige Risiken in den Business Areas der Gruppe gleich behandelt werden. Die Konsolidierung der Risiken und die jährliche Berichterstattung an den Verwaltungsrat erfolgen durch den CFO und den Leiter der internen Revision.
Das institutionalisierte und systematische Risikomanagement von Dätwyler teilt die Risiken in vier Kategorien ein: strategische, operative, finanzielle und Compliance-Risiken. Nachhaltigkeitsrisiken werden je nach Auswirkung auf Gruppen-, Business Units- und Standortebene in eine oder mehrere dieser Risikokategorien eingeordnet. Zurzeit konzentriert sich Dätwyler auf den Ausbau des Nachhaltigkeitsrisikomanagements mit den Schwerpunkten Klimawandelrisiken und Risiken in der Lieferkette.
Nachdem die einzelnen Risiken identifiziert und bewertet wurden, ist das Management der Business Area oder der Business Unit dafür verantwortlich, eine Reihe von Massnahmen zu entwickeln, um das Risiko des Eintretens und den potenziellen Schaden zu reduzieren. Die Umsetzung dieser Massnahmen wird im Rahmen des kontinuierlichen Risikomanagementprozesses überwacht und bei der nächsten Risikobewertung berücksichtigt.
Klimabezogene Risiken werden mithilfe des «Business Continuity Planning» (BCP) des Unternehmens bewertet und gemildert. Das Dätwyler BCP legt Risikomanagementprozesse und -verfahren fest, die darauf abzielen, Unterbrechungen von geschäftskritischen Diensten zu verhindern und die volle Funktionsfähigkeit der Organisation so schnell und reibungslos wie möglich wiederherzustellen. Der BCP-Prozess an den Produktionsstandorten umfasst wichtige ESG-Risiken wie den Klimawandel. Der Prozess berücksichtigt verschiedene unvorhersehbare Ereignisse, wie Naturkatastrophen, Brände, Krankheitsausbrüche, Cyberangriffe und andere externe Bedrohungen. Das zugrunde liegende Risikomanagement an den Standorten basiert auf ISO 31000 und umfasst regelmässige Audits.
Messgrössen und Ziele
Dätwyler legt im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung seit vielen Jahren umfassende Kennzahlen und Ziele zur Nachhaltigkeit und zu den Treibhausgasemissionen offen. Die klimarelevanten Kennzahlen und Ziele von Dätwyler sind im Kapitel Umwelt des Nachhaltigkeitsberichts zu finden.