2.1 Einführung und Berichtsumfang
Der Nachhaltigkeitsbericht ist Teil des Geschäftsberichts von Dätwyler und bietet einen umfassenden und differenzierten Überblick über unsere Nachhaltigkeitsverpflichtungen und -fortschritte. Dätwyler berichtet ihre Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsleistungen (Englisch: Environment, Social, Governance, kurz ESG) seit vielen Jahren konsistent auf der Grundlage führender Rahmenwerke. Die Berichterstattung erfolgt gemäss den GRI-Standards sowie den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) als externe Berichtsrahmen und in Übereinstimmung mit den Artikeln 964a–c des Schweizerischen Obligationenrechts (OR). Eine separate Referenztabelle ordnet unsere wesentlichen Themen den gesetzlichen nicht-finanziellen Belangen gemäss Art. 964b OR zu.
Dätwyler hat sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen im Einklang mit der Science Based Targets initiative (SBTi) zu reduzieren. Die Validierung durch die SBTi bestätigt, dass unser Reduktionsziel für Scope-1- und Scope-2-Emissionen mit einem 1.5°C-Pfad im Einklang steht, während unser Scope-3-Ziel die SBTi-Kriterien für eine ambitionierte Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette erfüllt.
Dätwyler bekennt sich seit ihrem Beitritt im Jahr 2009 weiterhin zu den zehn Prinzipien des UN Global Compact. Darüber hinaus berichten wir unsere Umweltauswirkungen über CDP und haben zum zweiten Mal in Folge das EcoVadis-Platin-Rating erhalten, womit wir zu den besten 1% der mehr als 150'000 bewerteten Unternehmen in 185 Ländern zählen.
Im Jahr 2025 erhielt Dätwyler von KPMG eine begrenzte Sicherheit (Englisch: limited assurance) für ausgewählte nicht-finanzielle KPIs. Verifizierte Indikatoren umfassen:
Treibhausgas (CO2eq)-Emissionen (Scope 1 und 2) und Intensität der Treibhausgasemissionen (GRI 305-1, GRI 305-2, GRI 305-4 und GRI 305-5)
Unfallschweregrad
Angefallener Elastomerabfall (GRI 306-3)
Prozentsatz der Lieferanten, die nach Nachhaltigkeitszertifikaten zertifiziert sind
Anzahl der bestätigten Korruptionsvorfälle (GRI 205-3)
Die überprüften KPIs sind markiert mit «Geprüft durch KPMG».
Geschäftsmodell
Dätwyler produziert hochwertige, systemkritische Elastomerteile für globale Märkte wie Healthcare, Automotive, Industries und Food & Beverage. Zu den wichtigsten eingesetzten Materialien gehören Elastomere, Kunststoffe, Aluminium, Metalle und Verbrauchsmaterialien. Mit 25 Standorten auf vier Kontinenten verfügt Dätwyler über eine globale Produktionspräsenz mit eigenen Elastomer-Mischwerken, Formenbau und kundennahen Vertriebs- und F&E-Zentren.
Die Wertschöpfungskette von Dätwyler umfasst das Produktengineering, die Gestaltung von Produktionsprozessen, die Herstellung produktbezogener Betriebsmittel wie Formen, Komponenten-Mischungen und interne Fertigungsprozesse einschliesslich Kalandrieren, Formen, Entgraten und Verpacken. Die Komponenten werden an über 1'000 Kunden in mehr als 100 Ländern geliefert, wo sie in Endsysteme oder Endprodukte integriert werden. Unser Nettoumsatz, der sich auf insgesamt CHF 1'100.5 Millionen beläuft, wird hauptsächlich in Europa (CHF 580.3 Millionen), Nord- und Südamerika (CHF 291.1 Millionen) und Asien (CHF 223.6 Millionen) erzielt, während die übrigen Regionen als «andere Märkte» (CHF 5.5 Millionen) zusammengefasst werden.
Unser Geschäftsmodell basiert auf einer integrierten Wertschöpfungskette, die aufzeigt, wie wir über alle Stufen unserer operativen Tätigkeiten hinweg systematisch Mehrwert für unsere Kunden und Stakeholder schaffen.
-
Lieferanten von Monomeren, Grundchemikalien
Lieferanten von Silikon (Silikonsandabbau)
Lieferanten von Aluminiumerzen (Bauxitabbau)
Lieferanten von anderen Erzen und Mineralien (z. B. Talk oder Kaolin) / Lieferanten von Latexgummi
Lieferanten von verarbeiteten Rohstoffen, die von Tier 1 verwendet werden
-
Lieferanten von Rohstoffen und Halbfabrikaten (Elastomere, Silikon, Aluminium, Einlegeteile usw.)
Lieferanten von Handelswaren oder Fertigprodukten
Lieferanten von Verpackungsmaterial
Lieferanten von indirekten Materialien (z. B. Lösungsmittel, Formtrennmittel, Trockenentgratlösungen, Instandhaltungs-/Ersatzteile), interner Verbrauch
Lieferanten von Maschinen, Anlagen, Formen sowie Formkomponenten
Versorgungsdienstleister
-
Produktengineering
Gestaltung von Produktionsprozessen
Werkzeugbau
Entwickeln und Mischen von Komponenten
Interne Fertigungsprozesse (z. B. Kalandrieren, Formen, Entgraten)
Verpackung
Abfall-/Ausschuss- und Wasseraufbereitung im eigenen Betrieb
-
Verkaufsaktivitäten zur Vermarktung und zum Verkauf von Dätwyler Produkten
Vertriebspartner von Dätwyler Produkten
-
Montage von Dätwyler Komponenten zu Endsystemen (Direktkunden)
Integration in Endprodukte durch OEMs
Nutzung des Endprodukts (Endverbraucher/Konsument)
-
Entsorgung, Wiederverwendung, Recycling von Dätwyler Komponenten
Entsorgung, Wiederverwendung, Recycling von Endprodukten, die Dätwyler Komponenten enthalten
2.2 Integration der Nachhaltigkeit bei Dätwyler
Bei Dätwyler bedeutet Nachhaltigkeit, heute erfolgreich tätig zu sein und gleichzeitig langfristig Wert für alle Anspruchsgruppen zu schaffen. Wir streben danach, eine nachhaltige Zukunft aktiv mitzugestalten, indem wir wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte bei jeder Entscheidung ausgewogen berücksichtigen. Unsere Leistung wird anhand anerkannter Nachhaltigkeitsratings verfolgt, die eine ganzheitliche Sicht auf die wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte ermöglichen. Unser Ziel ist es, bis 2030 in allen relevanten Ratings zu den besten 25% unserer Branche zu gehören.
