2.1 Über Nachhaltigkeit
Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht ist Teil des Geschäftsberichts von Dätwyler und bietet den Leserinnen und Lesern ein umfassendes und differenziertes Verständnis unseres Engagements für Nachhaltigkeit und unserer Fortschritte. Dätwyler berichtet gemäss den GRI-Standards und TCFD als externe Berichtsrahmen sowie den Artikeln 964a-c des Schweizer Obligationenrechts. Eine separate Referenztabelle verknüpft unsere wesentlichen Themen mit den gesetzlich vorgeschriebenen nicht-finanziellen Belangen.
Für Dätwyler bedeutet Nachhaltigkeit, in der Gegenwart erfolgreich tätig zu sein, sich gleichzeitig aber auch langfristig zu orientieren und mehr Wert für alle Stakeholder zu schaffen. Das Unternehmen möchte somit nicht nur auf aktuelle Markttrends reagieren, sondern proaktiv zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft beitragen. Eine langfristige Orientierung bedeutet, in allen Entscheidungsprozessen ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Aspekten zu schaffen. Unsere Fortschritte werden anhand von Nachhaltigkeitsratings gemessen, die uns einen vollständigen Überblick über unsere Leistung in den verschiedenen Nachhaltigkeitsaspekten geben. Unser Ziel ist es, bis 2030 bei allen relevanten Nachhaltigkeitsratings zu den besten 25% unserer Branche zu gehören.
Dätwyler strebt danach, ein wirklich nachhaltiges Unternehmen zu sein, das sich auf die Menschen, den Planeten und den Profit konzentriert. Diese Vision spiegelt die Verpflichtung des Unternehmens wider, das zu schützen, was für seine Stakeholder wichtig ist, einschliesslich Kunden, Mitarbeitende, Investoren und Gemeinden.
Durch die Integration wesentlicher ESG-Themen in die Strategie, die Unternehmensführung und das Risikomanagement verfolgt Dätwyler einen integrierten und proaktiven Ansatz beim Umgang mit wesentlichen ökologischen, sozialen und Governance-Themen.
Neuigkeiten und Berichte
Dätwyler arbeitet kontinuierlich an der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsziele und berichtet auf ihrer Webseite über aktuelle Neuigkeiten und Berichte.
Geschäftsmodell
Dätwyler produziert systemkritische Elastomerteile für globale Märkte wie Healthcare, Mobility, Connectivity, General Industry und Food & Beverage. Zu den wichtigsten Materialien gehören Elastomere, Kunststoffe, Aluminium, Metalle und Verbrauchsmaterialien. Mit über 25 Standorten auf vier Kontinenten verfügt Dätwyler über eine globale Produktionspräsenz mit eigenen Elastomer-Mischwerken, Formenbau und kundennahen Vertriebs- und F&E-Zentren.
Die Wertschöpfungskette von Dätwyler umfasst die Entwicklung von Produkten, die Gestaltung von Produktionsprozessen, die Herstellung von produktbezogenen Ausrüstungen wie Formen, Komponenten-Mischungen, interne Fertigungsprozesse wie Kalandrieren, Formen und Beschneiden sowie die Verpackung von Komponenten. Die Komponenten werden dann an über 1'000 Kunden in mehr als 100 Ländern geliefert, wo sie zu Endsystemen oder einem Endprodukt zusammengebaut werden. Unser Nettoumsatz, der sich auf insgesamt CHF 1'107.7 Millionen beläuft, wird hauptsächlich in Europa (CHF 590.3 Millionen), Nord- und Südamerika (CHF 296.2 Millionen) und Asien (CHF 215.7 Millionen) erzielt, während die übrigen Regionen als „andere Märkte“ (CHF 5.5 Millionen) zusammengefasst werden.
Weitere Einzelheiten zu den Produkten und Dienstleistungen finden Sie in Kapitel 1 dieses Berichts und auf unserer Webseite.
Tier-2+-Lieferanten
Lieferanten von Monomeren, Grundchemikalien
Lieferanten von Silikon (Silikonsandabbau)
Lieferanten von Aluminiumerzen (Bauxitabbau)
Lieferanten von anderen Erzen und Mineralien (z. B. Talk-Ton-Bergbau) / Lieferanten von Naturkautschuk
Lieferanten von verarbeiteten Rohstoffen, die von Tier 1 verwendet werden
Tier-1-Lieferanten
Lieferanten von Rohstoffen und Halbfertigteilen (Gummi, Silizium, Aluminium, Einlegeteile usw.)
Lieferanten von Handels-/Fertigwaren
Lieferanten von Verpackungsmaterial
Lieferanten von indirekten Materialien (z. B. Lösungsmitteln Formtrennmitteln, Lösungen für den Trockenbeschnitt, Wartung/Ersatzteile, interner Verbrauch)
Lieferanten von Maschinen/Anlagegütern/Formen/Teilen für Formen
Versorger/Anbieter von Versorgungsleistungen
Eigener Betrieb
Entwicklung von Produkten
Planung von Produktionsprozessen
Werkzeugbau
Entwickeln und Mischen von Komponenten
Interne Fertigungsprozesse (z. B. Kalandrieren, Formen, Beschneiden)
Verpackung
Abfall/Schrott und Wasseraufbereitung im eigenen Betrieb
Verkauf & Vertrieb
Verkaufsaktivitäten zur Vermarktung und zum Verkauf von Dätwyler Produkten
Vertriebspartner von Dätwyler Produkten
Kunden, Endverbraucher
Zusammensetzung von Dätwyler Komponenten zu Endsystemen (Direktkunden)
Zusammensetzung des Systems zum Endprodukt (OEMs)
Nutzung des Endprodukts (Endverbraucher)
Ende der Lebensdauer
Entsorgung, Wiederverwendung, Recycling von Dätwyler Komponenten
Entsorgung, Wiederverwendung, Recycling von Endprodukten mit Dätwyler Komponenten
Auswirkungen entlang unserer Wertschöpfungskette
Dätwyler bietet ihren Partnern systemkritische Komponenten für wertschöpfende Anwendungen und attraktive Märkte. Trotz systematischer und umfassender Bemühungen, negative Auswirkungen auf Umwelt, Mensch, Gesellschaft und Wirtschaft zu vermeiden oder zumindest zu vermindern, können solche Auswirkungen im gesamten Lebenszyklus unserer Produkte auftreten – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion, den Vertrieb und die Nutzung bis hin zum Ende der Lebensdauer. Unsere Aktivitäten und Produkte wirken sich auf folgende Weise aus:
Unsere Umweltauswirkungen entstehen hauptsächlich in der vorgelagerten Wertschöpfungskette in Form von Treibhausgasemissionen sowie Luft-, Boden- und Wasserverschmutzung durch die Rohstoffproduktion, unseren eigenen Betrieb, den Transport und die endgültige Entsorgung. Dies betrifft alle Mitarbeitenden entlang der Wertschöpfungskette sowie die Gemeinschaften in der Nähe unserer Produktionsstandorte. Wir sind uns des ökologischen Fussabdrucks unserer Aktivitäten und derjenigen, für die wir indirekt verantwortlich sind, bewusst und streben an, die negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu vermeiden, zu minimieren und abzuschwächen. Um die Umweltbelastung weiter zu reduzieren, arbeiten wir mit unseren Mobilitätskunden daran, den Übergang zu einer umweltfreundlicheren Mobilität mit unseren neuen Komponenten und Lösungen für elektrifizierte Fahrzeuge zu ermöglichen.
Verschiedene externe Interessengruppen entlang unserer Wertschöpfungskette sind von unseren sozialen Auswirkungen betroffen. Diese können von umweltbezogenen Menschenrechtsthemen bis hin zu Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, Arbeitsbedingungen oder Verbraucher:innen- und Produktsicherheit reichen. Der Schwerpunkt unserer Bemühungen zur Vermeidung negativer Auswirkungen liegt auf dem Schutz der Gesundheit der Mitarbeitenden und auf dem Schutz der Menschenrechte. Unsere Healthcare-Komponenten für injizierbare Arzneimittel sind von entscheidender Bedeutung für die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschheit. Auf strategischer Ebene liegt unser Schwerpunkt darauf, die Verfügbarkeit wichtiger medizinischer Komponenten in Partnerschaft mit unseren Kunden zu sichern.
Dätwyler hat auch potenziell bedeutende Auswirkungen auf Mitarbeitende. Arbeitsfaktoren wie Entlohnung, Urlaub, Ergonomie und Unternehmenskultur können sich auf die körperliche und geistige Gesundheit der Mitarbeitenden auswirken. Dies gilt insbesondere für Produktionsmitarbeitende, die zusätzlichen Risiken ausgesetzt sein können. Sie können mit gefährlichen Stoffen in Berührung kommen oder in einer lärmintensiven Umgebung arbeiten. Dätwyler verfügt über systematische und umfassende interne Prozesse, die helfen, Gesundheits- und Sicherheitsrisiken zu vermindern und die Mitarbeitenden zu schützen.
Als weltweit tätiges Unternehmen hat Dätwyler einen potenziellen Einfluss auf Unternehmensführungs-Praktiken. Dätwyler ist bestrebt, die Interessen ihrer Stakeholder zu wahren und deren Vertrauen zu fördern, indem sie transparent, ethisch und in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und regulatorischen Standards handelt. Dazu gehört das strikte Verbot jeglicher Form von Sonderbehandlung, Bestechung, Korruption oder anderer Formen von Betrug. Ein Mangel an ethischer und transparenter Unternehmensführung kann zu einem verminderten Gefühl von Fairness und Verantwortlichkeit führen, was wiederum das Vertrauen in das Unternehmen und in die Branche als Ganzes untergraben kann.
ESG Führung
Überblick und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie (ESG) bei Dätwyler
Um die ESG-Prinzipien auf allen Ebenen unseres Unternehmens wirksam zu verankern, haben wir klare Rollen und Zuständigkeiten festgelegt, sodass die Ausrichtung, Verantwortlichkeit und aktive Beteiligung an unseren Nachhaltigkeitszielen sichergestellt ist. Jede Ebene, vom Verwaltungsrat bis zum einzelnen Mitarbeitenden, spielt eine entscheidende Rolle bei der Erreichung unserer ESG-Ziele und der Förderung einer Kultur ethischer und nachhaltiger Geschäftspraktiken. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Rollen und ihre Verantwortlichkeiten bei der Förderung unserer ESG-Verpflichtungen.
Die aktive Mitwirkung jedes Teams stellt sicher, dass sich unsere ESG-Bemühungen sowohl in strategischen Entscheidungen als auch im täglichen Handeln konsequent widerspiegeln.
Verwaltungsrat
Verantwortlich für die Überwachung der gesamten ESG-Strategie, das Festlegen von Zielen und die Sicherstellung der Rechenschaftspflicht im gesamten Unternehmen.Konzernleitung
Setzt die ESG-Strategie um und stellt die Ausrichtung an den Unternehmenszielen sicher, wobei Fortschritte und Herausforderungen an den Verwaltungsrat berichtet werden.Gruppenfunktionen (z. B. Risiko, Compliance, HR)
Integrieren ESG-Aspekte in ihre jeweiligen Bereiche, steuern Risiken, setzen Richtlinien fest und unterstützen die Einhaltung von ESG-Standards.Business Units
Setzen ESG-Initiativen auf operativer Ebene um und richten die täglichen Aktivitäten an den ESG-Zielen und -Vorgaben des Unternehmens aus.Mitarbeitende
Befolgen die ESG-Richtlinien und -Praktiken in ihren Rollen und tragen zur Unternehmenskultur bei, die auf ethischem Verhalten, Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung basiert.
Verwaltungsrat
Das höchste Leitungsorgan bei Dätwyler stellt der Verwaltungsrat (VR) dar, welcher die Gesamtverantwortung für Dätwylers ESG-Strategie und -Berichterstattung hat.
Der Verwaltungsrat überwacht das Exekutivkomitee in Angelegenheiten, die Folgendes ermöglichen:
Das nachhaltige Wirtschaften der Dätwyler Gruppe zum Nutzen heutiger und zukünftiger Generationen
Die Entwicklung und Annahme der Dätwyler Nachhaltigkeits-(ESG-) Strategie und verwandter Richtlinien, einschliesslich der Nachhaltigkeitsschwerpunkte und langfristigen Ziele
Das effektive Management der mit ESG verbundenen Risiken
Die Übermittlung kritischer Anliegen an das höchste Leitungsorgan
Die Entwicklung von ESG-Wissen auf der Verwaltungsrats- und Konzernebene
Die Genehmigung und Überwachung von Mitarbeitendenanreizen
Konzernleitung
Während der Verwaltungsrat die Nachhaltigkeitsstrategie überwacht, sorgt die Konzernleitung für deren Umsetzung.
Die Konzernleitung hat Nachhaltigkeit als einen zentralen Bestandteil der Unternehmensstrategie definiert und nachhaltigkeitsbezogene Ziele festgelegt.
Die CSO (Chief Sustainability Officer) koordiniert die Nachhaltigkeitsaktivitäten innerhalb der Organisation und tauscht sich regelmässig mit den Mitgliedern der Konzernleitung, dem Verwaltungsrat und den relevanten Personen innerhalb des Unternehmens aus.
Unternehmensintegration
Alltägliche Nachhaltigkeitsthemen werden vom Nachhaltigkeitsteam, von den Business Areas, Business Units, Standorten und anderen globalen Funktionen wie Personalführung, Beschaffung, Technologie und Innovation, Kommunikation, Technik und Compliance betreut.
Alle Dätwyler Mitarbeitenden tragen zum Thema Nachhaltigkeit bei.
Gesammeltes Wissen des höchsten Kontrollorgans
Für die Verwaltungsratsmitglieder werden jährliche Sitzungen zum Wissensaustausch organisiert mit dem Ziel, das kollektive Wissen, die Qualifikation und die Erfahrung in nachhaltiger Entwicklung voranzutreiben.
2024 wurden dem Verwaltungsrat die folgenden Themen präsentiert:
Überprüfung der Nachhaltigkeitsstrategie einschliesslich SWOT-Analyse, langfristiger Ziele und Top-Prioritäten (Strategiesitzung September 2024)
Vertiefung der neuen rechtlichen Anforderungen an die Berichterstattung über nicht-finanzielle Angelegenheiten (Strategiesitzung September 2024)
Genehmigung der Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse (Englisch: Double Materiality Analysis, kurz DMA) in Bezug auf CSRD (Audit Committee und Verwaltungsratssitzung Dezember 2024)
Überprüfung des Nachhaltigkeitsberichts 2024 einschliesslich TCFD (Klimabericht gemäss Schweizerischem Obligationenrecht) (Audit Committee und Verwaltungsratssitzung Dezember 2025)
Bewertung der Leistung des höchsten Kontrollorgans
Jedes Jahr veranlasst der Verwaltungsratsvorsitzende eine unabhängige Bewertung der Fähigkeiten der Verwaltungsratsmitglieder anhand eines Fragebogens, der die Bereiche Führung, Kultur, Rollenklarheit, Teamarbeit, Verantwortlichkeit, Entscheidungsfindung, Kommunikation und Vorstandstätigkeiten, einschliesslich wirtschaftlicher, ökologischer, sozialer und Governance-Fragen, abdeckt.
Die Fragebögen werden individuell ausgefüllt und vom Vorsitzenden geprüft. Falls nötig, werden Massnahmen ergriffen, um Lücken bezüglich der Verwaltungsratstätigkeiten und Fähigkeiten zu schliessen.
Übermittlung kritischer Anliegen
Kritische Anliegen beziehen sich auf tatsächliche oder potenzielle negative Auswirkungen der Organisation auf die Stakeholder, die durch Beschwerdemechanismen und andere Verfahren angesprochen werden, sowie auf Fragen im Zusammenhang mit dem Verhalten der Organisation in ihren Betrieben und Geschäftsbeziehungen.
Bei Dätwyler melden der CEO, CFO oder CSO kritische Anliegen unverzüglich dem Verwaltungsrat. Eine Übersicht über kritische Anliegen ist im Compliance-Bericht und im jährlichen Risikomanagement-Bericht enthalten und wird vom CFO dem VR offengelegt.
ESG Risikomanagement
Als weltweit aktives Unternehmen verfügt Dätwyler über ein institutionalisiertes und systematisches Risikomanagement-System. Risiken werden in vier Kategorien eingeteilt: strategisch, operativ, finanziell und rechtlich. Seit 2024 umfasst der Risikobericht auch Nachhaltigkeits- und Personalrisiken als separate Bereiche.
Was die Umweltrisiken betrifft, so ist Dätwyler physischen Risiken und Übergangsrisiken ausgesetzt. Naturkatastrophen oder Dürren, die durch die globale Erwärmung verursacht werden, könnten unsere Lieferkette, unsere eigenen Betriebe und unsere Mitarbeitenden beeinträchtigen. Darüber hinaus beobachten wir die Entwicklung strengerer Umweltvorschriften, wie z. B. von Kohlenstoffsteuern, die die Rohstoff- und Energiekosten erhöhen oder bestimmte Chemikalien (z. B. Fluorpolymere) möglicherweise einschränken könnten. Umweltrisiken können daher unsere Kosten erhöhen und Auswirkungen auf unsere Produkte und Geschäftsmodelle haben (siehe TCFD-Bericht).
Die sozialen Risiken ergeben sich aus den Interaktionen mit Mitarbeitenden, Gemeinschaften, Verbraucher:innen und den Erwartungen der Gesellschaft im Allgemeinen. Die Menschenrechte, insbesondere in der Wertschöpfungskette, werden zunehmend beachtet und reguliert. Die Nichteinhaltung von Menschenrechten in der Wertschöpfungskette birgt daher für Dätwyler Reputations-, Finanz- und Prozessrisiken.
Dätwyler ist aufgrund der Abhängigkeit von engagierten und qualifizierten Mitarbeitenden mitarbeiterbezogenen Risiken ausgesetzt. Aufgrund der demografischen Entwicklung besteht das potenzielle Risiko, dass es in Zukunft zu einem Mangel an geeigneten Arbeitskräften kommt, da die Belegschaft altert und schrumpft. Werden die Erwartungen der Mitarbeitenden an ein modernes Arbeitsumfeld, einschliesslich der Förderung von Vielfalt, Gleichberechtigung, Integration und Zugehörigkeit, nicht erfüllt, könnte dies die Talentgewinnung und Mitarbeitendenbindung beeinträchtigen.
Unternehmensführungs-Risiken entstehen durch zunehmende Regulierung und steigende Erwartungen der Stakeholder, was unsere administrativen Anforderungen erhöht, um eine transparente Berichterstattung und die Einhaltung relevanter und neuer ESG-Vorschriften oder Gesetze sicherzustellen. Ein besonderer Fokus liegt zudem darauf, wie Unternehmen mit Korruptionsrisiken umgehen. Korruptionsvorfälle können Geschäfts- und Investorenbeziehungen negativ beeinflussen und den Ruf von Dätwyler schädigen. Darüber hinaus kann Korruption lokalen Unternehmen und der Gruppe direkten finanziellen Schaden zufügen.
2.2 ESG-Strategie
Wesentlichkeit
In der ersten Wesentlichkeitsanalyse von Dätwyler im Jahr 2016 wurde eine umfassende Liste von Themen zusammengestellt, die sich unter anderem an den Nachhaltigkeitsstandards, der Branchenrelevanz und der Ausrichtung an der Unternehmensstrategie von Dätwyler orientieren. Diese Themen wurden in Workshops mit dem erweiterten Managementteam und der Konzernleitung diskutiert und hinsichtlich ihrer Relevanz aus Sicht des Managements und der Stakeholder bewertet.
Im Jahr 2021 hat Dätwyler im Rahmen der Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie die wesentlichen Themen überarbeitet und aktualisiert und dabei die Auswirkungen von Dätwyler auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt bewertet. Das Ergebnis wurde von der Konzernleitung und dem Verwaltungsrat validiert und genehmigt.
Im Jahr 2023 überprüfte Dätwyler die Wesentlichkeitsanalyse erneut. Vier wesentliche Themen wurden angepasst, um die sich entwickelnde Nachhaltigkeitslandschaft besser widerzuspiegeln, während alle Themen auf ihre Geschäftsrelevanz (Business-Wesentlichkeit) und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt (Wesentlichkeit der Auswirkungen) geprüft wurden. Das Ergebnis wurde von der Konzernleitung und dem Verwaltungsrat genehmigt.
Die zwölf Fokusthemen bilden den Kern der ESG-Strategie von Dätwyler. Aufgrund einer Überarbeitung unserer strategischen Prioritäten haben wir im Vergleich zum letztjährigen Bericht die nicht-ESG-Themen aus unserer Wesentlichkeitsanalyse entfernt.
Im Jahr 2024 führte Dätwyler eine neue doppelte Wesentlichkeitsanalyse (Englisch: Double Materiality Analysis, kurz DMA) durch, die dem Rahmen der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) entspricht und die Einhaltung der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (Englisch: Corporate Sustainability Reporting Directive, kurz CSRD) von Unternehmen unterstützt. In diese Bewertung flossen Beiträge verschiedener Stakeholder ein. Der Nachhaltigkeitsbericht 2025 wird so strukturiert sein, dass er mit den Anforderungen der CSRD übereinstimmt.
Eine separate Zuteilung der wesentlichen Themen von Dätwyler zu nicht-finanziellen Belangen gemäss Schweizerischem Obligationenrecht ist in einer entsprechenden Referenztabelle aufgeführt.
Umwelt-Fokusthemen – Fussabdruck reduzieren
Soziale Fokusthemen – mehr Wert schaffen
Engagement und Zufriedenheit der Mitarbeitenden, Positionierung als Arbeitgeber, Sichere und gesunde Arbeitnehmende
Diversität, Gerechtigkeit, Integration und Zugehörigkeit, Schutz der Menschenrechte aller Beteiligten
Ehrenamtliche Tätigkeiten für Unternehmen, Kunden, Gesellschaft
Unternehmensführung-Fokusthemen – Verantwortung übernehmen
Berichterstattung, Standards, Bewertungen
Richtlinien, proaktive Einhaltung der Chemikalien Compliance
ESG-Integration auf allen Ebenen der Organisation
Budget & Ressourcen, Prinzipien, Mitgliedschaften, Vergütung
ESG-Ziele 2030
Um das Nachhaltigkeitsmanagement weiter zu stärken und die Fokusthemen greifbarer zu machen, hat Dätwyler ihre Top-10-Nachhaltigkeitsziele für 2030 definiert.
Klimaneutraler Betrieb (Scope 1+2) bis 2030
KPI: Differenz der absoluten Scope-1- und Scope-2-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent (eq) im Vergleich zum Basisjahr 2023Im Vergleich zu 2023 wurden die absoluten CO2eq-Emissionen im Jahr 2024 um 32% reduziert, was zu Emissionen von 61’289 Tonnen führt.
CO2-Fussabdruck für jedes neue Produkt verfügbar
KPI: Prozentsatz der neuen Produkte, für die eine Analyse des CO2-Fussabdrucks durchgeführt wurdeDer CO2-Fussbadruck für neue Produkte (Englisch: Product Carbon Footprint, kurz PCF) wird auf Kundenwunsch berechnet, entweder als spezifische Studien für ein bestimmtes Teil oder als allgemeine Berechnungen für eine Produktkategorie. Obwohl einige erste PCF-Analysen durchgeführt wurden, liegt der Abdeckungsgrad unter 1%, da PCF-Analysen noch nicht Teil des Produktentwicklungsprozesses sind. Für bestehende Produkte werden Analysen auf Ad-hoc-Basis durchgeführt.
ISO-14001-, ISO-45001- und ISO-50001-Zertifikate an allen Produktionsstandorten
KPI: Prozentuale Abdeckung von ISO 14001, ISO 45001 und ISO 50001 an allen ProduktionsstandortenEnde 2024 waren 77% der Produktionsstandorte nach ISO 14001, 50% nach ISO 45001 und 8% nach ISO 50001 zertifiziert.
Klimaneutraler Betrieb 2030
Ressourcenschonende Produktion
Bevorzugter Arbeitgeber
Anstreben, dass alle qualitätskritischen Lieferanten den Lieferanten-Verhaltenskodex unterschreiben
KPI: Prozentsatz der qualitätskritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten unterzeichnet habenEnde 2024 haben 99% der qualitätskritischen Lieferanten den Verhaltenskodex für Lieferanten unterzeichnet.
Engagement der Mitarbeitenden an allen Standorten über dem Branchen-Benchmark
KPI: Mitarbeitendenengagement, bewertet durch die MitarbeitendenbefragungDas Mitarbeitendenengagement lag im Jahr 2023 bei 85 von 100 Punkten und damit höher als der Branchenstandard von 82 Punkten. Mitarbeitendenbefragungen werden alle zwei Jahre durchgeführt, daher gibt es keine aktualisierte Zahl für 2024.
Streben nach null Unfällen, null Verletzungen und einem gesunden Arbeitsumfeld
KPI: Unfallschweregrad (Abwesenheit aufgrund von Arbeitsunfällen in Tagen / geleistete Arbeitsstunden × 1'000)Im Jahr 2024 gab es 1’864 Fehltage aufgrund von Arbeitsunfällen, was einem Unfallschweregrad von 0.12 entspricht.
Hohe Kundenbewertung für Nachhaltigkeit
KPI: Punktzahl für Fragen zur Nachhaltigkeit in KundenfragebögenIm Rahmen der Kundenbefragung im Jahr 2023 bewerteten die Kunden unsere Nachhaltigkeitsleistung besser als die unserer Mitbewerber. Kundenumfragen werden alle zwei Jahre durchgeführt, daher gibt es keine aktualisierte Zahl für 2024.
Verankerung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten und Überlegungen in allen wichtigen Prozessen, Verträgen und Beziehungen entlang der Wertschöpfungskette
KPI: Anzahl der Prozesse und Dokumente, in denen Menschenrechtsthemen enthalten sindIm Jahr 2024 wurden Menschenrechtsthemen in sieben Schlüsselprozesse und -dokumente eingebettet, z. B. in die Überwachung der Lieferantenleistung, während die Integration in sechs Prozesse/Dokumente noch nicht abgeschlossen ist.
Mindestens eine externe Gemeinschaftsaktivität pro Jahr und Standort
KPI: Prozentsatz der Standorte, die sich an mindestens einer externen Gemeinschaftsaktivität beteiligenIm Jahr 2024 beteiligten sich 70% aller Standorte an mindestens einer externen Gemeinschaftsaktivität.
In allen relevanten Nachhaltigkeitsbewertungen unter den ersten 25% unserer Branche sein
KPI: Prozentualer Anteil der relevanten Bewertungen, bei denen wir zu den besten 25% unserer Branche gehörenIm Jahr 2024 hat Dätwyler dies bereits für die folgenden Ratings erreicht: EcoVadis (Top 1% innerhalb unserer Branche) und Sustainalytics (Top 22% innerhalb unserer Branche).
Beitrag zu den SDGs
Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie will Dätwyler einen globalen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs) leisten. Von den 17 globalen Zielen hat Dätwyler acht SDGs priorisiert, zu denen das Geschäftsmodell einen besonderen Beitrag leistet.
Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.
Bildung für alle: inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern.
Gleichstellung der Geschlechter erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen.
Nachhaltiges Wirtschaftswachstum und menschenwürdige Arbeit für alle – dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern.
Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen.
Ökodesign
Ressourcenschonende Produktion
Nachhaltige Lieferkette
Sofortmassnahmen ergreifen, um den Klimawandel und seine Auswirkungen zu bekämpfen.
Stärkung der Mittel zur Umsetzung und Neubelebung der globalen Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung.
2.3 Berichterstattung zu Unternehmensführungs-Themen
Im Bereich der Unternehmensführung setzt Dätwyler auf Transparenz, Compliance und Ethik, Führung durch Vorbild and Commitment.
Transparenz
Dätwyler ist überzeugt, dass Transparenz für Stakeholder – wie Investoren, Kunden und Kundinnen, Behörden und (potenzielle) Mitarbeitende – von grundlegender Bedeutung ist, um das Unternehmen als zuverlässigen Partner wahrzunehmen. Eine transparente Berichterstattung ermöglicht es den Stakeholdern, unsere ESG-Leistung zu beurteilen, und fördert das Vertrauen, indem gezeigt wird, wie wir Nachhaltigkeitsrisiken managen und regulatorische Anforderungen erfüllen. Ein Mangel an Transparenz könnte den Ruf von Dätwyler schädigen oder behördliche Strafen nach sich ziehen, während die Förderung von Transparenz den Markenwert stärkt, verantwortungsbewusste Investitionen und Talente anzieht und Dätwyler durch ein starkes ESG-Engagement im Wettbewerb differenziert.
Unsere langfristige Ambition
Transparenz als zentralen Bestandteil unseres Geschäfts zu verankern, um den wichtigsten Stakeholdern klare Einblicke in unsere Praktiken und Nachhaltigkeitsbemühungen zu bieten.
Zukünftige Hauptziele
In allen relevanten Nachhaltigkeitsbewertungen zu den besten 25% unserer Branche gehören.
Unser Ansatz
Dätwyler berichtet konsequent über ihre ESG-Leistungen anhand führender Rahmenwerke und veröffentlicht seit 2009 einen Nachhaltigkeitsbericht nach den GRI Standards und den zehn Prinzipien des UN Global Compact.
Seit 2013 legen wir unseren Energieverbrauch und die daraus resultierenden CO2-Emissionen beim Carbon Disclosure Project (CDP) offen, und seit 2022 berichten wir auch über den Wasserverbrauch und die Auswirkungen der Entwaldung. Diese standardisierte Berichterstattung hilft den Stakeholdern, unsere umweltbezogenen Bemühungen zu verstehen.