Durch die Integration wesentlicher ESG-Themen in die Strategie, die Unternehmensführung und das Risikomanagement stellt Dätwyler einen proaktiven und fest verankerten Nachhaltigkeitsansatz sicher.
ESG Führung
Überwachung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie (ESG) bei Dätwyler
Um ESG-Prinzipien auf allen Ebenen unserer Organisation zu verankern, haben wir klare Rollen und Zuständigkeiten definiert, um Ausrichtung, Verantwortlichkeit und Mitwirkung an unseren Nachhaltigkeitszielen sicherzustellen.
Die aktive Mitwirkung jeder Mitarbeiterin und jedes Mitarbeiters stellt sicher, dass sich unsere ESG-Bemühungen sowohl in strategischen Entscheidungen als auch im täglichen Handeln konsequent widerspiegeln.
Verwaltungsrat
Überwacht die übergeordnete ESG-Strategie und -Berichterstattung, die Festlegung von Zielen und die Sicherstellung der Verantwortlichkeit im gesamten Unternehmen.
Der Verwaltungsrat überwacht die Konzernleitung in definierten Angelegenheiten (z. B. Entwicklung und Verabschiedung der ESG-Strategie, zugehöriger Richtlinien und Ziele, Management ESG-bezogener Risiken, Übermittlung kritischer Anliegen sowie Genehmigung und Überwachung von Mitarbeitendenanreizen).Konzernleitung
Setzt die ESG-Strategie um und stellt die Ausrichtung an den Unternehmenszielen sicher, berichtet an den Verwaltungsrat.
Die Koordination der Nachhaltigkeitsaktivitäten liegt bei der Chief Financial Officer (CFO) und wird durch das Nachhaltigkeitsteam unterstützt. Der kontinuierliche Austausch mit der Konzernleitung, dem Verwaltungsrat sowie zentralen Funktionen stellt die strategische Ausrichtung an Nachhaltigkeitskriterien sowie deren Integration sicher.Gruppenfunktionen (z. B. Risiko, Compliance, HR)
Integrieren ESG-Aspekte in ihre jeweiligen Bereiche, steuern Risiken, definieren Richtlinien und unterstützen die Einhaltung von ESG-Standards.Business Units
Setzen ESG-Initiativen auf operativer Ebene um und richten die täglichen Aktivitäten an den ESG-Zielen und -Vorgaben von Dätwyler aus.Mitarbeitende
Befolgen die ESG-Richtlinien und -Praktiken in ihren Rollen und tragen zur Unternehmenskultur bei, die auf ethischem Verhalten, Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung basiert.
Unternehmensintegration
Alltägliche Nachhaltigkeitsthemen werden durch das Nachhaltigkeitsteam, die Business Areas, Business Units und Standorte sowie weitere globale Funktionen wie Human Resources, Einkauf, Technologie und Innovation, Kommunikation, Engineering und Compliance gesteuert.
Alle Dätwyler Mitarbeitenden tragen zum Thema Nachhaltigkeit bei.
Gesammeltes Wissen des Verwaltungsrats
Für die Verwaltungsratsmitglieder werden jährliche Sitzungen zum Wissensaustausch organisiert, mit dem Ziel, das kollektive Wissen, die Qualifikation und die Erfahrung in nachhaltiger Entwicklung voranzutreiben.
2025 wurden dem Verwaltungsrat die folgenden Themen präsentiert:
Update zu den Auswirkungen des EU-Omnibus-Pakets und des Vorschlags zur SBTi-Zielsetzung (Audit-Committee-Sitzung Mai 2025)
Überprüfung der Nachhaltigkeitsstrategie, einschliesslich Trends, strategischer Herausforderungen, langfristiger Ambitionen und Top-Prioritäten (Strategiesitzung September 2025)
Überprüfung und Genehmigung kurzfristiger Emissionsreduktionsziele für die SBTi (Audit-Committee- und Verwaltungsratssitzung September 2025)
Update zu regulatorischen Entwicklungen, Ratings, SBTi-Validierung und Nachhaltigkeitsbericht (Audit-Committee-Sitzung Dezember 2025)
Genehmigung des Nachhaltigkeitsberichts 2025 einschliesslich Klimabericht gemäss Schweizerischem Obligationenrecht (Audit-Committee- und Verwaltungsratssitzung Februar 2026)
Bewertung der Leistung des Verwaltungsrats
Jedes Jahr initiiert der Präsident des Verwaltungsrats eine unabhängige Bewertung der Fähigkeiten der Verwaltungsratsmitglieder anhand eines Fragebogens, der die Bereiche Führung, Kultur, Rollenverständnis, Teamarbeit, Verantwortlichkeit, Entscheidungsfindung, Kommunikation und Vorstandstätigkeiten, einschliesslich wirtschaftlicher, ökologischer, sozialer und Governance-Themen, abdeckt.
Die Fragebögen werden von den Mitgliedern des Verwaltungsrats individuell ausgefüllt und vom Präsidenten geprüft. Werden Kompetenzlücken oder Verbesserungspotenziale in der operativen Effizienz identifiziert, werden gezielte Weiterentwicklungsmassnahmen ergriffen.
Übermittlung kritischer Anliegen
Kritische Anliegen beziehen sich auf tatsächliche oder potenzielle negative Auswirkungen auf die Stakeholder, die über Beschwerdemechanismen oder andere Kanäle gemeldet werden. Diese können das Verhalten von Dätwyler bei den eigenen Tätigkeiten oder in Geschäftsbeziehungen betreffen.
Bei Dätwyler melden der CEO oder die CFO kritische Anliegen unverzüglich dem Verwaltungsrat. Sie werden im Compliance-Bericht sowie im jährlichen Risikomanagementbericht dokumentiert und dem Verwaltungsrat durch die CFO formell offengelegt.
2.3 ESG (Environment, Social, Governance)-Strategie
Um unsere Nachhaltigkeitsvision zu verwirklichen, heute erfolgreich zu wirtschaften und gleichzeitig langfristig Wert für alle Anspruchsgruppen zu schaffen, haben wir eine umfassende ESG-Strategie etabliert. Diese Strategie priorisiert Nachhaltigkeitsthemen mithilfe eines strukturierten Wesentlichkeitsprozesses und übersetzt die wesentlichen Themen in messbare Ziele, die unser Handeln leiten.