Um die Sichtbarkeit im Bereich der unternehmerischen sozialen Verantwortung zu erhöhen, nimmt Dätwyler seit 2019 am EcoVadis-Rating teil. Nach der Gold-Auszeichnung von EcoVadis im Jahr 2023 erhielt Dätwyler im Jahr 2024 die Platin-Bewertung und gehört damit zu den besten 1% von mehr als 150’000 bewerteten Unternehmen aus 185 Ländern.
Offener Dialog mit allen Stakeholdern
Ein offener Dialog mit allen Stakeholdern ist entscheidend für unsere Verpflichtung zur Transparenz. Indem wir bei unseren Aktionärs- und Investorenkontakten auf unsere ESG-Strategie und unseren Klimaschutzplan verweisen und ESG-Themen mit unseren Kunden, Lieferanten und Auftragnehmern diskutieren, holen wir regelmässig externes Feedback ein. Die Dätwyler-Gruppe pflegt auch einen offenen Dialog mit ihren Mitarbeitenden. Regelmässige Mitarbeitendenbefragungen bilden die Grundlage für kontinuierliche Verbesserungen. Den Mitarbeitenden steht es frei, sich in Gewerkschaften oder internen Personalvertretungen zu engagieren, und wir pflegen mit ihnen einen konstruktiven Dialog im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen.
Prüfung durch unabhängige Dritte
Um die Glaubwürdigkeit der nicht-finanziellen Informationen zu erhöhen, hat Dätwyler im Jahr 2024 durch KPMG eine Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit (Englisch: limited assurance) zu ausgewählten KPIs durchgeführt. Die folgenden KPIs wurden verifiziert:
Treibhausgas (CO2eq)-Emissionen (Scope 1 und 2) und Intensität der Treibhausgasemissionen
Prozentsatz der Lieferanten, die nach Nachhaltigkeits-Zertifikaten (ISO 14001, ISO 45001, ISO 5001) zertifiziert sind
Net Promoter Score
Unfallschweregrad
Anzahl der bestätigten Korruptionsvorfälle
Die überprüften KPIs sind markiert und ausgewiesen. Geprüft durch KPMG
Compliance und Ethik
Dätwyler verpflichtet sich, ihre Geschäftstätigkeiten in Übereinstimmung mit allen geltenden Gesetzen und ethischen Grundsätzen durchzuführen, die Interessen der Stakeholder zu schützen und gleichzeitig Fairness und Verantwortlichkeit zu fördern. Dies stärkt das Vertrauen in das Unternehmen und die Branche insgesamt. Durch die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften kann Dätwyler das Risiko von Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Korruption oder wettbewerbswidrigem Verhalten minimieren.
Unser Ansatz
Ein fairer und verantwortungsvoller Partner
Als global tätiges Unternehmen mit über 25 Standorten umfasst das Geschäftsmodell von Dätwyler eine Vielzahl von Geschäftsbeziehungen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Dätwyler strebt an, ein branchenführendes ESG-Rahmenwerk zu etablieren, das kontinuierlich evaluiert und verbessert wird.
Die Verpflichtung des Unternehmens zu höchsten ethischen Standards ist im Dätwyler Verhaltenskodex verankert. Der Kodex verpflichtet die Unternehmen und Mitarbeitenden der Gruppe, die nationalen Gesetze, die Menschenrechte, die persönliche Würde und die Privatsphäre jedes Einzelnen zu respektieren, und ist für alle Mitarbeitenden der Gruppe verbindlich. Der Verhaltenskodex regelt den Umgang mit Geschäftspartnern und Wettbewerbern.
Regelmässige Schulungen stellen sicher, dass die Mitarbeitenden die geltenden Gesetze und unseren Verhaltenskodex verstehen und einhalten. Um die Compliance zu fördern, hat Dätwyler einen neuen digitalen Meldekanal eingeführt, führt interne Audits durch und hat das Tracking und die Bearbeitung von Compliance-Fällen verbessert. Zudem muss die Standortleitung jährlich bestätigen, dass sie die auf Gruppenebene geforderten allgemeinen Compliance-Standards einhält.
Mit einer öffentlich verfügbaren Steuerstrategie nimmt Dätwyler ihre soziale Verantwortung wahr und verpflichtet sich, keine aggressive Steuerplanung zu betreiben.
Ethische Standards in der Lieferkette
Nachhaltigkeit ist in unserer gesamten Lieferkette integriert, wobei die Erwartungen an die Lieferanten in einem separaten Lieferantenverhaltenskodex festgelegt sind. Um dies in die Praxis umzusetzen, wurden Themen im Zusammenhang mit Menschenrechten und Nachhaltigkeit in verschiedene Richtlinien und Prozesse innerhalb der Dätwyler Gruppe eingebettet (mehr dazu im Kapitel Nachhaltige Lieferkette).
Whistleblowing-Meldesystem
Ein sichtbares und aktiv beworbenes Meldesystem schafft Vertrauen und mindert das Risiko von Korruption und anderen Betrugsfällen. Die Mitarbeitenden werden im Rahmen der Verhaltenskodex-Schulung über die Whistleblowing-Hotline informiert. Bei der Bearbeitung von Whistleblowing-Fällen werden die allgemeinen Anforderungen der EU-Whistleblowing-Richtlinie (Richtlinie (EU) 2019/1937) und die geltenden lokalen Gesetze befolgt. Die interne Revision bearbeitet und analysiert die Fälle und bespricht potenzielle Massnahmen mit dem Group Compliance Officer. Im Berichtsjahr gingen 26 relevante Meldungen ein, von denen sieben wesentliche Hinweise enthielten. Keine dieser Meldungen stand im Zusammenhang mit einem Korruptionsfall. Alle Meldungen werden vertraulich behandelt.
Anti-Korruption und Anti-Bestechung
Dätwyler ist in Ländern tätig, in denen ein gewisses Bestechungsrisiko besteht, und verbietet strikt jede Sonderbehandlung, Bestechung, Korruption oder jede andere Form von Betrug oder Geldwäsche. Eine Anti-Betrugs- und Anti-Geldwäsche-Richtlinie wurden Anfang des Jahres offiziell eingeführt und der Standortleitung vorgestellt. Unsere Massnahmen zur Korruptionsbekämpfung sollen eine offene und ehrliche Kultur fördern und unsere Mitarbeitenden frühzeitig auf mögliche Nachteile oder andere Schäden durch Korruptionsvorfälle aufmerksam machen.
Präventive Massnahmen wie Auffrischungsschulungen zum Verhaltenskodex oder die Sensibilisierung für die Whistleblowing-Hotline helfen uns, grösseren Schaden zu vermeiden und das Verständnis jedes einzelnen Mitarbeitenden zu erhöhen. Im Berichtsjahr stand keine der eingegangenen Whistleblower-Meldungen im Zusammenhang mit einem nachgewiesenen Korruptionsfall1.
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Führung durch Vorbild
Führung durch Vorbild bedeutet, Nachhaltigkeit auf allen Ebenen des Unternehmens umzusetzen. Für Dätwyler bedeutet dies, dass der Verwaltungsrat und die Konzernleitung als Vorbilder fungieren. Nur Führungskräfte, die unsere Werte vorleben, können die Mitarbeitenden erfolgreich zu nachhaltigem Handeln inspirieren. Eine starke Unternehmenskultur fördert persönliches Wachstum, psychologische Sicherheit und Effizienz, unterstützt die Umsetzung der ESG-Strategie von Dätwyler und stärkt gleichzeitig den Ruf des Unternehmens.
Unsere langfristige Ambition
Integration der Nachhaltigkeit in alle Entscheidungsebenen, um sicherzustellen, dass alle Führungskräfte aktiv verantwortungsvolle Praktiken fördern.
Zukünftige Hauptziele
Sicherstellen, dass Nachhaltigkeit vollständig in die strategischen Ziele des Unternehmens integriert ist, wobei 100% der Strategien der Business Units Nachhaltigkeitsziele enthalten
Nachhaltigkeitsschulung aller Business Units Leads, um sicherzustellen, dass sie ihre Rolle bei der Förderung von Nachhaltigkeitspraktiken und ethischen Entscheidungen verstehen
Mindestens 20% Frauenanteil in der Konzernleitung bis 2030
Mindestens 30% Frauenanteil im Verwaltungsrat bis 2025
Unser Ansatz
Führung durch Vorbild bedeutet, dass der Verwaltungsrat und die Konzernleitung von Dätwyler Verantwortung übernehmen und als Vorbilder agieren. Für Dätwyler umfasst dies insbesondere Diversität in Führungspositionen.
Diversität im Verwaltungsrat und in der Konzernleitung von Dätwyler
Diversität, Gleichberechtigung, Inklusion und Zugehörigkeit sind von zentraler Bedeutung und sollten sich auch in den Führungspositionen widerspiegeln. Dätwyler hat Ziele in Übereinstimmung mit den regulatorischen Anforderungen der Schweiz festgelegt: 30% Frauenanteil im Verwaltungsrat bis 2025 und 20% in der Konzernleitung bis 2030. Während die erforderlichen Kompetenzen im Vordergrund stehen, werden qualifizierte Kandidaten, die zur Förderung der Diversität beitragen, bevorzugt.
Ende 2024 betrug der Frauenanteil im Verwaltungsrat 12.5% und in der Konzernleitung 40%, womit das Ziel für die Konzernleitung bereits erreicht wurde.
Commitment
Commitment bedeutet für Dätwyler die Verankerung von Nachhaltigkeit in der gesamten Organisation. Konkret bedeutet dies, dass Nachhaltigkeit sowohl für alle Mitarbeitenden als auch für das Management und den Verwaltungsrat ein Erfolgsfaktor ist. Damit nimmt Dätwyler eine Vorbildfunktion in der Branche ein und stärkt den Nachhaltigkeitsgedanken, was sich positiv auf die Reputation und Positionierung des Unternehmens auswirken kann.
Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie hat der Verwaltungsrat seit 2022 einen Nachhaltigkeitsindikator in das variable Vergütungsmodell aufgenommen, der 20% der variablen Vergütung für die Konzernleitung und die anspruchsberechtigten Mitarbeitenden ausmacht.
Die vorherigen Indikatoren – Nettoumsatzwachstum und EBIT – machen jeweils 40% aus. Der Leistungsindikator für Nachhaltigkeit basiert auf unseren zwölf Fokusthemen und kann vom Verwaltungsrat jährlich neu festgelegt werden.
Für 2024 wurden die folgenden Parameter festgelegt:
Reduktion der CO2-eq-Emissionen (Scope 1 and 2) relativ zum Nettoumsatz im Vergleich zu 2023 (gewichtet mit 50%)
Unfallschweregrad (25%)
Engagement der Mitarbeitenden (25%))
Für jeden Parameter gibt es Mindest- und Höchstschwellenwerte, um den Beitrag zur Zielerreichung zu bestimmen.
2.4 Berichterstattung zu Umweltthemen
Im Bereich der Umwelt fokussiert Dätwyler auf einen klimaneutralen Betrieb 2030, Ökodesign, eine ressourcenschonende Produktion und nachhaltige Lieferketten.
Klimaneutraler Betrieb (Scope 1 + 2) 2030
Dätwyler verpflichtet sich, bis 2030 Klimaneutralität für den eigenen Betrieb zu erreichen, und ist sich der Umweltauswirkungen ihrer Produktion bewusst. Während wir unseren ökologischen Fussabdruck reduzieren, erkennen wir auch die Risiken, die der Klimawandel mit sich bringt, wie zum Beispiel potenzielle Naturkatastrophen und sich entwickelnde Vorschriften, die unsere Kosten und betriebliche Stabilität beeinflussen können. Durch proaktive Massnahmen streben wir an, diese Auswirkungen zu minimieren und sowohl die Widerstandsfähigkeit unseres Unternehmens als auch der umliegenden Gemeinschaften zu schützen.
Unsere langfristige Ambition
Erreichen der kurzfristigen Emissionsreduktionsziele, die von der Science Based Targets Initiative (SBTi) validiert wurden, und die Ausrichtung unserer Bemühungen an der neusten Klimawissenschaft, um die globale Erwärmung zu begrenzen.
Zukünftige Hauptziele
Klimaneutraler Betrieb (Scope 1 + 2) bis 2030
Jährliche Reduzierung der absoluten Scope-1- und -2-Emissionen im Einklang mit dem im Pariser Klimaabkommen definierten 1.5°-Pfad
Festlegung von SBTi-validierten, kurzfristigen Zielen
ISO-14001- und ISO-50001-Zertifikate an allen Produktionsstandorten
Unser Ansatz
Das Energiemanagement an den Produktionsstandorten ist Teil des integrierten Umweltmanagementsystems (UMS). Bereits 20 Standorte (77%) sind nach ISO 14001 und zwei Standorte (8%) nach ISO 50001 zertifiziert.
Ehrgeizige Verpflichtung zum Klimaziel
Dätwyler strebt Klimaneutralität für den eigenen Betrieb (Scope 1 und 2) bis 2030 an. Zudem ist Dätwyler der SBTi beigetreten und arbeitet nun an verbindlichen Treibhausgasreduktionszielen für die nahe Zukunft. Die SBTi bietet einen Reduktionspfad, um Dätwylers „fairen Beitrag" zur Reduzierung von Kohlenstoffemissionen zu berechnen und so zur Erreichung des 1.5°-Ziels beizutragen. Der Emissionsreduktionsplan von Dätwyler beinhaltet den Kauf von erneuerbarer Energie, die Steigerung der Energieeffizienz und Investitionen in die eigene Erzeugung von erneuerbarer Energie. Für interne Zwecke haben wir das Jahr 2023 als Basisjahr definiert, was jedoch überprüft wird, sobald die Ziele bei der SBTi eingereicht werden.
Die definierten Massnahmen zielen darauf ab, die Treibhausgasemissionen trotz des prognostizierten Geschäftswachstums drastisch zu reduzieren. Zudem wird sich Dätwyler über die Wertschöpfungskette hinaus für die Reduktion der weiterhin anfallenden Emissionen einsetzen, um Klimaneutralität zu erreichen. Dätwyler ist sich bewusst, dass die Treibhausgasemissionen ausserhalb des eigenen Betriebs – die so genannten Scope-3-Emissionen –diejenigen des eigenen Betriebs übersteigen. Scope 3 macht ungefähr 84 Prozent unserer Emissionen aus und wird im Kapitel Scope-3-Analyse beschrieben.
Fokus auf erneuerbare Elektrizität und Energieeffizienz
Der Einkauf von erneuerbarer Energie und die Selbsterzeugung von Elektrizität sind zentrale Strategien zur Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele. Im Jahr 2024 haben wir unseren Fokus auf erneuerbare Elektrizität intensiviert, indem wir unseren Standorten klare Richtlinien, Schulungen und Unterstützung für die Beschaffung von erneuerbarer Elektrizität angeboten haben. Dieser proaktive Ansatz ermöglichte es neun weiteren Produktionsstandorten, auf erneuerbare Elektrizität umzusteigen, sodass nun insgesamt zwanzig Standorte den Grossteil oder sogar die gesamte Elektrizität aus erneuerbaren Quellen beziehen.
Unser Engagement für die Selbsterzeugung nimmt weiter zu. Bis 2023 haben wir an acht Standorten Photovoltaikanlagen installiert, die jährlich insgesamt 4’390 MWh erzeugen. Im Jahr 2024 haben wir diese Kapazität weiter ausgebaut und eine Gesamterzeugung von 6’203 MWh erreicht. Diese Massnahmen führten zu einem Anstieg des Anteils erneuerbarer Elektrizität an unseren Standorten von 38.3% im Jahr 2023 auf 64.1% im Jahr 2024.
Dätwyler setzt bereits an acht Standorten weltweit mit eigenen Photovoltaikanlagen auf die Kraft des Solarstroms.
Parallel zum Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien investieren wir an allen unseren Standorten in die Verbesserung der Energieeffizienz. Um kontinuierliche Verbesserungen zu fördern, legen wir grossen Wert auf die Sichtbarkeit von Umweltleistungskennzahlen innerhalb der Organisation und haben begonnen, den Wissenstransfer durch Austauschmeetings zu erleichtern. Diese Initiativen ermöglichen es den Standorten, voneinander zu lernen und wirksame Energiesparmassnahmen zu ergreifen.
Verbesserung der Datenvollständigkeit
Im Jahr 2024 haben wir die Datenvollständigkeit unserer Scope-1- und Scope-2-Emissionen deutlich verbessert. Die Emissionen von Bürostandorten, die bisher aufgrund ihrer geringen Auswirkungen ausgeschlossen waren, wurden ab 2024 einbezogen. Darüber hinaus wurde die Berichterstattung zu Scope 1 erweitert, um die Emissionen unserer Fahrzeugflotte. flüchtige Emissionen aus Kältemitteln und Emissionen aus der Oxidation in unseren katalytischen Abluftreinigern (Englisch: Catalytic oxidizer systems, kurz CatOx) einzubeziehen, was einen umfassenderen Überblick über unser gesamtes Emissionsprofil ermöglicht.
Rückläufige Emissionen
Die Fünf-Jahres-Bilanz zeigt einen Anstieg des Energieverbrauchs, der hauptsächlich auf das Geschäftswachstum, neue Standorte und Akquisitionen zurückzuführen ist.
Im Jahr 2024 waren die Aktivitäten von Dätwyler für Emissionen von rund 61’289 Tonnen CO2eq (Scope 1 und 2) verantwortlich, was einem Rückgang von 32.0% im Vergleich zu 2023 entspricht. Gleichzeitig sind die relativen CO2eq-Emissionen um 29.3% gesunken. Dies ist besonders bemerkenswert, da erstmals zusätzliche Emissionskategorien und Standorte einbezogen wurden. Der Hauptgrund für diesen Rückgang ist, wie bereits erwähnt, der Anstieg erneuerbarer Elektrizität.
Ökodesign
Dätwyler ist sich der Auswirkungen ihrer Produkte auf die Umwelt bewusst, insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel. Die Dringlichkeit, nachhaltige Praktiken einzuführen, steht ausser Frage. Öko-Design ist ein Ansatz, der proaktiv Chancen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit bereits in der Produktentwicklungsphase sucht. Durch die Integration von Ökodesign zusätzlich zu hohen Qualitätsstandards und Sicherheitsanforderungen kann Dätwyler die mit unserem Portfolio verbundenen Emissionen senken, die Materialkosten reduzieren und die Ressourceneffizienz erhöhen. Letztlich fördert dieser Ansatz Innovationen, was zu einer höheren Nachfrage führt und die regulatorischen Risiken begrenzt.
Unsere langfristige Ambition
Ökodesign wird in alle neuen Produktentwicklungen integriert.
Zukünftige Hauptziele
CO2-Fussabdruck für jedes neue Produkt verfügbar.
Unser Ansatz
Ökodesign berücksichtigt den gesamten Produktlebenszyklus und konzentriert sich auf die Entwicklung nachhaltigerer Elastomermischungen, die Optimierung des Designs zur Einsparung von Materialien, die Reduzierung prozessbedingter Abfälle und die Verwendung wiederverwendbarer oder recycelbarer Verpackungen. Dätwyler investiert laufend in noch bessere Materialien, Verfahrenstechniken, Produktionsanlagen und Prüfmethoden.
Gesetzliche Informationspflichten als Mindeststandards
Rohstoffe – und somit die in unserem Materialportfolio verwendeten Substanzen – durchlaufen bei Neuentwicklungen einen sehr genauen und strengen Auswahlprozess. Jeder neu eingeführte Rohstoff wird proaktiv geprüft; auch wenn er noch nicht von den Aufsichtsbehörden untersucht wurde, werden bestimmte Materialien nach den internen Regeln von Dätwyler abgelehnt, weil es erste Anzeichen von Kontroversen gibt. Alle Stoffe unterliegen den höchsten Anforderungen der Chemikaliengesetzgebung und werden bei Neuentwicklungen aufgrund ihrer Eigenschaften aussortiert, wenn sie für die Umwelt oder die Gesundheit der Mitarbeitenden gefährlich sind.
Mit dem proaktiven Chemikalien-Compliance-Management geht Dätwyler über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Um potenziell kritische Substanzen – intern als „SoCs“ (Substances of Concern) bezeichnet – frühzeitig anzugehen, führt Datwyler analytische Tests an Endprodukten durch, um festzustellen, ob ein vollständiger Ersatz erforderlich ist.
Integration von Ökodesign in Entwicklung und Produktion
Ökodesign-Prinzipien bieten eine kritische Perspektive bei der Entwicklung von Produkten, die die Umweltauswirkungen in allen Phasen ihres Lebenszyklus reduzieren und gleichzeitig ihre funktionalen Eigenschaften beibehalten.
Als Ausgangspunkt haben wir die „Ökodesign-Checklisten“ implementiert, die eine frühzeitige Identifizierung potenzieller kritischer Punkte und die Entwicklung von Strategien zu deren Beseitigung ermöglichen. Der nächste Schritt besteht darin, die mit einem Produkt verbundenen Emissionen als bestimmenden Parameter für das künftige Design hinzuzufügen, um das optimale Konzept im Hinblick auf die Umweltleistung auszuwählen. Product Carbon Footprints (PCF) oder Life Cycle Assessments (LCA) unterstützen diese Bemühungen, und wir haben bereits mehrere Studien sowohl im Bereich Healthcare als auch Industrial Solutions durchgeführt. Unser Ziel ist es, bis 2030 solche Bewertungen für alle neuen Produkte durchzuführen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir unsere Expertise erweitern und weitere Produktkategorien abdecken, um das Produktentwicklungs-Tool mit den notwendigen Funktionen zu ergänzen, die eine schnelle und einfache Berechnung ermöglichen.
Die ersten Ergebnisse dieser Studien zeigen, dass die genutzten Materialien einen erheblichen Beitrag zu den Emissionen leisten, was deutlich macht, wo die primären Anstrengungen liegen sollten.
Unser Engagement für die Minimierung der Umweltauswirkungen wird durch Innovationen ergänzt, die die Ressourcenoptimierung optimieren. Durch die Erkennung und Behebung von Dichtungsproblemen, bevor sie zu Ausfällen führen, wird die Notwendigkeit eines vorzeitigen Austauschs und die damit verbundene Umweltbelastung durch Herstellung, Transport und Entsorgung von Teilen minimiert. Dieser Ansatz der vorausschauenden Wartung trägt dazu bei, die Ressourcennutzung zu optimieren, den Energieverbrauch zu senken und die gesamte CO2-Bilanz des Betriebs zu reduzieren. Mit der neuen Soft-Sensing-Technologie entwickelt Dätwyler eine Lösung, die unsere Kunden dabei unterstützt, das Ende der Lebensdauer von Dichtungsmaterialien rechtzeitig zu erkennen und dem Anwender / der Anwenderin frühzeitig und automatisch eine Rückmeldung zu geben.
Nachhaltigkeit als Kriterium bei der Entwicklung neuer Materialien
Bei der Erforschung neuer Materialien werden nicht nur die Kosten, die Herstellung und die Leistung des Endprodukts bewertet, sondern auch die Umweltauswirkung, von der Nachhaltigkeit der Rohstoffe bis hin zur Kompostierbarkeit und der allgemeinen Rezyklierbarkeit der Komponente.
Dätwyler arbeitet derzeit an mehreren Projekten, die sich auf die Verwendung von erneuerbaren Rohstoffen konzentrieren, um den Bedarf an fossilen Brennstoffen im Elastomerherstellungsprozess zu reduzieren. Solche Projekte umfassen z. B. den Ersatz von Polymeren auf Erdölbasis durch Polymere aus Zuckerrohr, die Verwendung von Weichmachern auf pflanzlicher Basis anstelle von Erdöl oder den Ersatz von Fasern auf Kunststoffbasis durch modifizierte Zellulosefasern.
Die Verwendung recycelter Materialien ist ein weiterer wichtiger Bereich für die Nachhaltigkeit, und wir haben untersucht, wie bei der Herstellung anfallendes Abfallmaterial in neuen Komponenten verwendet werden kann. Bei diesem Verfahren werden Materialreste zu einem feinen Pulver verarbeitet, das dann wieder dem Ausgangsmaterial zugesetzt wird. Auf diese Weise wird nicht nur die Menge des weggeworfenen Materials im ursprünglichen Prozess verringert, sondern auch die Menge der wiederverwendeten Materialien in neuen Produkten erhöht.
All diese bevorstehenden Entwicklungen, zusammen mit den bereits erfolgreich abgeschlossenen Materialumstellungen, wie z. B. die Verwendung von rezykliertem Aluminium im Geschäftsbereich Food & Beverage, werden Dätwyler dabei unterstützen, ihren ökologischen Fussabdruck zu reduzieren. Eine zweite erfolgreiche Entwicklung betrifft unsere Flip Caps im Bereich Healthcare. Eine Polypropylen-Scheibe, die den Stopfen eines Fläschchens bedeckt und aus einer erneuerbaren Quelle anstelle von Erdöl hergestellt wird, wurde erfolgreich validiert. In einem nächsten Schritt soll auch Altöl als Rohstoffquelle für Polypropylen validiert werden.
Um die Initiativen für eine nachhaltige Materialentwicklung zu unterstützen, ist Dätwyler seit Ende 2024 Mitglied der Circular Rubber Platform. Die Plattform verbindet Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und schafft ein Umfeld, das Entwicklungen anregt und gleichzeitig einen Überblick über bestehende Technologien und Möglichkeiten bietet.
Ressourcenschonende Produktion
Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen ist für Dätwyler zentral, um die Umweltbelastung zu minimieren und unser Geschäft langfristig abzusichern. Unser Engagement zur Reduzierung von Abfall und Wasserverbrauch mindert die Risiken, die sich aus dem regulatorischen Druck, der Ressourcenknappheit und den Betriebskosten ergeben. Unsere ressourceneffiziente Produktion und Innovationen zur Abfallreduzierung minimieren unseren ökologischen Fussabdruck und stärken gleichzeitig unsere Widerstandsfähigkeit. Dieser Ansatz unterstützt nicht nur unsere Nachhaltigkeitsziele, sondern eröffnet auch die Möglichkeit, umweltbewusste Kunden zu gewinnen und eine führende Rolle in der Branche bei ressourcenschonenden Praktiken einzunehmen.
Unsere langfristige Ambition
Eine abfallarme und äusserst wassereffiziente Produktion.
Zukünftige Hauptziele
Reduktion der Wasserentnahme relativ zum Nettoumsatz um 3% pro Jahr
Reduktion des Abfallvolumens relativ zum Nettoumsatz um 3% pro Jahr
ISO-14001-Zertifikat an allen Produktionsstandorten
Unser Ansatz
Die schrittweise Reduktion des Abfalls und des Wasserverbrauchs sowie die Verbesserung der Energieeffizienz und der vermehrte Einsatz von erneuerbaren Energien hat für Dätwyler Priorität. Die energie- und emissionsbezogenen Aktivitäten werden im Fokusthema Klimaneutraler Betrieb 2030 dargestellt.
Wir erkennen auch die Bedeutung der Biodiversität und den Zusammenhang zwischen Wasserverbrauch, Abfall und der Freisetzung von Treibhausgasen mit dem Verlust der biologischen Vielfalt. Unsere unternehmerischen Umweltziele tragen zum Schutz der Biodiversität bei.
Umweltmanagementsystem (UMS)
Mit unserem Umweltmanagementsystem möchten wir die Auswirkungen der Unternehmensabläufe und Produkte auf die Umwelt minimieren, indem wir Produkte und Prozesse entwickeln und herstellen, die die natürlichen Ressourcen nachhaltig nutzen und den ökologischen Fussabdruck des Unternehmens reduzieren.
20 oder rund 77% der Dätwyler Standorte haben bereits die Umweltzertifizierung nach der Norm ISO 14001 erhalten. Weitere Standorte bereiten sich auf diese Zertifizierung vor.
Wasserentnahme
Der grösste Teil der gesamten Wasserentnahme von Dätwyler ist auf die spezifischen Anforderungen der Produktionsprozesse zurückzuführen. Sowohl die Kühlsysteme in der Produktion der Business Unit Food & Beverage als auch das Waschen von Komponenten im Bereich Healthcare benötigen erhebliche Mengen an Wasser. Konkret entfallen ca. 38% der konzernweiten Wasserentnahme auf das in der Schweiz eingesetzte Grundwasserkühlsystem. Da es sich um einen geschlossenen Kreislauf an unserem Produktionsstandort handelt, wird die behördlich genehmigte Grundwasserentnahme in der Schweiz separat ausgewiesen.
Das langfristige Ziel (2015 bis 2025) besteht darin, die relative Wasserentnahme pro Nettoumsatz jährlich um 3% zu senken. Im Jahr 2024 konnte die absolute Wasserentnahme um 7.9% gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden, die relative Wasserentnahme um 4.3%. Eine der umgesetzten Massnahmen war die Abschaltung nicht benötigter Schaltschrankkühlungen in Schattdorf. Zudem wird derzeit in Alken eine neue Anlage zur Abwasseraufbereitung gebaut, in der ein Grossteil des Abwassers gesammelt, behandelt und zu vollständig gereinigtem Wasser aufbereitet werden soll.
Abfallentsorgung
Dätwyler hat sich zum Ziel gesetzt, das Abfallvolumen im Verhältnis zum Nettoumsatz (Tonnen/CHF Mio.) jährlich um 3% zu reduzieren. Dätwyler ist es gelungen, den Anteil der Elastomerabfälle in Downcycling-Produkten zu erhöhen. So werden beispielsweise die prozessbedingten Elastomerabfälle des Unternehmens für die Herstellung von Sportplatzbelägen verwendet. Der Anteil von recyceltem und wiederverwendetem Abfall konnte von 68.3% im Jahr 2017 auf 74.1% im Jahr 2024 gesteigert werden.