Wesentlichkeit
Dätwyler führte ihre erste Wesentlichkeitsanalyse im Jahr 2016 durch. Seitdem überprüfen und aktualisieren wir unsere wesentlichen Themen regelmässig, um sie an unsere Nachhaltigkeitsstrategie anzupassen. Dabei berücksichtigen wir die Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt sowie die damit verbundenen Risiken und Chancen für unseren Geschäftserfolg.
Aufbauend auf diesem kontinuierlichen Prozess führte Dätwyler Ende 2024 eine umfassende doppelte Wesentlichkeitsanalyse (Englisch: Double Materiality Assessment, kurz DMA) durch. Diese folgte dem Rahmenwerk der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) und diente der Vorbereitung auf die Anforderungen der EU Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Obwohl die CSRD aufgrund des EU-Omnibus-Pakets verschoben wurde, entschied sich Dätwyler, den diesjährigen Bericht gemäss den in der DMA definierten wesentlichen Themen zu strukturieren. Im Nachhaltigkeitsbericht 2024 wurden zwölf Schwerpunktthemen ausgewiesen. Diese werden nun durch die sieben neu definierten wesentlichen Themen abgelöst, die eine Neustrukturierung der Themen bei gleichbleibenden Inhalten widerspiegeln.
Die DMA wurde auf Basis des im Dokument «EFRAG IG 1: Materiality assessment implementation guidance» beschriebenen Wesentlichkeitsanalyseprozesses durchgeführt. Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse berücksichtigte sowohl die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt (Impact Materiality) als auch die Auswirkungen von Nachhaltigkeitsthemen auf Dätwyler in Form von Risiken und Chancen (Financial Materiality). Die DMA umfasste fünf zentrale Schritte:
Definition von Zweck und Umfang der DMA: Die Analyse wurde auf Gruppenebene durchgeführt, bezog alle Tochtergesellschaften ein und deckte die gesamte Wertschöpfungskette ab.
Identifikation potenzieller wesentlicher ESG-Themen: Es wurde eine Longlist potenzieller Themen entlang der eigenen Geschäftstätigkeit von Dätwyler sowie der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette erstellt. Betroffene Anspruchsgruppen wurden durch interne Stakeholder repräsentiert, wodurch deren Interessen bei der Validierung der Relevanz von Nachhaltigkeitsthemen berücksichtigt wurden.
Kategorisierung der ESG-Themen: Die ESG-Longlist wurde in logisch zusammenhängende Kategorien gebündelt. Ein Peer-Benchmarking stellte sicher, dass branchenspezifische Themen einbezogen wurden.
Identifikation und Bewertung von IROs (Impacts, Risks and Opportunities): Die Impact Materiality wurde durch die Multiplikation der Schwere der Auswirkungen (Ausmass × Reichweite × Möglichkeit zur Minderung) mit der Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Financial Materiality wurde durch die Multiplikation der finanziellen Auswirkungen mit der Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt.
Priorisierung und Validierung: Die Ergebnisse der DMA wurden von der Konzernleitung sowie vom Verwaltungsrat genehmigt.
Die Ergebnisse werden nach ESRS-Themen konsolidiert dargestellt. Wie in der Matrix ersichtlich, wurden sieben der zehn ESRS-Themen als wesentlich für Dätwyler identifiziert.
Eine separate Referenztabelle zeigt die Zuordnung der wesentlichen Themen von Dätwyler zu nicht-finanziellen Belangen gemäss Schweizerischem Obligationenrecht.
Wesentliche Themen
ESG-Ziele 2030
Um das Nachhaltigkeitsmanagement weiter zu stärken und die wesentlichen Themen greifbarer zu machen, hat Dätwyler ihre Top-Ten-Nachhaltigkeitsziele für 2030 definiert (bzw. 2035 im Fall der validierten SBTi-Ziele).
Erreichen der SBTi-validierten kurzfristigen Reduktionsziele bis 2035 (Reduktion der absoluten Emissionen um 63% für Scope 1 und 2 sowie um 37.5% für Scope 3)
KPI: Differenz der absoluten Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalent (eq) im Vergleich zum Basisjahr 2023 (für Scope 1 und 2) bzw. zum Basisjahr 2024 (für Scope 3)Im Vergleich zu 2023 konnten die absoluten Scope-1- und -2-CO2eq-Emissionen im Jahr 2025 um 52% reduziert werden, was zu Gesamtemissionen von 45'093 Tonnen führte. Die Scope-3-Emissionen für das Jahr 2025 wurden noch nicht bewertet.
CO2-Fussabdruck für jedes neue Produkt verfügbar
KPI: Prozentualer Anteil neuer Produkte, die durch eine Product-Carbon-Footprint-Analyse (PCF) abgedeckt sindUnsere PCF-Berechnungen konzentrieren sich derzeit überwiegend auf bestehende Produkte auf Kundenanfrage, entweder als spezifische Analysen für einzelne Teile oder als allgemeine Berechnungen für eine Produktkategorie. Im Jahr 2025 wurden PCF-Berechnungen für über hundert Teile durchgeführt. Die Abdeckung neuer Produkte liegt weiterhin unter 1%, da PCF-Analysen bislang noch nicht Teil des Produktentwicklungsprozesses sind. Fortschritte sind jedoch für 2026 vorgesehen.
ISO-14001-, ISO-45001- und ISO-50001-Zertifizierungen an allen Produktionsstandorten
KPI: Prozentuale Abdeckung der ISO-14001-, ISO-45001- und ISO-50001-Zertifizierungen an allen ProduktionsstandortenEnde 2025 waren 76% der Produktionsstandorte nach ISO 14001, 52% nach ISO 45001 und 8% nach ISO 50001 zertifiziert.
Klimawandel
Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Eigene Belegschaft
Bestreben, dass alle qualitätskritischen Lieferanten den Lieferanten-Verhaltenskodex unterschreiben
KPI: Prozentualer Anteil der qualitätskritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten unterzeichnet habenEnde 2025 hatten 98% der qualitätskritischen Lieferanten den Verhaltenskodex für Lieferanten unterzeichnet.
Engagement der Mitarbeitenden an allen Standorten über dem Branchen-Benchmark
KPI: Mitarbeitendenengagement, erhoben mittels MitarbeitendenbefragungDas Mitarbeitendenengagement lag im Jahr 2025 bei 84 von 100 Punkten und übertraf damit den Branchen-Benchmark von 82.
Streben nach null Unfällen, null Verletzungen und einem gesunden Arbeitsumfeld
KPI: Unfallschweregrad (Abwesenheitstage aufgrund von Arbeitsunfällen / geleistete Arbeitsstunden × 1'000)Im Jahr 2025 gab es 1'584 Abwesenheitstage aufgrund von Arbeitsunfällen, was einem Unfallschweregrad von 0.11 entspricht.