Unser Standort in Kesurdi hat durch innovative Praktiken und die Umsetzung der Prinzipien Reduzieren, Wiederverwenden, Recyceln einen bemerkenswerten Meilenstein erreicht, indem er den Plastikabfall um 90 Tonnen jährlich reduzieren konnte. Diese Initiative, die ohne Kapitalinvestitionen umgesetzt wurde, bietet einen doppelten Nutzen: eine erhebliche Reduzierung des ökologischen Fussabdrucks und Kosteneinsparungen.
Das absolute Abfallvolumen stieg um 1.8% von 21’488 Tonnen im Jahr 2023 auf 21’881 Tonnen im Jahr 2024. Bei einem Anstieg des Abfallaufkommens pro Nettoumsatz von 5.9% konnte das Ziel einer Reduzierung nicht erreicht werden. Ein Grund dafür ist, dass einige unserer Standorte die Vollständigkeit der Daten verbessert haben und nun mehr Abfallkategorien melden. Im Jahr 2024 haben wir die Abfallmengen nach verschiedenen Kategorien bewertet, um die Hotspots zu identifizieren. Massnahmen für das Jahr 2025 umfassen Pilotprojekte zur weiteren Reduzierung des Prozessabfalls im Produktentwicklungsprozess. Gleichzeitig arbeiten wir an der Verbesserung der Datengenauigkeit, da einige Standorte derzeit ihr Abfallvolumen in bestimmten Kategorien nur schätzen können.
Nachhaltige Lieferkette
Bei Dätwyler ist eine nachhaltige Lieferkette grundlegend für unsere Mission, verantwortungsvolle und hochwertige Lösungen zu liefern. Durch die aktive Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten zur Förderung umweltfreundlicherer Produkte und Ideen sowie zur Reduzierung von Verpackungen setzen wir uns kontinuierlich dafür ein, unsere Umweltbelastung zu minimieren. Unser Beschaffungsteam fördert Innovation und Nachhaltigkeit, fördert langfristige Partnerschaften mit Lieferanten, die unsere Werte teilen, und setzt auf lokale Beschaffung (local-for-local), um geopolitische Risiken zu minimieren. Dieser Ansatz reduziert unseren ökologischen Fussabdruck und stärkt unseren Wettbewerbsvorteil sowie den Zugang zu wichtigen Materialien für ein nachhaltiges Wachstum.
Unsere langfristige Ambition
Weitere Verbesserung der ESG-konformen Prozesse und der Lieferkette sowie Einführung von Nachhaltigkeitslösungen durch unsere Lieferanten, um unseren ökologischen Fussabdruck weiter zu reduzieren.
Zukünftige Hauptziele
Bestreben, dass alle qualitätskritischen Lieferanten den Verhaltenskodex für Lieferanten unterzeichnen
Jährliche Erhöhung des ESG-Reifegrads unserer Lieferantenbasis
Unsere Beschaffungsstrategie ermutigt unsere Lieferanten, nachhaltigere Lösungen einzuführen
Verfügbarkeit der wichtigsten Rohstoffe durch proaktives Risikomanagement sicherstellen; dazu gehören unter anderem die lokale Beschaffung und, wann immer möglich, der Bezug von Materialien aus mindestens zwei Quellen (Dual Sourcing)
Bei der Beschaffung pro Jahr fünf Produktersetzungen mit besserer Nachhaltigkeitsperformance bis 2030 identifizieren
Weiterentwicklung des Risikomanagements mit Schwerpunkt auf Risiken in der Lieferkette und Nachhaltigkeitsrisiken
Unser Ansatz
Unser Verhaltenskodex für Lieferanten und die Richtlinien für nachhaltige Beschaffung bilden die Grundlage für ethische und umweltfreundliche Lieferketten. Durch die Einbettung von ESG-Kriterien in die Beschaffungsprozesse strebt Dätwyler an, das Nachhaltigkeitsniveau seiner Lieferanten kontinuierlich zu verbessern.
Um die Einhaltung der Richtlinien zu gewährleisten, bietet Dätwyler jährliche Schulungen für ihre Einkäuferinnen und Einkäufer an, darunter auch Auffrischungsschulungen im Jahr 2024.
Global standardisierte Richtlinien und Lieferantenmanagementprozesse
Dätwyler beschafft weltweit Rohstoffe wie Elastomere, Kunststoffe, Aluminium, Metalle und andere Betriebsmittel, wobei rund 65% der Rohstoffe aus Europa, 20% aus Asien und 15% aus Amerika stammen. Rund ein Drittel des Einkaufsvolumens wird von den zehn grössten Lieferanten bezogen.
Die breite und etablierte Lieferantenbasis und
-prozesse bewähren sich insbesondere bei anhaltenden Materialengpässen, Produktabkündigungen, höherer Gewalt usw., welche die Lieferfähigkeit an unsere Kunden nicht beeinträchtigen. Neben diesen Anstrengungen treibt Dätwyler die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsniveaus bei ihren Lieferanten weiter voran, durch:
Integration von ESG in die Prozesse des Lieferantenmanagements, wie z. B. Lieferantenentwicklung, Lieferantenauswahl und -überwachungspraktiken sowie Lieferantenaudits
Aufforderung an die Lieferanten, nachhaltigere Produkte vorzuschlagen und Ideen zu teilen, wobei die Bedeutung einer Verringerung des ökologischen Fussabdrucks der gelieferten Materialien betont wird
Austausch von Ideen mit Lieferanten und Lernen von ihnen
Einbindung von ESG zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Lieferkette
Auswahl der Lieferanten
Der aktualisierte Dätwyler Verhaltenskodex für Lieferanten bildet die Grundlage für ethische und umweltfreundliche Lieferketten. Eines der Ziele von Dätwyler ist es, dass alle qualitätskritischen Lieferanten den Kodex unterzeichnen oder gleichwertige interne Richtlinien vorlegen. Eine Analyse von 2024 ergab, dass 99%1 der qualitätskritischen Lieferanten diese Anforderung bereits erfüllen. Bei Dätwyler sind diejenigen Lieferanten qualitätskritisch, deren Produkte sich direkt auf die Endqualität unserer Produkte auswirken. Dazu gehören Lieferanten von Rohstoffen, Verarbeitungshilfsmitteln, ausgelagerten Prozessen und Verpackungsmaterialien innerhalb der Business Unit Healthcare Solutions.
Dätwyler fordert auch die nicht qualitätskritischen Lieferanten auf, den Kodex zu unterzeichnen, überwacht aber die Abdeckung noch nicht auf globaler Ebene. Zusätzlich müssen Lieferanten bestimmte ISO-Normen einhalten.
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Überwachung und Entwicklung
Dätwyler hat ein eigenes Programm zur Nachhaltigkeitsbewertung von Lieferanten entwickelt, um den ESG-Reifegrad der Lieferanten zu erhöhen. 2024 wurden rund 750 Lieferanten bewertet. Das Programm vergibt Punkte für:
die Unterzeichnung des Dätwyler Verhaltenskodex für Lieferanten
Nachhaltigkeitszertifikate (ISO 14001, ISO 45001, ISO 50001)
Nachhaltigkeits-Berichterstattung (in Richtung der GRI Standards, Offenlegung des Energie- und Wasserfussabdrucks und arbeitsbedingter Vorfälle)
Tier-1-Lieferanten, die einen Verhaltenskodex für ihre Lieferantenbasis haben
eine definierte Position, die für Nachhaltigkeit verantwortlich ist
Im Jahr 2024 erreichten unsere Lieferanten 37%1 der verfügbaren Punkte (Vorjahr: 35%), während grosse Lieferanten (die 80% unserer Ausgaben repräsentieren) 76% erreichten.
Jedes Quartal wird der Status aller verfügbaren Lieferantenzertifikate überprüft und aktualisiert. Derzeit sind 47%1 unserer qualitätskritischen Lieferanten nach ISO 14001 (Vorjahr: 46%), 17%1 nach ISO 45001 (Vorjahr: 16%) und 14%1 (Vorjahr: 15%) zertifiziert. Diese drei Zertifikate sind der Beweis dafür, dass die Lieferanten einen systematischen Ansatz zu den Themen Umwelt, Gesundheit und Sicherheit sowie Energie verfolgen. Als Kunde können wir uns auf die Effizienz der implementierten Systeme verlassen, da sie extern auditiert wurden.
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Die Parameter des Nachhaltigkeitsbewertungsprogramms können auch in Audits vor Ort überprüft werden. Die Lieferanten müssen vorab einen Fragebogen zu Themen wie Arbeitsbedingungen und Umweltauswirkungen ausfüllen, der dann während des Audits besprochen wird. Die Auswahl der Lieferanten für geplante Audits basiert auf dem Risikomanagement und es finden nur gezielte Audits statt.
Dätwyler verfügt über ein Ereignismanagement, das nicht nur qualitätsbezogene Themen, sondern auch Abweichungen meldet, die der Umwelt schaden oder die Sicherheit der Arbeitnehmenden gefährden könnten.
Nachhaltige Lösungen durch Lieferketten-Engagement ermöglichen
Dätwyler ermutigt Lieferanten, nachhaltige Materialien als Ersatz für bestehende Produkte oder für Neuentwicklungen vorzuschlagen. Ziel ist es, bis 2030 jährlich fünf Produktalternativen zu identifizieren. Im Jahr 2024 sammelten wir 12 Ideen von Lieferanten, die derzeit vom Materialentwicklungsteam von Dätwyler geprüft werden, siehe Kapitel „Nachhaltigkeit auch als Kriterium bei neuen Materialentwicklungen berücksichtigt“.
Langfristig will Dätwyler den Anteil an lokal beschafften Materialien erhöhen, angefangen beim Verpackungsmaterial bis hin zu Rohstoffen und indirekten Materialien, bei denen die Validierungsphase weitere Anstrengungen erfordert, da die Spezifikationen anspruchsvoller sind als bei Verpackungsmaterialien. Diese Strategie wird auch das Risiko von Unterbrechungen der Lieferkette des Unternehmens verringern.
Ergänzend zu diesen Initiativen setzt Dätwyler auch auf die Anlieferung von Rohstoffen in grossen Mengen per Schüttgut-Tankwagen oder Mehrwegverpackungen, was den Verbrauch von Verpackungsmaterial deutlich reduziert.
Risikomanagement in der Beschaffung
Um die Verfügbarkeit von Materialien zu gewährleisten, bewertet Dätwyler proaktiv Risiken und wählt Lieferanten sorgfältig aus. Zu den Kriterien, die dabei berücksichtigt werden, gehören unter anderem das Vorhandensein geeigneter ISO-Systeme, der ESG-Reifegrad des Lieferanten, die finanzielle Stabilität und das Vorhandensein mehrerer Produktionsstandorte.
Um das Risiko weiter zu minimieren, können zusätzliche Massnahmen ergriffen werden. Dazu gehören u. a. das Vorhalten von Sicherheitsbeständen vor Ort oder in externen Lagern, Bestandsvereinbarungen mit Lieferanten, die Verkürzung der Lieferkette durch lokale Beschaffung und die Validierung von Ersatzmaterialien.
Darüber hinaus wird die Leistung der Lieferanten der wichtigsten Inhaltsstoffe wie Elastomere und Füllstoffe kontinuierlich überwacht, um Risiken rechtzeitig zu erkennen und unsere Lieferantenbasis zu verbessern.
Scope-3-Analyse
Dätwyler identifizierte und quantifizierte ihre Scope-3-Emissionen, wie z. B. bei der Materialbeschaffung für die Produktion, erstmals im Jahr 2023 anhand von Daten aus dem Geschäftsjahr 2022. Wir haben alle 15 Scope-3-Kategorien geprüft, sind aber zum Schluss gekommen, dass nicht alle für Dätwyler relevant sind. Im Jahr 2024 wurde die Analyse verfeinert, um die Datengenauigkeit zu verbessern. Für die Berechnung der relevanten Kategorien wurden die Daten aus dem Jahr 2023 verwendet. Eine Aktualisierung der Daten von 2024 wird im Laufe des Jahres 2025 erfolgen. Für viele der Kategorien wurde die gängige ausgabenbasierte Methode angewandt.
Wie bereits im letztjährigen Bericht beschrieben, haben sich die Scope-3-Emissionen aufgrund der verbesserten Vollständigkeit und Genauigkeit der Daten im Vergleich zur letzten Bewertung erhöht. Die gesamten Scope-3-Emissionen von Dätwyler im Jahr 2023 werden auf rund 460’000 Tonnen CO2eq geschätzt, wobei die grösste Kategorie, eingekaufte Güter und Dienstleistungen, rund 85 Prozent der Scope-3-Emissionen ausmacht.
Unsere Scope-3-Emissionen sind somit für rund 84% unserer Gesamtemissionen verantwortlich, was zeigt, wie wichtig unser Engagement in der Liefer- und Wertschöpfungskette ist, um Emissionen zu reduzieren.
Initiativen wie die Anwendung des Ökodesigns bei der Produktentwicklung tragen dazu bei, Massnahmen zur künftigen Verringerung der Scope-3-Emissionen zu ermitteln, etwa durch die Auswahl kohlenstoffarmer Materialien und die Reduzierung des Materialverbrauchs. Spezifische Ziele für die Verringerung von Scope-3-Emissionen sind derzeit nicht festgelegt, werden aber im Laufe des Jahres 2025 entwickelt.
2.5 Berichterstattung zu sozialen Themen
Im Bereich Soziales konzentriert sich Dätwyler auf die Fokusthemen bevorzugter Arbeitgeber, wertorientierte Zusammenarbeit mit Kunden, Menschenrechte und Chancengleichheit und Engagement für Nachhaltigkeit.
Bevorzugter Arbeitgeber
Dätwyler ist oft einer der grössten Arbeitgeber in den Regionen, in denen wir tätig sind. Daher haben wir einen potenziell bedeutenden Einfluss auf die verfügbaren Arbeitsplätze. Unser Ziel ist es, berufliche Chancen zu schaffen, Talente anzuziehen und Möglichkeiten für den beruflichen und persönlichen Aufstieg zu bieten. Im Mittelpunkt unseres Auftrags stehen die Förderung von Talenten und die Entwicklung von Führungskräften. Wir legen grossen Wert auf die Befähigung und den Unternehmergeist jedes einzelnen Mitarbeitenden.
Wir sind uns der potenziellen Risiken für unsere Mitarbeitenden bewusst und legen Wert auf gerechte, transparente und sichere Arbeitsbedingungen für alle. Dätwyler verfügt über systematische und umfassende interne Prozesse, die helfen, gesundheits- und sicherheitsrelevante Risiken zum Schutz unserer Mitarbeitenden zu minimieren.
Unsere langfristige Ambition
Als qualifiziertes und inklusives Netzwerk von Botschaftern und Mitwirkenden zusammenzuarbeiten und das Unternehmen so zu befähigen, über Trends auf dem Arbeitsmarkt auf dem Laufenden zu bleiben und ein toller Arbeitgeber zu sein.
Zukünftige Hauptziele
Engagement der Mitarbeitenden an allen Standorten über dem Branchen-Benchmark
Streben nach null Unfällen, null Verletzungen und einem gesunden Arbeitsumfeld
ISO-45001-Zertifikat an allen Produktionsstandorten
Unser Ansatz
Etabliertes Gesundheits- und Sicherheitsmanagement
Dätwyler verpflichtet sich, die Gesundheit und Sicherheit aller Mitarbeitenden, temporärer Mitarbeitenden, Auftragnehmer:innen und Besucher:innen zu schützen, indem sie sich an die gesetzlichen Normen und Best Practices hält. Das Sicherheits- und Gesundheitsmanagement von Dätwyler konzentriert sich auf die Entwicklung und Koordination von Systemen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und zur Vermeidung von Unfällen. Mit dem „Null Unfälle“-Ansatz will Dätwyler die Unfallzahlen weltweit senken. Ein multidisziplinäres Team arbeitet zusammen, um globale Gesundheits- und Sicherheitsinitiativen zu fördern und zu koordinieren.
Die kontinuierliche Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz erfordert standardisierte Prozesse, Transparenz und die Überprüfung der Wirksamkeit von Massnahmen. Dätwyler ermutigt ihre Standorte, Schulungen zu organisieren, regelmässig interne und externe Audits durchzuführen und die Mitarbeitenden anzuhalten, Sicherheitsbeobachtungen zu melden. Im Rahmen ihres Engagements strebt Dätwyler an, alle Standorte nach der Sicherheitsnorm ISO 45001 zu zertifizieren. Dreizehn Standorte sind bereits zertifiziert und decken damit rund zwei Drittel der Dätwyler Belegschaft ab.
Sichtbarkeit schaffen mit einem Dashboard
Dätwyler arbeitet an der systematischen Erfassung und Visualisierung von Unfällen, deren Schwere und Fehlzeiten. Im Jahr 2024 entwickelte ein interdisziplinäres Team ein Dashboard zur Visualisierung wichtiger Personalanalysen, einschliesslich Unfalldaten, um Trends frühzeitig zu erkennen und eine proaktive Planung zu unterstützen. Dätwyler fördert den Wissensaustausch innerhalb der EHS-Community und lädt alle EHS-Manager ein, zusammenzuarbeiten und Erkenntnisse auszutauschen.
Verbesserung der Kennzahlen zur Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
Dätwyler definiert einen Arbeitsunfall als ein Ereignis im beruflichen Umfeld, das zu einer Verletzung, einer Berufskrankheit oder einem Todesfall eines Mitarbeitenden führt, wobei die lokalen gesetzlichen Definitionen berücksichtigt werden. Im Laufe des Jahres 2024 verzeichnete Dätwyler 106 Arbeitsunfälle, die zu 1’864 Abwesenheitstagen führten. Dätwyler verfolgt den Unfallschweregrad, berechnet als Abwesenheitstage aufgrund von Arbeitsunfällen geteilt durch die Gesamtarbeitsstunden multipliziert mit 1’000. Für das Jahr 2024 ergibt sich ein Wert von 0.12 (Vorjahr: 0.10).
Die krankheitsbedingten Absenzen haben im Vergleich zu 2023 abgenommen und betrugen im Berichtsjahr 44’035 Tage (Vorjahr: 48’508) bzw. 5.48 Tage pro Vollzeitstelle (Vorjahr: 5.84), was über dem Ziel von vier krankheitsbedingten Absenzen pro Jahr und Vollzeitstelle liegt.
Dätwyler engagiert sich weiterhin für die Reduktion von Absenzen und die Steigerung der Arbeitsmotivation durch ein systematisches Absenzenmanagement und individuelle Beratungen.
Lernen und Entwicklung
Dätwyler unterstützt Ausbildungs- und Umschulungsprogramme zur Förderung der fachlichen und sozialen Kompetenzen der Mitarbeitenden auf allen Stufen. Dazu gehören Lehrstellen, Weiterbildungsmöglichkeiten sowie berufliche und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten. Dätwyler will eine selbstlernende Organisation sein und eine Kultur fördern, in der jede/jeder ihr/sein volles Potenzial ausschöpfen kann.
Lernen und Entwicklung spielen eine zentrale Rolle bei der Kultivierung der Kultur und des Wachstumsdenkens, die zum Erreichen dieser Vision notwendig sind. Im Jahr 2024 erweiterte Dätwyler das digitale Lernangebot im Learning Management System (LMS) mit Kursen zu Themen wie Digital Mindset, Verhalten am Arbeitsplatz und Menschenrechte. Ein bemerkenswerter Meilenstein war das Erreichen von 100'000 Anmeldungen im LMS im September 2024, was das anhaltende Interesse an dem Lern- und Entwicklungskatalog widerspiegelt. Darüber hinaus wurde ein neuer externer Katalog in das System integriert, der auf die Fähigkeiten von Geschäftspartnern abzielt.
Führung und Befähigung der Mitarbeitenden
Dätwyler ist bestrebt, ein psychologisch sicheres, vertrauensvolles und lebendiges Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem die Mitarbeitenden ihre Meinung äussern, den Status quo infrage stellen, ihre Ideen einbringen und an diesen arbeiten können. Wir bei Dätwyler sind uns bewusst, dass die Schaffung und Aufrechterhaltung eines vitalen und leistungsstarken Arbeitsplatzes an der Spitze beginnt.
Im Jahr 2024 hat Dätwyler ihre Mitarbeitenden durch führungsorientierte Schulungen weiter gestärkt und eine Kultur des Respekts und der Anerkennung gefördert. Das WeLead-Programm, eine modulare Reihe von Off-the-Job-Schulungen, ist das Herzstück dieser Strategie. Jedes Modul hat spezifische Lernziele, die darauf zugeschnitten sind, den Führungskräften zu helfen, einen effektiven Führungsstil in einem sich ständig verändernden Geschäftsumfeld anzuwenden.
Im Laufe des Jahres 2024 nahmen 131 Mitarbeitende aktiv an 10 WeLead-Kursen teil, darunter zwei neue Module, die die entscheidenden Gesprächsfähigkeiten unserer Führungskräfte stärken und erfahrenen Führungskräften helfen sollen, mit Führungsparadoxien umzugehen.
Als Reaktion auf das regionale Wachstum und die gestiegene Nachfrage investierte Dätwyler in Vor-Ort-Kurse in Deutschland, der Schweiz und der Tschechischen Republik, um die Qualität der Kurse weiter zu verbessern und ein effektives Lernerlebnis zu bieten.
Talent- und Nachfolgemangement
2024 bekräftigte Dätwyler ihr Engagement im Talent- und Nachfolgemanagement. Leistungs-/Potenzialabgleiche von Teams dienen als Grundlage für Talentkonferenzen auf Standort-, Business Unit- und Dätwyler Ebene. Dätwyler bietet den Talenten ein Portfolio an Entwicklungsmöglichkeiten, wie z. B. eine persönliche Karriereberatung.
Leistungsmanagement
Schrittweise Einführung einer globalen Job-Architektur und Job-Grading
Dätwyler setzte die Einführung einer globalen Job-Architektur und eines Job-Grading-Systems fort. Dieses System zielt darauf ab, weltweit einheitliche HR-Praktiken und -Standards zu etablieren und damit die Karriereentwicklung, das Leistungsmanagement, die Mitarbeitendenentwicklung und die Vergütungspraxis zu verbessern.
Persönliche Leistungsbeurteilungen unterstützen Entwicklung
Bei Dätwyler werden die individuellen Ziele nicht mehr für die Bestimmung der variablen Vergütung herangezogen. Individuelle Ziele bleiben aber ein fester Bestandteil der Förderung der persönlichen Entwicklung der Mitarbeitenden. Mindestens einmal im Jahr führen alle Führungskräfte und Mitarbeitenden einen strukturierten Dialog, in dem sie sich über Schlüsselaufgaben, Dätwyler Kompetenzen und Entwicklungsmöglichkeiten austauschen.
Entlohnung und Sozialleistungen –Lohntransparenz für Lohngleichheit
In Vorbereitung auf die EU-Lohntransparenzrichtlinie, die im Jahr 2027 fällig wird, analysiert, überwacht und bewertet Dätwyler proaktiv die Lohngleichheit, um sich darauf vorzubereiten. Unterstützt durch ein marktführendes Pay Analytics Tool, führen wir die Analyse derzeit erstmals regional für Europa durch.
Mitarbeitendenbefragungen
Engagierte, anpassungsfähige und motivierte Mitarbeitende sind für den Erfolg von Dätwyler unerlässlich. Um die Zufriedenheit und das Engagement der Mitarbeitenden über verschiedene Parameter zu messen, führt Dätwyler regelmässig eine umfassende Mitarbeitendenbefragung durch, zuletzt 2023 für die gesamte Gruppe. Der Wert von 85 (von 100)1 spiegelt die Beständigkeit der letzten Umfrage im Jahr 2020 wider und übertrifft den Branchen-Benchmark von 82. Unser Ziel für das nächste Jahr ist es, diesen hohen Standard zu halten. Im Jahr 2024 haben wir die vorbereitenden Schritte für die nächstjährige Umfrage unternommen und gleichzeitig die Umsetzung der zuvor festgelegten Massnahmen fortgesetzt.
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Wertorientierte Zusammenarbeit mit Kunden
Dätwyler arbeitet eng mit ihren Kunden zusammen, die vorwiegend in gesellschaftlich wichtigen Marktsegmenten tätig sind. Gemeinsam mit ihnen kann Dätwyler ihre Wirkung verstärken und qualitativ hochwertige Endverbraucherprodukte herstellen, die Leben retten. Die Komponenten von Dätwyler sind in Milliarden von Spritzen und in jedem zweiten Auto weltweit unverzichtbar und erhöhen die Sicherheit von Patientinnen und Patienten sowie Fahrerinnen und Fahrern unter anspruchsvollen Bedingungen. Auf strategischer Ebene liegt unser Fokus auf der Sicherstellung der Verfügbarkeit wichtiger medizinischer Komponenten in Zusammenarbeit mit unseren Kunden im Gesundheitswesen. Durch diese strategischen Partnerschaften treibt Dätwyler Innovation und Nachhaltigkeit bei der Lieferung von systemkritischen Komponenten voran.
Unsere langfristige Ambition
Von Kunden als Nachhaltigkeitsführer wahrgenommen werden.
Zukünftige Hauptziele
Hohe Kundenbewertung für Nachhaltigkeit
Unser Ansatz
Mit mehr als 100 Jahren Erfahrung und einem globalen Produktionsfussabdruck ist Dätwyler mit ihrer Material-, Technik- und Produktionskompetenz Marktführerin für systemkritische Elastomerverbindungen.
Die Null-Fehler-Philosophie und der „Quality by Design“-Ansatz von Dätwyler sorgen für hohe Standards in Design und Fertigung, während die Nachhaltigkeit zu einem integralen Bestandteil des Dätwyler Kundenversprechens geworden ist.
Systemkritische Elastomerkomponenten liefern
Die Kernkompetenzen von Dätwyler –Lösungsdesign, Materialexpertise und operative Exzellenz – bilden die Grundlage für das wertorientierte Engagement und den Co-Engineering-Ansatz für Kunden aus allen Branchen. Sie ermöglichen es Dätwyler, die Kunden als Entwicklungspartner zu unterstützen – von der ersten Designstudie über die Prototypenphase bis hin zur globalen Produktion von Milliarden von Teilen über den gesamten Lebenszyklus des Produkts.
Die systemkritischen Elastomerkomponenten von Dätwyler tragen wesentlich dazu bei, dass die Systeme der Kunden in den gesellschaftlich wichtigen globalen Marktsegmenten Healthcare, Mobility, Connectivity, General Industry und Food & Beverage einwandfrei und sicher funktionieren.
Nachhaltigkeit durch Zusammenarbeit fördern
Dätwyler fördert ihre Nachhaltigkeitsstrategie aktiv als Mehrwert für die Kunden. Es ist das ausdrückliche Ziel von Dätwyler, die Zusammenarbeit mit den Kunden im Bereich Nachhaltigkeit zu fördern, um die Wirkung zu maximieren. Kunden sprechen Dätwyler zunehmend auf ökologische und soziale Themen an, wobei die Erwartungen an die Transparenz von Messgrössen wie dem CO2-Fussabdruck der Produkte steigen.
Der dringende Bedarf an Emissionsreduktionen erfordert Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Als Gründungsmitglied der Alliance to Zero trägt Dätwyler aktiv zu dieser gemeinnützigen Vereinigung bei, die die pharmazeutische Lieferkette vertritt. Ziel der Alliance to Zero ist es, dem Pharmasektor den Übergang zu Netto-Null-Emissionen zu erleichtern und sich dabei an den Zielen des Pariser Klimaabkommens zu orientieren.
Kundenzufriedenheit
Dätwyler erhebt regelmässig die Kundenzufriedenheit, zuletzt im vierten Quartal 2023. Die Umfrage wurde an alle Kunden verschickt und wir erhielten rund 500 aussagekräftige Kundenantworten in einer vollständig selbst entwickelten digitalen Umfrage zur Verbesserung der Nachhaltigkeit. Die Ergebnisse wurden in einer digitalen Berichtsplattform veröffentlicht, und es wurde eine detaillierte Übersicht erstellt, um kontinuierliche Verbesserungsmassnahmen und Aktionspläne einzuleiten. Alle Organisationseinheiten und Standorte wurden ermutigt und unterstützt, die Ergebnisse zu analysieren, Schlüsselmassnahmen für Verbesserungen abzuleiten und das Feedback transparent in unserer Organisation zu teilen. Die Kunden hatten die Möglichkeit zu antworten, inwieweit sie mit verschiedenen Aussagen übereinstimmen, was zu einer Punktzahl von 0 bis 10 führte.
Ein zentrales Ergebnis dieser Umfrage war die Wahrnehmung von Dätwyler im Markt, wobei folgende Bewertungen (0 bis 10 – im Vergleich zu unseren Mitbewerbern) erzielt wurden:
Dätwyler bietet qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen – Bewertung 8.2
Dätwyler ist für mich ein bevorzugter Partner/Lieferant – Bewertung 7.9
Dätwyler ist ein innovatives, technisch fortschrittliches Unternehmen – Bewertung 7.9
Am Ende der Umfrage wurde die Standardfrage des Net Promoter Score (NPS) gestellt: „Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie uns auf einer Skala von 0 bis 10 weiterempfehlen würden?“, woraus sich die Bewertung der Kundenzufriedenheit ergab. Im Jahr 2023 erreichten wir einen NPS von 46.501, und unsere Kunden bewerteten uns im Vergleich zu unseren Mitbewerbern bei allen Kriterien besser. Wir haben zwar einen niedrigeren NPS als bei unserer letzten Umfrage im Jahr 2020 (56.50) erhalten, aber unser Ehrgeiz hört hier nicht auf; wir werden unsere Produkte und Dienstleistungen für unsere Kunden, die Branche und die Märkte kontinuierlich verbessern.