Implementierung eines verbesserten, gruppenweiten Qualitätsmanagementsystem-Rahmenwerks (QMS)
KPI: Einführungsgrad des verbesserten QMS-Rahmenwerks an unseren StandortenWir haben im Jahr 2025 mit der Implementierung des gestärkten QMS-Rahmenwerks begonnen. Die Einführung des QMS schreitet voran, Phase 1 wurde an 12% unserer Standorte abgeschlossen, und der weitergehende Roll-out ist im Gange.
Verankerung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten und Überlegungen in allen relevanten Kernprozessen, Verträgen und Beziehungen entlang der Wertschöpfungskette
KPI: Anzahl der Kernprozesse und gruppenweiten Richtliniendokumente, in denen Menschenrechtsthemen verankert sindIm Jahr 2025 wurden Menschenrechtsthemen weiter in unsere Personal- und Beschaffungsprozesse integriert. Der Fokus lag in diesem Jahr auf der Lieferantenauswahl, dem Onboarding von Mitarbeitenden und Mitarbeitendenbefragungen; die Arbeiten in den Bereichen Rekrutierung und Kommunikation werden fortgesetzt.
Mindestens eine externe Gemeinschaftsaktivität pro Jahr und Standort
KPI: Prozentualer Anteil der Standorte, die sich an mindestens einer externen Gemeinschaftsaktivität beteiligenIm Jahr 2025 engagierten sich 64% aller Standorte an mindestens einer externen Gemeinschaftsaktivität.
In allen relevanten Nachhaltigkeitsratings zu den besten 25% der Branche gehören
KPI: Prozentualer Anteil der relevanten Ratings, bei denen wir zu den besten 25% unserer Branche gehörenIm Jahr 2025 hat Dätwyler dies für die folgenden Ratings erreicht: EcoVadis (Top 1% aller bewerteten Unternehmen) und Sustainalytics (Top 11% innerhalb unserer Branche).
Beitrag zu den SDGs
Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt Dätwyler das Ziel, einen globalen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Sinne der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs) zu leisten. Von den 17 globalen Zielen hat Dätwyler sieben SDGs priorisiert, zu denen das Geschäftsmodell einen besonderen Beitrag leistet. Die wesentlichen Themen enthalten Symbole und Verweise auf die jeweils relevanten SDGs.
Darüber hinaus verfolgt das Intellectual Property Department von Dätwyler im Rahmen einer Initiative zur Bewertung der nachhaltigen Wirkung technologie- und produktbezogener Innovationen fortlaufend den Beitrag des Patentportfolios von Dätwyler zu diesen SDGs.
Stakeholder Engagement
Der regelmässige und fortlaufende Dialog mit unseren Stakeholdern stellt sicher, dass wir vielfältige Erwartungen und Anliegen umfassend verstehen und gleichzeitig über die Zeit hinweg Vertrauen in starke und verlässliche Beziehungen zu allen Partnern aufbauen. Dieser Dialog ist von zentraler Bedeutung, um Transparenz in unserer ESG-Strategie und -Leistung sicherzustellen. Dätwyler nutzt unterschiedliche Methoden, um mit den jeweiligen Stakeholdern in den Austausch zu treten.
-
Mitarbeitendenzufriedenheitsbefragung
Vertretungen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Arbeitnehmendenvertretungen
Jahresgespräche
Gewerkschaften
Townhalls
Whistleblowing-Hotline / -Kanal
-
Kundenbefragungen
Kundenaudits
Dialoge mit Kunden
Fachmessen / Technical Days / Webinare / Konferenzen
Regelmässige Leistungsüberprüfungen mit unseren Kunden
Whistleblowing-Hotline / -Kanal
-
Lieferantenbewertungen / Fragebögen
Dialoge mit Lieferanten
Liefervereinbarungen
Lieferantenaudits
Verhaltenskodex für Lieferanten
Whistleblowing-Hotline / -Kanal
-
Freiwilligenaktivitäten
Whistleblowing-Hotline / -Kanal
-
ESG-Ratings
Kontinuierliche Einführungsgespräche mit Investoren
Teilnahme an Investorenkonferenzen
Investorenkonferenzen zu Jahres- und Halbjahresergebnissen
Capital Market Days
Jährliche Generalversammlung
-
Workshops, Wissensaustausch und Branchenkonferenzen
Branchenkooperationen, z. B. Circular Rubber Platform oder Alliance to Zero
2.4 Berichterstattung zu Umweltthemen
Im Bereich Umwelt fokussiert sich Dätwyler auf die Themen Klimawandel, Wasser sowie Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft.
Klimawandel
Unsere Umweltwirkungen in Form von Treibhausgasemissionen entstehen hauptsächlich in der vorgelagerten Wertschöpfungskette, von der Rohstoffgewinnung über die eigenen Betriebe und den Transport bis hin zur Entsorgung am Ende des Lebenszyklus, wobei Energie einen wesentlichen Beitrag leistet. Wir sind uns des ökologischen Fussabdrucks unserer Aktivitäten und derjenigen, für die wir indirekt verantwortlich sind, bewusst und streben an, die negativen Auswirkungen auf den Klimawandel zu vermeiden, zu minimieren und abzuschwächen. Um unsere Auswirkungen weiter zu reduzieren, tragen unsere Produktlinien (z. B. Batteriedichtungen) zur Entwicklung der erneuerbaren Energiebranche bei und unterstützen unsere Mobilitätskunden bei der Transformation hin zu einer umweltfreundlicheren Mobilität.
Im Zusammenhang mit dem Klimawandel ist Dätwyler sowohl physischen als auch Übergangsrisiken ausgesetzt. Naturkatastrophen infolge der globalen Erwärmung sowie eine hohe Abhängigkeit von fossilen Energiequellen könnten unsere Lieferkette beeinträchtigen. Darüber hinaus beobachten wir die Entwicklung strengerer Umweltvorschriften, wie z. B. von CO2-Steuern, die die Rohstoff- und Energiekosten erhöhen oder bestimmte Chemikalien (z. B. Fluorpolymere) möglicherweise einschränken könnten. Gleichzeitig kann die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen für einige unserer Produktlinien vorteilhaft sein und neue Marktsegmente erschliessen. Weitere Informationen zu klimabezogenen Risiken und Chancen sind im Klimabericht enthalten.