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Um besser zu verstehen, wie die Bemühungen von Dätwyler wahrgenommen werden, nimmt das Unternehmen Fragen zur Nachhaltigkeit in seine Kundenumfragen auf. Die Kunden bewerteten das Engagement von Dätwyler für Nachhaltigkeit, die Unternehmensführung, die Fähigkeit, Nachhaltigkeitsanforderungen zu erfüllen, sowie nachhaltige Innovationen und verglichen diese Aspekte mit denen anderer Unternehmen der Branche. Bei allen nachhaltigkeitsbezogenen Fragen bewerteten die Kunden die Leistungen von Dätwyler besser als die der Konkurrenz, was das Engagement von Dätwyler für hohe Standards in der Umwelt- und Sozialverantwortung widerspiegelt.
Kundengesundheit und -sicherheit und Chemical Compliance
Dätwyler hält an ihren Produktionsstandorten verschiedene Chemikalienvorschriften ein und erfüllt dabei sowohl gesetzliche Informationspflichten als auch spezifische Branchen- und Kundenanforderungen. Zu den wichtigsten Vorschriften gehören die EU-Verordnungen REACH (Verordnung 1907/2006) und CLP (Verordnung 1272/2008), die weltweit zu den strengsten für die Sicherheit und den Umgang mit Chemikalien zählen.
Durch proaktives Chemical Compliance Management übertrifft Dätwyler die gesetzlichen Anforderungen zum Schutz der Gesundheit von Mitarbeitenden und Kunden und stellt sicher, dass die Produkte den Anforderungen eines dynamischen globalen Marktes entsprechen. Im Jahr 2024 meldete Dätwyler keine Verstösse gegen Produktgesundheits- und Sicherheitsstandards.
Menschenrechte und Chancengleichheit
Dätwyler verpflichtet sich, die Menschenrechte und Arbeitsstandards zu unterstützen und zu respektieren, und verlangt dies auch von ihren Geschäftspartnern. Durch die Sensibilisierung für Menschenrechtsfragen und potenzielle Auswirkungen auf die Menschenrechte in der gesamten Wertschöpfungskette kann Dätwyler die Achtung der Grundrechte und der Würde aller Personen in der Belegschaft und in der gesamten Wertschöpfungskette sicherstellen und die operativen und Reputationsrisiken im Zusammenhang mit Menschenrechten und Arbeitsstandards minimieren.
Unsere langfristige Ambition
Menschenrechtserwägungen werden bei allen Geschäftsentscheidungen selbstverständlich berücksichtigt.
Zukünftige Hauptziele
Verankerung menschenrechtlicher Sorgfalt und Überlegungen in allen wichtigen Prozessen, Verträgen und Beziehungen entlang der Wertschöpfungskette.
Unser Ansatz
Dätwyler ist bestrebt, das Bewusstsein für Menschenrechtsfragen und ihre potenziellen Auswirkungen in allen ihren weltweiten Betrieben und bei ihren Mitarbeitenden zu stärken. Mit diesem gesteigerten Bewusstsein und Fokus auf das Thema erwarten wir, dass wir und unsere Geschäftspartner zunehmend proaktiver und effektiver werden, wenn es darum geht, potenzielle Menschenrechtsprobleme zu erkennen und entsprechend zu handeln sowie sie erfolgreich zu verhindern, zu beenden oder zu mildern.
Unser Engagement
Dätwyler verpflichtet sich zu hohen Standards der Geschäftsethik und Integrität. Unser Bekenntnis zu den Menschenrechten spiegelt sich in unseren offiziellen Unternehmenswerten und in unserem Verhaltenskodex sowie im Beitritt zum UN Global Compact im Jahr 2009 wider.
Wir sind uns bewusst, dass Unternehmen, wo auch immer sie tätig sind, potenziell einen Einfluss auf die Menschenrechte haben können, entweder durch ihre eigene Tätigkeit oder durch Geschäftsbeziehungen entlang der Wertschöpfungskette. Die Achtung der Menschenrechte durch Dätwyler erstreckt sich daher auf alle Personen im eigenen Betrieb und entlang der Wertschöpfungskette, einschliesslich aller Mitarbeitenden, wichtiger Kunden, Lieferanten, Geschäftspartner und anderer Parteien, die direkt mit dem Betrieb, den Produkten und Dienstleistungen in Verbindung stehen.
Um unser Engagement für die Unterstützung und Achtung der Menschenrechte durch verantwortungsvolle Geschäftspraktiken, die mit international anerkannten Menschenrechtsstandards im Einklang stehen, weiter zu formalisieren, haben wir eine spezielle Menschenrechtsrichtlinie entwickelt und 2023 sowohl von unserem Verwaltungsrat als auch von der Konzernleitung genehmigt.
Als Teil der Risikomanagementprozesse von Dätwyler legt diese Richtlinie einen wirksamen und proaktiven Rahmen für unser Risikomanagement in Bezug auf Menschenrechtsfragen durch einen Prozess der Sorgfaltspflicht in Bezug auf Menschenrechte (Englisch: Human Rights Due Diligence, kurz HRDD) fest.
Wir orientieren uns an internationalen Menschenrechtsrahmen, zu denen unter anderem die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs), die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (UDHR), der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR), der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (ICESCR), die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die UNICEF-Grundsätze für Kinderrechte und Unternehmen (CRBP) sowie die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen gehören.
Fortschritte im Berichtsjahr
Im Jahr 2024 haben wir uns auf die folgenden Punkte konzentriert und diese umgesetzt:
Verfeinerung unserer Beschwerde- und Whistleblowing-Kanäle für die Meldung mutmasslicher Menschenrechtsverletzungen
Durchführung der ersten CSR-Lieferantenaudits
Förderung von Menschenrechtskriterien im Zusammenhang mit Lieferanten, wie z. B. Überwachung der Lieferantenleistung, Richtlinie für nachhaltige Beschaffung, Sozial- und Umweltklauseln in Beschaffungsverträgen
Schulungen für die Führungsteams der Standorte
Parallel dazu wurden weitere Massnahmen eingeleitet, die nach und nach umgesetzt werden, z. B. die Einbettung von Menschenrechtsthemen in verschiedene HR-Prozesse, die Integration von Menschenrechtsanforderungen in das Lieferantenauswahlverfahren, zusätzliches Schulungs- und Kommunikationsmaterial sowie die Bewertung von Menschenrechtsrisiken an allen Betriebsstandorten und bei bestimmten Lieferanten.
Chancengleichheit
Dätwyler hat null Toleranz für Diskriminierung, Erniedrigung, Unterdrückung, Belästigung oder Beleidigungen bezüglich des Geschlechts, der Herkunft, Nationalität, Religion oder Hautfarbe eines jeden Menschen.
Unsere Vision ist es, eine integrative Kultur zu schaffen, in der wir uns alle entfalten können –und gemeinsam eine nachhaltige Zukunft aufzubauen. Eine unserer Messgrössen, um den DEIB (Diversity, Equity, Inclusion and Belonging)-Puls unseres Unternehmens zu messen, ist die Anzahl der weiblichen Mitarbeiterinnen in Führungspositionen, wo die Quote von 19.9% auf 22.0% gestiegen ist.
Engagement für Nachhaltigkeit
Bei Dätwyler geht es nicht nur darum, Geschäfte zu machen, sondern auch darum, in den Gegenden, in denen wir tätig sind, einen dauerhaften positiven Einfluss auszuüben. Durch unser Engagement für Nachhaltigkeit wollen wir unsere lokalen Gemeinschaften unterstützen.
Wir fördern ehrenamtliche Tätigkeiten, spenden und verbessern die lokale Infrastruktur durch lokale Projekte, die das Leben der Menschen verbessern. Wir sind davon überzeugt, dass unser Erfolg eng mit dem Wohlergehen der Menschen verbunden ist, die an den Orten leben, an denen wir tätig sind. Wir sind ein Teil ihrer Gemeinschaft und setzen uns gemeinsam für eine bessere Zukunft ein.
Unsere langfristige Ambition
Einbindung der Dätwyler Mitarbeitenden an all unseren Standorten in relevante gesellschaftliche Gemeinwesenarbeit.
Zukünftige Hauptziele
Mindestens eine externe gemeinnützige Aktivität pro Standort und Jahr.
Unser Ansatz
Ein Beitrag für die Gesellschaft
Im Mai 2024 wurde der brasilianische Bundesstaat Rio Grande do Sul von schweren Unwettern heimgesucht, die in der Region, in der wir tätig sind, Überschwemmungen mit erheblichen Schäden verursachten. Dätwyler und ihre Teams rund um den Globus bewiesen bemerkenswerte Solidarität, indem sie finanzielle Unterstützung für unmittelbare Bedürfnisse anboten und für die Linderung von Grundbedürfnissen spendeten und so in einer schwierigen Zeit dringend benötigte Hilfe leisteten.
Förderung der lokalen Gemeinschaften
Die wichtigsten Werke von Dätwyler leisten einen bedeutenden Beitrag zur lokalen Wirtschaft und bieten sowohl direkte Arbeitsplätze als auch indirekte wirtschaftliche Vorteile. Die Gemeinschaften profitieren nicht nur von den Steuern, die Dätwyler und ihre Mitarbeitenden zahlen, sondern auch von den wirkungsvollen Gemeinschaftsprojekten, die an den Standorten initiiert werden. Diese Projekte konzentrieren sich auf die Bildung, die Bewältigung kritischer menschlicher Bedürfnisse und die Förderung der Integration von Minderheitengruppen. Im Rahmen der breit angelegten Bildungsinitiativen unterstützt Dätwyler die gezielte Förderung von begabten Studierenden und stärkt mit ihren Beiträgen an die ETH (Eidgenössische Technische Hochschule)-Stiftung den Innovationsstandort Schweiz.
Im Jahr 2024 engagierten sich 70% aller Standorte in mindestens einer externen Community-Aktivität. Indem wir intern und extern regelmässig über unsere Erfahrungen berichten, wollen wir einen Multiplikatoreffekt erzielen, der andere dazu anregt, über sich hinauszuwachsen.
Unsere Teams widmen ihre Zeit dem Gemeinwesen, um vor Ort etwas zu bewirken und gleichzeitig den Zusammenhalt im Team zu stärken. Im Jahr 2024 arbeitete ein Team unseres Standorts in Middletown (USA) ehrenamtlich bei Our Daily Bread und unser Team in Viadanica (Italien) begleitete eine Gruppe junger Erwachsener mit Behinderungen bei einem Skitag. Durch die Teilnahme an einem Laufwettbewerb sammelte ein Team aus Alken, Belgien, Geld, das an Pelicano gespendet werden soll, um Kinder bei der Teilnahme an Sportveranstaltungen zu unterstützen.
2.6 Regulatorien, Standards und Frameworks
TCFD-Bericht
Dätwyler berichtet über klimabezogene Risiken und Chancen in Übereinstimmung mit den TCFD-Richtlinien (Task Force on Climate-related Financial Disclosures) und deckt dabei die Themen Unternehmensführung, Strategie, Risikomanagement sowie wichtige Kennzahlen und Ziele ab.
Referenztabelle zu den nicht-finanziellen Belangen des Schweizerischen Obligationenrechts
Der vorliegende Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht deckt die vom Schweizerischen Obligationenrecht geforderten Informationen zu den nicht-finanziellen Belangen ab. Die beiliegende Tabelle zeigt den Zusammenhang zwischen den für Dätwyler wesentlichen Themen und den nicht-finanziellen Belangen gemäss Artikel 964b des Schweizerischen Obligationenrechts.
Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht
Dätwyler verpflichtet sich, die Menschenrechte zu unterstützen und zu respektieren, wie sie in den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs) dargelegt sind.
GRI-Inhaltsindex
Der Dätwyler Nachhaltigkeitsbericht ist ein integraler Bestandteil des Geschäftsberichts 2024. Der Bericht wurde im Einklang mit GRI-Standards 2021 erstellt.
UN Global Compact
Seit 2009 ist Dätwyler Mitglied des UN Global Compact. Unter dem unten stehenden Link finden Sie die Fortschrittsmitteilung, die wesentliche Aspekte der zehn Prinzipien des UN Global Compact zusammenfasst.
2.7 Anhang
ESG Datentabellen
Energieverbrauch
2020 |
2021 |
2022 |
2023 |
2024 |
|
|---|---|---|---|---|---|
Energie insgesamt (MWh) |
247'079 |
267'876 |
308'934 |
318'114 |
316'890 |
davon erneuerbare Quellen (MWh) |
39'610 |
79'117 |
90'856 |
97'761 |
160'291 |
Anteil erneuerbarer Quellen |
16.0 % |
29.5 % |
29.4 % |
30.7 % |
50.6 % |
Gesamtenergie pro Nettoumsatz (MWh/CHF Millionen) |
296.2 |
282.7 |
268.5 |
276.3 |
286.1 |
Heizstoffe (MWh) |
60'387 |
64'001 |
66'220 |
67'420 |
68'089 |
Heizstoffe pro Nettoumsatz (MWh/CHF Millionen) |
72.4 |
67.5 |
57.6 |
58.5 |
61.5 |
Überblick Strom und Fernwärme (MWh) |
186'692 |
203'848 |
242'714 |
250'694 |
248'801 |
Davon Strom (MWh) |
183'109 |
199'959 |
239'507 |
247'690 |
245'692 |
davon selbsterzeugter Strom (Photovoltaik) (MWh) |
X |
X |
X |
4'390 |
6'203 |
davon erneuerbare Quellen (MWh) |
36'162 |
75'375 |
87'729 |
94'794 |
157'366 |
Anteil erneuerbarer Quellen |
19.7 % |
37.7 % |
36.6 % |
38.3 % |
64.1 % |
Strom pro Nettoumsatz (MWh/CHF Millionen) |
219.5 |
211.0 |
208.2 |
215.1 |
221.8 |
Davon Fernwärme (MWh) |
3'583 |
3'889 |
3'207 |
3'004 |
3'109 |
davon erneuerbare Quellen (MWh) |
3'448 |
3'715 |
3'127 |
2'967 |
2'925 |
Anteil erneuerbarer Quellen |
96.2 % |
95.5 % |
97.5 % |
98.8 % |
94.1 % |
Nettoumsatz (CHF Millionen) |
834.1 |
947.6 |
1'150.6 |
1'151.5 |
1'107.7 |
Für den Bericht des Energieverbrauchs sind 2024 alle kontrollierten Unternehmen gemäss Finanzbericht einbezogen. Für neu akquirierte Unternehmen wurde der Energieverbrauch bis 2021 im ersten vollen Kalenderjahr einbezogen. Seit 2022 sind die neu akquirierten Unternehmen direkt nach der erfolgreichen Akquirierung einbezogen. Der Energieverbrauch des akquirierten Unternehmens Xinhui (China) wurde zum ersten Mal im März 2022 einbezogen und der von QSR (USA, Mexiko und China) im Mai 2022.