Hauptziele
Reduktion der absoluten Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen um 63% bis 2035 gegenüber dem Basisjahr 2023
Reduktion der absoluten Scope-3-Treibhausgasemissionen aus eingekauften Gütern und Dienstleistungen um 37.5% bis 2035 gegenüber dem Basisjahr 2024
ISO-14001- und ISO-50001-Zertifizierungen an allen Produktionsstandorten bis 2030
Unsere Beschaffungsstrategie motiviert Lieferanten, nachhaltigere Lösungen einzubringen, mit zusätzlichem Fokus auf einen Local-for-Local-Ansatz
Unser Ansatz
Dätwyler verpflichtet sich, einen Beitrag zum Pariser Klimaabkommen zu leisten und ihre Emissionen zu reduzieren. Als Orientierung auf diesem Weg entschied sich Dätwyler im Jahr 2024 für eine Verpflichtung gegenüber der Science Based Targets initiative (SBTi) und für die Festlegung kurzfristiger, wissenschaftsbasierter Emissionsreduktionsziele. Im Berichtsjahr konnte ein wichtiger Meilenstein erreicht werden: Dätwyler reichte ihre Reduktionsziele für Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen bei der SBTi ein, die im Dezember 2025 erfolgreich validiert wurden. Zur Angleichung an die Terminologie der SBTi aktualisierte Dätwyler ihre Emissionsreduktionsziele und legt nun den Schwerpunkt auf absolute Reduktionsziele anstelle des früher genannten Ziels «klimaneutraler Betrieb 2030».
Unser Emissionsprofil für 2024 zeigt, dass Scope 1 rund 3.5%, Scope 2 rund 8.5% und Scope 3 rund 88% unseres gesamten Fussabdrucks ausmacht. Unsere Scope-1-Emissionen werden hauptsächlich durch fossile Brennstoffe für die stationäre und die mobile Verbrennung verursacht. Ein kleinerer Anteil resultiert aus flüchtigen Emissionen sowie aus prozessbedingten Emissionen durch Oxidation in unseren katalytischen Oxidationsanlagen (Englisch: Catalytic oxidizer systems, kurz CatOx). Die Scope-2-Emissionen entstehen durch Stromverbrauch und Fernwärme.
Für Scope 3 wurden alle 15 Kategorien geprüft, aber Dätwyler kam zu dem Schluss, dass nicht alle davon relevant sind. Die grösste Kategorie – eingekaufte Güter und Dienstleistungen – macht rund 81% der Scope-3-Emissionen aus. Weitere wesentliche Beiträge stammen aus vor- und nachgelagertem Transport (5%), brennstoff- und energiebezogenen Aktivitäten (4%) sowie Investitionsgütern (3%). Je nach Kategorie wurden die Emissionen mittels ausgabenbasierter, lieferantenspezifischer oder durchschnittsbasierter Methoden quantifiziert. In Kategorie 1 wurden rund 30% der Emissionen auf Basis von Primärdaten von Lieferanten berechnet, sofern diese verfügbar waren. Dieser Anteil soll künftig im Rahmen unseres Lieferanten-Engagement-Programms weiter erhöht werden.
Das Management dieser Emissionen umfasst die Reduktion unseres Energieverbrauchs sowie einen Fokus auf Energieeffizienz in den eigenen Betrieben. Die Reduktion des Grossteils unserer Emissionen erfordert jedoch eine aktive Zusammenarbeit mit Partnern und Lieferanten.
Verbesserung der Energieeffizienz in den eigenen Betrieben
Wir verpflichten uns, unsere Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2035, ausgehend vom Basisjahr 2023, um 63% zu reduzieren. Zur Erreichung dieses Ziels verfolgen wir einen integrierten Ansatz zur Steigerung der Energieeffizienz. Ein zentrales Element hierbei ist das integrierte Umweltmanagementsystem, das das Energiemanagement an den Produktionsstandorten definiert. Unser Ziel ist es, alle Produktionsstandorte nach ISO 14001 und ISO 50001 zu zertifizieren. Per Ende 2025 waren 19 Standorte (76%) nach ISO 14001 und zwei Standorte (8%) nach ISO 50001 zertifiziert. Aufgrund der Schliessung eines Standorts im Jahr 2025 verringerte sich die Anzahl der nach ISO 14001 zertifizierten Standorte gegenüber dem Vorjahr um einen Standort.
Darüber hinaus fokussiert sich unser Emissionsreduktionsplan auf die Steigerung der Energieeffizienz, den Bezug erneuerbarer Energien, Investitionen in die eigene Erzeugung erneuerbarer Energie sowie den Umstieg auf emissionsärmere Fahrzeugflotten und Kältemittel. Energieeffizienz wird als wirkungsvollster und kosteneffizientester Bestandteil unserer Strategie priorisiert, da sie die Gesamtnachfrage senkt und sofortige ökologische und finanzielle Vorteile bringt. Die verbleibenden Emissionen können anschliessend durch einen höheren Anteil erneuerbarer Energien in unseren Betrieben adressiert werden.
Einbindung der Lieferanten
Aufgrund ihrer Bedeutung und des hohen Reduktionspotenzials konzentrieren wir unsere Massnahmen zur Reduktion der Scope-3-Emissionen auf die grösste Kategorie. Wir haben uns verpflichtet, die Scope-3-Emissionen aus eingekauften Gütern und Dienstleistungen bis 2035, ausgehend vom Basisjahr 2024, um 37.5% zu reduzieren.
Zentrale Hebel zur Reduktion der Scope-3-Emissionen sind der verstärkte Einsatz recycelter oder biobasierter Rohstoffe, die Wiederaufbereitung von Restmaterialien, die Optimierung von Produktionsprozessen zur Abfallreduktion, die Integration von Ecodesign-Prinzipien in die Produktentwicklung (siehe Kapitel «Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft») sowie die Einbindung der Lieferanten. Für die Einreichung unserer Ziele wurde eine Voranalyse potenzieller Massnahmen und deren erwarteter Wirkung durchgeführt und eine detaillierte Reduktions-Roadmap wird erarbeitet.
Die Einbindung der Lieferanten zur Reduktion der Scope-3-Emissionen erfolgt auf Basis unseres Verhaltenskodex für Lieferanten, der Richtlinien für nachhaltige Beschaffung sowie eines geplanten Lieferanten-Engagement-Programms. Diese bilden die Grundlage für umweltverantwortliche Lieferketten und stellen gemeinsame Verpflichtungen zur Reduktion von Umweltwirkungen sicher.
Darüber hinaus treibt Dätwyler die Weiterentwicklung des Nachhaltigkeitsniveaus bei ihren Lieferanten weiter voran durch:
Integration von ESG in die Prozesse des Lieferantenmanagements, wie z. B. Lieferantenentwicklung, Lieferantenauswahl und -überwachungspraktiken sowie Lieferantenaudits. Dies umfasst ein Programm zur Nachhaltigkeitsbewertung von Lieferanten und eine Überprüfung des Status von Lieferanten, die nach Nachhaltigkeitszertifikaten (ISO 14001 und ISO 50001) zertifiziert sind (siehe Kapitel «Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette»)
Zusammenarbeit mit Lieferanten, um gemeinsam nachhaltigere Produktoptionen zu prüfen und Ideen auszutauschen, wobei die Bedeutung einer Verringerung des ökologischen Fussabdrucks der gelieferten Materialien betont wird
Förderung nachhaltiger Lösungen
Vorschläge für nachhaltigere Materialien, sowohl als Ersatz bestehender Produkte als auch zur Unterstützung neuer Entwicklungen, werden durch das Beschaffungsteam gesammelt und von der Materialentwicklung auf ihre Machbarkeit geprüft (siehe Kapitel «Nachhaltigkeit als Kriterium bei der Materialauswahl»). Wann immer sinnvoll, werden Materialien mit geringerem ökologischem Fussabdruck ausgewählt.
Darüber hinaus strebt Dätwyler langfristig an, den Anteil an lokal beschafften Materialien zu erhöhen, angefangen beim Verpackungsmaterial bis hin zu Rohstoffen und indirekten Materialien, bei denen die Validierungsphase weitere Anstrengungen erfordert, da die Spezifikationen anspruchsvoller sind als bei Verpackungsmaterialien.
Ergänzend zu diesen Initiativen setzt Dätwyler auch auf die Anlieferung von Rohstoffen in grossen Mengen per Schüttgut-Tankwagen oder Mehrwegverpackungen, was den Verbrauch von Verpackungsmaterial deutlich reduziert.
Förderung von Nachhaltigkeit durch Zusammenarbeit
Es ist ein ausdrückliches Ziel von Dätwyler, nachhaltigkeitsbezogene Kooperationen mit Kunden zu fördern, um die Wirkung zu maximieren. Kunden sprechen Dätwyler zunehmend auf ökologische und soziale Themen an, wobei die Erwartungen an die Transparenz von Messgrössen wie dem CO2-Fussabdruck der Produkte steigen.
Die dringende Notwendigkeit von Emissionsreduktionen erfordert Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Als Gründungsmitglied der Alliance to Zero trägt Dätwyler aktiv zu dieser gemeinnützigen Vereinigung bei, die die pharmazeutische Lieferkette vertritt. Ziel der Alliance ist es, den Übergang der Pharmaindustrie zu Netto-Null-Emissionen im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens zu unterstützen.
Fortschritte im Berichtsjahr
Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen
Im Jahr 2025 verursachten unsere Betriebe Emissionen von rund 45'0931 Tonnen CO2eq (Scope 1 und 2), was einer Reduktion von 52.1% gegenüber dem Basisjahr 2023 entspricht. Diese Entwicklung bestätigt, dass wir gut auf Kurs sind, unser Emissionsreduktionsziel zu erreichen.
Dätwyler senkte den relativen Energieverbrauch (bezogen auf den währungsbereinigten Nettoumsatz 2025) um 3.5% durch gezielte Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Dazu gehörten Sensibilisierungskampagnen für Mitarbeitende, die Umrüstung der Beleuchtung, die Implementierung von Wärmerückgewinnungssystemen, verbesserte Isolierung sowie den Ersatz veralteter Anlagen durch energie-effizientere Technologien.
Gleichzeitig intensivierten wir unseren Fokus auf erneuerbare Elektrizität. Der Bezug erneuerbarer Energie sowie die Eigenerzeugung von Elektrizität sind zentrale Strategien zur Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele. Neunzehn Standorte beziehen inzwischen den Grossteil der – oder in den meisten Fällen die gesamte – Elektrizität aus erneuerbaren Quellen. Zudem wurde die Eigenerzeugung weiter ausgebaut und erreichte 2025 eine Gesamterzeugung von 6'789 MWh, wovon 99% direkt an den Standorten verbraucht werden. Diese Massnahmen erhöhten den Anteil erneuerbarer Elektrizität in unseren Betrieben von 64.1% im Jahr 2024 auf 75.6% im Jahr 2025.
_____
Verbesserung der Datenqualität für Scope 3
Die gesamten Scope-3-Emissionen von Dätwyler beliefen sich im Jahr 2024 auf 455'310 Tonnen CO2eq. Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt darauf, die Methodik zur Erfassung der Scope-3-Emissionen zu stärken und weiter zu verfeinern, um die Basisjahremissionen präzise zu definieren und die erfolgreiche Validierung unserer Ziele durch die SBTi abzuschliessen. Aufgrund von Anpassungen der Methodik und deren Auswirkungen auf die Datenerhebung wurden die Scope-3-Emissionen für 2025 noch nicht berechnet, und ein Vergleich mit dem Basisjahr ist derzeit noch nicht möglich. Ungeachtet dessen setzten wir weiterhin Initiativen zur Reduktion der Scope-3-Emissionen um, wie im Kapitel «Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft» beschrieben.
Wasser
Unsere Umweltwirkungen umfassen die Wasserentnahme entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Wasser ist für verschiedene industrielle Prozesse essenziell, einschliesslich Kühlung und Reinigung. Strengere Regulierungen der Wasserentnahme könnten daher zu erhöhten Betriebskosten führen. Darüber hinaus ist Dätwyler physischen Risiken wie Wasserknappheit ausgesetzt, die Produktionsprozesse in unserer Lieferkette beeinträchtigen könnten. Zur Minderung dieser Risiken und zur Reduktion unserer Gesamtwirkung fokussieren wir uns weiterhin auf die Verbesserung der Wassereffizienz sowie auf die verstärkte Wiederverwendung von aufbereitetem Prozesswasser.
Hauptziele
Reduktion der Wasserentnahme relativ zum Nettoumsatz um 3% pro Jahr
ISO-14001-Zertifizierung an allen Produktionsstandorten bis 2030
Unser Ansatz
Bei Dätwyler liegt der Schwerpunkt darauf, die Wasserentnahme in den eigenen Betrieben durch gezielte Projekte zur Verbesserung der Wassereffizienz zu reduzieren.