Treibhausgas-Emissionen (CO2eq)
| 2020 | 2021 | 2022 |
2023 |
2024 |
|
|---|---|---|---|---|---|
Gesamte Scope-1 und -2 (marktbasierte) -Emissionen (Tonnen) |
80'159 |
78'155 |
90'478 |
90'1166 |
61'2896 |
davon Scope 11 (Tonnen) |
12'509 | 13'285 |
13'798 |
13'8196 |
17'7186 |
davon Scope 22 - marktbasiert (Tonnen) |
67'650 | 64'870 |
76'680 |
76'2976 |
43'5716 |
davon Scope 23 - standortbasiert (Tonnen) |
– |
80'419 |
94'901 |
101'9056 |
100'2876 |
Total Scope-1 und -2-Emissionen pro Nettoumsatz 4 (Tonnen/CHF Millionen) |
96.1 | 82.5 |
78.6 |
78.36 |
55.36 |
Nettoumsatz (CHF Millionen) |
834.1 |
947.6 |
1'150.6 |
1'151.56 |
1'107.76 |
Biogene Emissionen5 - Ausserhalb der Scopes Tonnen |
1'207 |
1'300 |
1'094 |
1'0386 |
1'0246 |
____
Für den Bericht der CO2-Emissionen sind 2024 alle kontrollierten Unternehmen gemäss Finanzbericht einbezogen. Die Konsolidierung der Treibhausgasemissionen basiert auf dem Ansatz der Finanzkontrolle. Für neu akquirierte Unternehmen wurden CO2eq-Emissionen bis 2021 im ersten vollen Kalenderjahr einbezogen. Ab 2022 werden die neu erworbenen Unternehmen direkt nach der erfolgreichen Akquisition einbezogen. Die CO2eq-Emissionen des erworbenen Unternehmens Xinhui (China) wurden erstmals im März 2022 und QSR (USA, Mexiko und China) im Mai 2022 einbezogen. Das Treibhausgasinventar wurde in Übereinstimmung mit den Richtlinien des WRI/WBCSD Greenhouse Gas Protocol berechnet. Scope 1: Direkte Treibhausgasemissionen. Verwendeter Emissionsfaktor: DEFRA. Scope 2: Indirekte Treibhausgasemissionen aus der Erzeugung von Strom und Fernwärme, die von den Unternehmen eingekauft werden. Verwendete Emissionsfaktoren: IEA, EPA eGRID und DEFRA.
Die in Scope 1 ausgewiesenen THG-Emissionen stammen aus der stationären (nicht verkehrsbedingten) Verbrennung von fossilen Brennstoffen in den Anlagen (z. B. Kessel, Turbinen, Prozesswärme). Seit 2024 werden auch direkte THG-Emissionen im Zusammenhang mit der Verbrennung von Kraftstoffen aus mobilen Quellen (Fahrzeugflotte), direkte flüchtige Emissionen aus der Kühlung / Klimatisierung und Emissionen aus der Oxidation in unseren katalytischen Abluftreinigern (Englisch: Catalytic oxidizer systems, kurz CatOx) berücksichtigt. Diese zusätzlichen Kategorien erhöhten unsere Scope-1-Emissionen um 3'716 Tonnen.
Bei der Berechnung der Emissionen nach einem "marktbasierten Ansatz" spiegeln die Emissionsfaktoren für Standorte mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen die Emissionen aus dem Strom wider, für den sich die Standorte bewusst entschieden haben (vertragliche Vereinbarungen mit Stromanbietern), und für die übrigen Standorte wurden die Emissionsfaktoren des nationalen Stromnetzes verwendet.
Für die Berechnung der Emissionen nach einem "standortbasierten Ansatz" wurden die Emissionsfaktoren des nationalen Netzes für alle Standorte verwendet.
Das Verhältnis der Treibhausgasintensität basiert auf den Scope-1- und Scope-2-Emissionen (marktbasiert) pro Nettoumsatz, da dies die beste verfügbare Annäherung an die Entwicklung des Produktionsoutputs ist.
Die ausgewiesenen biogenen Emissionen stammen aus der Fernwärme am Standort in der Schweiz, der Prozess- und Heizenergie aus einem nahegelegenen Holzheizwerk bezieht, und berücksichtigen die direkten Kohlendioxid-(CO2)-Auswirkungen der Verbrennung von Biomasse, wobei eine 100%ige Umwandlung der verbrannten Energie angenommen wird. Die entsprechenden Emissionen von Methan (CH4) und Lachgas (N2O) werden ab 2023 in Scope 2 ausgewiesen.
2023 |
|||
|---|---|---|---|
Tonnen |
% |
||
Gesamte Scope-1-Emissionen |
13'819 |
2 |
|
Gesamte Scope-2-Emissionen |
76'297 |
14 |
|
Gesamte Scope-3-Emissionen |
461'901 |
84 |
|
Eingekaufte Güter und Dienstleistungen |
396'644 |
72 |
|
Kapitalgüter |
2'879 |
1 |
|
Brennstoff- und energiebezogene Emissionen |
6'898 |
1 |
|
Transport und Distribution (vorgelagert) |
19'237 |
3 |
|
Abfälle aus dem Betrieb |
2'383 |
0 |
|
Geschäftsreisen |
4'657 |
1 |
|
Anfahrt Mitarbeitende |
12'648 |
2 |
|
Transport und Distribution (nachgelagert) |
5'488 |
1 |
|
Entsorgung von verkauften Produkten am Ende ihrer Lebensdauer |
11'067 |
2 |
Für den Bericht der CO2-Emissionen sind alle kontrollierten Unternehmen gemäss Finanzbericht einbezogen.
Wasserentnahme
| 2020 | 2021 | 2022 |
2023 |
2024 |
|
|---|---|---|---|---|---|
Grundwasser-Kühlsystem1 (m³) |
828'087 |
913'404 |
1'057'769 |
747'230 |
1'024'054 |
Trink-/Brauchwasser (m³) |
1'564'028 | 1’523’875 |
1'657'848 |
1'782'699 |
1'641'112 |
Wasser pro Nettoumsatz (m³/CHF Millionen) |
1'875.1 | 1’608.1 |
1'440.9 |
1'548.2 |
1'481.5 |
Nettoumsatz (CHF Millionen) |
834.1 | 947.6 |
1'150.6 |
1'151.5 |
1'107.7 |
Für den Bericht des Wasserverbrauchs sind 2024 alle 27 Produktionsstandorte einbezogen. Standorte, an denen nur Bürotätigkeiten stattfinden, wurden aufgrund ihrer geringen Auswirkungen ausgeschlossen. Für neu akquirierte Unternehmen wurde der Wasserverbrauch bis 2021 im ersten vollen Kalenderjahr einbezogen. Seit 2022 sind die neu akquirierten Unternehmen direkt nach der erfolgreichen Akquirierung einbezogen. Der Wasserverbrauch des akquirierten Unternehmens Xinhui (China) wurde zum ersten Mal im März 2022 einbezogen und der von QSR (USA, Mexiko und China) im Mai 2022.
Grundwasserentnahme in der Schweiz für das Grundwasserkühlsystem. Da es sich hierbei um einen geschlossenen Kreislauf an unserem Produktionsstandort handelt, wird die Menge separat ausgewiesen und ist weder in der Zeile «Trink-/Brauchwasser» noch in der Zeile «Wasser pro Nettoumsatz» enthalten.
Abfallentsorgung
| 2020 | 2021 | 2022 |
2023 |
2024 |
|
|---|---|---|---|---|---|
Gesamter Abfall (Tonnen) |
14'119 | 17'205 |
20'656 |
21'488 |
21'881 |
davon normaler Abfall (Tonnen) |
13'361 | 16'435 |
19'617 |
20'514 |
20'828 |
davon Sonderabfall (Tonnen) |
758 | 770 |
1'039 |
974 |
1'053 |
davon Recycling/Wiederverwendung (Tonnen) |
10'253 |
12'750 |
14'452 |
15'440 |
16'224 |
davon Verbrennung/Deponien (Tonnen) |
3'866 |
4'455 |
6'204 |
6'048 |
5'657 |
Anteil des Abfalls, der dem Recycling oder Wiederverwertung zugeführt wird |
72.6 % | 74.1 % |
70.0 % |
71.9 % |
74.1 % |
Gesamter Abfall pro Nettoumsatz (Tonnen/CHF Millionen) |
16.9 | 18.2 |
18.0 |
18.7 |
19.8 |
Nettoumsatz (CHF Millionen) |
834.1 | 947.6 |
1'150.6 |
1'151.5 |
1'107.7 |
Für den Bericht der Abfallmenge sind 2024 alle 27 Produktionsstandorte einbezogen. Standorte, an denen nur Bürotätigkeiten stattfinden, wurden aufgrund ihrer geringen Auswirkungen ausgeschlossen. Für neu akquirierte Unternehmen wurde die Abfallmenge bis 2021 im ersten vollen Kalenderjahr einbezogen. Seit 2022 sind die neu akquirierten Unternehmen direkt nach der erfolgreichen Akquirierung einbezogen. Die Abfallmenge des akquirierten Unternehmens Xinhui (China) wurde zum ersten Mal im März 2022 einbezogen und die von QSR (USA, Mexiko und China) im Mai 2022.
Mitarbeitendenstruktur
2020 |
2021 |
2022 |
2023 |
2024 |
|
|---|---|---|---|---|---|
Anzahl Mitarbeitende im Jahresdurchschnitt |
6'539 |
6'794 |
8'191 |
8'431 |
8'154 |
davon weiblich |
37.4 % |
36.4 % |
35.7 % |
35.8 % |
34.5 % |
Durchschnittliche Anzahl festangestellter Mitarbeitender |
5'928 |
6'035 |
7'371 |
7'674 |
7'370 |
davon weiblich |
39.4 % |
38.1 % |
36.9 % |
36.7 % |
36.1 % |
Durchschnittliche Anzahl befristeter Mitarbeitender |
611 |
759 |
820 |
757 |
784 |
Durchschnittliche Anzahl Vollzeitmitarbeitende |
5'692 |
5'830 |
7'145 |
7'441 |
7'104 |
davon weiblich |
38.7 % |
37.4 % |
36.2 % |
36.2 % |
35.7 % |
Durchschnittliche Anzahl Teilzeitmitarbeitende |
199 |
188 |
205 |
208 |
218 |
davon weiblich |
63.3 % |
63.8 % |
62.4 % |
58.2 % |
53.7 % |
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeitende mit Position im höheren Management |
165 |
169 |
227 |
256 |
250 |
davon weiblich |
18.8 % |
18.3 % |
19.4 % |
19.9 % |
22.0 % |
Anzahl Mitarbeitende Ende des Zeitraums |
6'456 |
6'909 |
8'698 |
8'178 |
8'030 |
Eintritt von Mitarbeitenden (Neuzugänge, Wachstum in vorhandenen Positionen/Nachfolge) |
654 |
1'447 |
1'271 |
1'530 |
1'730 |
Austritte von Mitarbeitenden |
1'082 |
994 |
1'348 |
2'050 |
1'878 |
davon freiwillige Abgänge |
622 |
911 |
1'129 |
1'491 |
1'569 |
Rate der Neueinstellungen |
11.0 % |
24.0 % |
17.2 % |
19.9 % |
23.5 % |
Fluktuationsrate |
10.5 % |
15.1 % |
15.3 % |
19.4 % |
21.3 % |
Die Fluktuationsrate wird berechnet, indem die Anzahl der freiwillig ausgetretenen Mitarbeitenden durch die durchschnittliche Anzahl Mitarbeitende für das Jahr geteilt wird (befristete Anstellungsverträge nicht inbegriffen).
Freiwillige Abgänge
2020 |
2021 |
2022 |
2023 |
2024 |
|
|---|---|---|---|---|---|
Männlich |
375 |
505 |
635 |
875 |
949 |
Fluktuation |
10.4 % |
13.5 % |
13.6 % |
18.0 % |
20.2 % |
Weiblich |
247 |
406 |
494 |
616 |
620 |
Fluktuation |
10.6 % |
17.6 % |
18.2 % |
21.9 % |
23.3 % |
Unter 30 |
240 |
333 |
407 |
683 |
735 |
30-50 |
337 |
513 |
603 |
717 |
738 |
Über 50 |
45 |
65 |
119 |
91 |
96 |
Höheres Management (Mgmt) |
23 |
19 |
24 |
13 |
26 |
Teamleitung (TL) |
9 |
5 |
8 |
8 |
32 |
Büroangestellte (exkl. Mgmt und TL) |
50 |
101 |
126 |
125 |
146 |
Produktionsmitarbeitende (exkl. Mgmt und TL) |
540 |
786 |
971 |
1'345 |
1'365 |
Vollzeitäquivalente Durchschnitt seit Jahresbeginn |
6'405 |
6'710 |
8'104 |
8'303 |
8'040 |
Vollzeitäkquivalente
2020 |
2021 |
2022 |
2023 |
2024 |
|
|---|---|---|---|---|---|
Vollzeitäkquivalente Ende des Zeitraums |
6'357 |
6'805 |
8'596 |
8'056 |
7'951 |
davon in Asien |
36.8 % |
35.3 % |
38.7 % |
38.6 % |
39.4 % |
davon in Nord- und Südamerika |
18.2 % |
19.4 % |
26.1 % |
25.4 % |
24.9 % |
davon in der Schweiz |
9.0 % |
9.5 % |
7.0 % |
7.1 % |
7.1 % |
davon im Rest von Europa |
36.0 % |
35.8 % |
28.2 % |
28.9 % |
28.6 % |
Fehlzeiten
2020 |
2021 |
2022 |
2023 |
2024 |
|
|---|---|---|---|---|---|
Insgesamt verfügbare Arbeitstage pro VZÄ (IVAT) |
1'687'029 |
1'840'544 |
1'946'404 |
2'204'351 |
2'129'169 |
Fehlzeiten insgesamt mit Ausnahme von Urlaubstagen |
75'485 |
67'313 |
83’978 |
77'724 |
73'994 |
Fehlzeiten insgesamt mit Ausnahme von Urlaubstagen in % von IVAT |
4.5 % |
3.7 % |
4.3 % |
3.5 % |
3.5 % |
davon Fehlzeiten auf Grund von Arbeitsunfällen (Tage) |
2'098 |
2'099 |
1'319 |
1'668 |
1'864 |
Arbeitsunfälle in Tagen pro VZÄ (Jahresdurchschnitt) |
0.33 |
0.31 |
0.17 |
0.20 |
0.23 |
Unfallschweregrad (Jahresdurchschnitt) |
- |
- |
0.09 |
0.101 |
0.121 |
davon krankheitsbedingte Fehlzeiten (Tage) |
41'878 |
44'736 |
48'340 |
48'508 |
44'035 |
Krankheit in Tagen pro VZÄ (Jahresdurchschnitt) |
6.54 |
6.67 |
6.37 |
5.84 |
5.48 |
VZÄ = Vollzeitäquivalent. IVAT = Insgesamt verfügbare Arbeitstage.