Wasserentnahme
Der grösste Teil der gesamten Wasserentnahme von Dätwyler ist auf die spezifischen Anforderungen der Produktionsprozesse zurückzuführen. Sowohl die Kühlsysteme in der Produktion der Business Unit Food & Beverage als auch das Waschen von Komponenten im Bereich Healthcare erfordern erhebliche Wassermengen. Konkret entfallen ca. 33% der konzernweiten Wasserentnahme auf das in der Schweiz eingesetzte Grundwasserkühlsystem. Da es sich um einen geschlossenen Kreislauf an unserem Produktionsstandort handelt, wird die behördlich genehmigte Grundwasserentnahme in der Schweiz separat ausgewiesen, wie in der Datentabelle dargestellt.
Der überwiegende Teil des von uns entnommenen Wassers wird für Kühl- oder Waschprozesse verwendet und anschliessend wieder abgeleitet, was zu einem relativ geringen Wasserverbrauch führt. Derzeit erfassen wir die Wasserableitung und den Wasserverbrauch noch nicht systematisch an allen Produktionsstandorten, prüfen jedoch Optionen zur künftigen Überwachung und Nachverfolgung dieser Daten.
Wasserverfügbarkeit
Negative Auswirkungen auf die Wasserverfügbarkeit entstehen durch Wasserentnahmen, vor allem in wasserarmen Regionen. Zur Bewertung unserer wasserbezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen führten wir eine Analyse unserer Produktionsstandorte durch, um festzustellen, ob sie sich in Regionen mit Wasserstress oder Wasserrisiken befinden. Dabei kamen unter anderem Instrumente wie die WWF Risk Filter Suite und der WRI Aqueduct zum Einsatz. Als Länder und Regionen mit höchster Priorität wurden Indien, China, Mexiko, die Westküste der Vereinigten Staaten sowie Belgien identifiziert. Wasserbezogene Themen wie Wasserstress und Überschwemmungsrisiken werden zudem in unserer Klimaszenarioanalyse berücksichtigt. Weitere Informationen sind im Klimabericht enthalten.
Fortschritte im Berichtsjahr
Das langfristige Ziel (2015 bis 2025) besteht darin, die relative Wasserentnahme pro Nettoumsatz jährlich um 3% zu senken. Im Jahr 2025 konnte die Wasserentnahme gegenüber dem Vorjahr in absoluten Zahlen um 3.4% und relativ zum Nettoumsatz um 2.7% gesenkt werden. Zu den Massnahmen, die zu diesem Fortschritt beigetragen haben, zählen unter anderem die Nutzung von Regenwasser für Toiletten und Gartenbewässerung, die Installation energieeffizienter Kühlmodule, die Minimierung fehlerhafter Waschzyklen sowie der Einbau von Reinigungsfiltern. Das bedeutendste Projekt wurde am Standort Alken in Belgien umgesetzt, wo Ende 2025 eine neue Abwasseraufbereitungsanlage in Betrieb genommen wurde. Diese Anlage wird sämtliches Abwasser des Standorts sammeln und behandeln, um es in Prozesswasser höchster Qualität umzuwandeln.
Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Rohstoffe aus nicht erneuerbaren Ressourcen wie Aluminium, Kunststoffe und synthetische Elastomere sind für die Herstellung unserer Komponenten und Produkte unerlässlich. Die Gewinnung, Verarbeitung und die Entsorgung dieser Materialien am Ende ihres Lebenszyklus können jedoch erhebliche Umweltwirkungen haben. Darüber hinaus sind wir mit Lieferkettenrisiken konfrontiert, die sich aus einer begrenzten Ressourcenverfügbarkeit sowie steigenden Kosten infolge strengerer regulatorischer Anforderungen ergeben. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen durch Abfallreduktionsinnovationen und die Integration von Ecodesign in die Produktentwicklung ist daher von zentraler Bedeutung.
Hauptziele
ISO-14001-Zertifizierung an allen Produktionsstandorten bis 2030
CO2-Fussabdruck für jedes neue Produkt ab 2030 verfügbar
Reduktion des Abfallvolumens relativ zum Nettoumsatz um 3% pro Jahr
Unser Ansatz
Wir verfolgen einen zirkulären Ansatz im Ressourcenmanagement, indem wir Ecodesign-Prinzipien integrieren, Materialien verantwortungsvoll auswählen, wiederverwendbare oder recycelbare Verpackungen einsetzen und Abfallreduktionsinitiativen umsetzen. Unser Fokus liegt darauf, die Ressourcennutzung über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg zu optimieren und gleichzeitig die Effizienz zu steigern.
Wir sind entschlossen, die Entwicklung nachhaltiger Lösungen weiter voranzutreiben und vermehrt Materialien mit verbesserter Umweltleistung einzuführen. Dies unterstützt sowohl uns als auch unsere Kunden bei der Minderung des Klimawandels.
Umweltmanagementsystem (UMS)
Mit unserem Umweltmanagementsystem verfolgen wir das Ziel, die Auswirkungen unserer Tätigkeiten und Produkte zu minimieren, indem wir diese so konzipieren und herstellen, dass natürliche Ressourcen nachhaltig genutzt werden und unser CO₂-Fussabdruck reduziert wird.
Neunzehn Standorte von Dätwyler – entsprechend rund 76% unserer Standorte – haben bereits eine Umweltzertifizierung gemäss ISO 14001 erreicht. Die verbleibenden Standorte schaffen derzeit die Voraussetzungen für den Erhalt dieser Zertifizierung.
Gesetzliche Informationspflichten als Mindeststandards
Die Auswahl der Rohstoffe – und damit der im Materialportfolio von Dätwyler eingesetzten Stoffe, einschliesslich besorgniserregender Stoffe – folgt einem strengen und klar strukturierten Prozess. Alle Materialien werden in Übereinstimmung mit den höchsten internationalen Standards zur chemikalienrechtlichen Konformität verwaltet. Stoffe, die als gefährlich oder besorgniserregend identifiziert werden, werden proaktiv von Neuentwicklungen ausgeschlossen.
Mit dem proaktiven Ansatz im Bereich Chemical Compliance geht Dätwyler weiterhin über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Das Unternehmen überwacht globale regulatorische Entwicklungen kontinuierlich und führt analytische Prüfungen an Endprodukten durch, um die Konformität zu verifizieren und gegebenenfalls geeignete Alternativen für «Substances of Concern» (SoCs) zu identifizieren. Dieser proaktive und wissenschaftsbasierte Ansatz unterstützt das langfristige Ziel von Dätwyler, Materialien zu entwickeln, die sowohl sicher als auch nachhaltig sind.
Steigerung der Ressourceneffizienz durch prädiktive Dichtungsüberwachung
Das Engagement von Dätwyler zur Minimierung von Umweltwirkungen wird durch kontinuierliche Innovationen zur Optimierung der Ressourceneffizienz gestärkt. Durch die frühzeitige Erkennung und Behebung von Dichtungsproblemen verhindern wir den vorzeitigen Austausch von Komponenten und mindern die mit der Herstellung, dem Transport und der Entsorgung von Teilen verbundenen Umweltfolgen. Dieser Ansatz der prädiktiven Instandhaltung gewährleistet eine effizientere Ressourcennutzung, reduziert den Energieverbrauch und trägt zur Senkung des gesamten CO2-Fussabdrucks des Betriebs bei. Durch den Einsatz fortschrittlicher Soft-Sensing-Technologie entwickelt Dätwyler eine Lösung, mit der Kunden präzise vorhersagen können, wann Dichtungsmaterialien das Ende ihrer Lebensdauer erreichen, und die automatisiertes, frühzeitiges Feedback für eine proaktive Wartung liefert.
Fortschritte im Berichtsjahr
Integration von Ecodesign in Entwicklung und Produktion
Ergänzend zum üblichen Produktentwicklungsprozess bietet Ecodesign eine kritische Perspektive, die über rein technische und kostenorientierte Konzepte hinausgeht und eine Reduktion der Umweltwirkungen über alle Phasen des Produktlebenszyklus ermöglicht.
In den vergangenen zwei Jahren haben wir erfolgreich CO2-Fussabdruckanalysen für ausgewählte Produkte in allen Business Units durchgeführt, wobei die wichtigsten Herstellmaterialien und -prozesse berücksichtigt wurden. Zudem arbeiten wir aktiv mit unseren Lieferanten zusammen, um Primärdaten zu den bezogenen Komponenten zu erhalten und so die Genauigkeit der Analysen weiter zu erhöhen. Diese ersten Bewertungen lieferten wertvolle Erkenntnisse zu den wesentlichen Emissionsquellen und zeigten Verbesserungspotenziale auf.
Der nächste Schritt besteht darin, diese Wissensbasis weiterzuentwickeln. Product-Carbon-Footprint-Analysen (PCF) sollen den Projektteams so früh wie möglich zur Verfügung stehen, um Umweltaspekte bereits in der Produktentwicklungsphase zu berücksichtigen. Die automatisierte Berechnung wird in den Request-for-Quotation-Prozess (RfQ) integriert und ergänzt den Designprozess um die bislang fehlende «Eco»-Dimension. Dies ermöglicht eine ausgewogenere Entscheidungsfindung zwischen verschiedenen Fertigungskonzepten. Ziel ist es, bis 2030 für alle neuen Produkte entsprechende Analysen bereitzustellen. Dieser Ansatz trägt nicht nur zur Emissionsreduktion bei, sondern erhöht auch die Zukunftsfähigkeit unseres Portfolios.
Nachhaltigkeit als Kriterium bei der Materialauswahl
Bei der Design-Entwicklung nachhaltigerer Produkte steht die Materialauswahl im Mittelpunkt, da sie den grössten Beitrag zum gesamten CO2-Fussabdruck eines Produkts leistet. Dätwyler konnte im Bereich Food & Beverage bereits Emissionen reduzieren, indem für die Herstellung von Kaffeekapseln auf recyceltes Aluminium umgestellt wurde. Zudem wurden Alternativen zu fossilbasierten Kohlenstoffkomponenten in Elastomermischungen und Kunststoffen sowie Möglichkeiten zur Wiederverwendung von recyceltem Elastomerabfall untersucht. Im Jahr 2025 präsentierten wir unser erstes Produkt mit biobasiertem Kunststoff – den Flip Cap für medizinische Vials –, das alle Qualitätsanforderungen erfüllt und gleichzeitig die Treibhausgasemissionen reduziert.
Zur Unterstützung der Initiativen für eine nachhaltige Materialentwicklung ist Dätwyler seit Ende 2024 Mitglied der Circular Rubber Platform. Diese Plattform vernetzt Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und schafft ein Umfeld, das die Entwicklung fördert sowie einen Überblick über bestehende Technologien und Chancen bietet.
Abfallentsorgung
Dätwyler hat sich zum Ziel gesetzt, das Abfallvolumen im Verhältnis zum Nettoumsatz (Tonnen/CHF Mio.) jährlich um 3% zu reduzieren. Das Unternehmen konnte den Anteil an Elastomerabfällen, die in Downcycling-Produkten eingesetzt werden, weiter erhöhen. So werden beispielsweise die prozessbedingten Elastomerabfälle des Unternehmens für die Herstellung von Sportplatzbelägen verwendet. Der Anteil von recyceltem und wiederverwendetem Abfall konnte von 68.3% im Jahr 2017 auf 76.6% im Jahr 2025 gesteigert werden. Im Jahr 2025 führten mehrere Standorte verbesserte Abfalltrennsysteme ein, um die getrennte Sammlung zu unterstützen und die Recyclingquoten zu erhöhen. Zusätzlich wurden die Abfallströme vertieft analysiert, um die Trennung verschiedener Elastomertypen zu prüfen und gemeinsam mit Partnern innerhalb der Circular Rubber Platform Recyclingmöglichkeiten zu identifizieren.
Das absolute Abfallvolumen stieg um 2.1% von 21'881 Tonnen im Jahr 2024 auf 22'348 Tonnen im Jahr 2025. Bei einem Anstieg des Abfallaufkommens pro Nettoumsatz von 2.8% wurde das Reduktionsziel nicht erreicht, hauptsächlich aufgrund einer verbesserten Berichterstattung infolge von Verbesserungen der Datenqualität und -vollständigkeit. Dennoch wurden wichtige Initiativen umgesetzt, darunter die Optimierung von Dichtungsüberläufen zur Verbesserung der Rohstoffausnutzung und die Verbesserung von Formgebungsprozessen sowie der Combi-Seal-Performance. Diese Massnahmen führten zu einer Reduktion der wesentlichen Abfallströme – vulkanisierte und nicht vulkanisierte Elastomere – von 11'163 Tonnen auf 10'922 Tonnen1. Darüber hinaus wurden Massnahmen bei Hilfsstoffen umgesetzt, um das gesamte Abfallvolumen weiter zu senken, einschliesslich der Zusammenarbeit mit Lieferanten zur Reduktion von Verpackungsmaterialien für Rohstoffe sowie der getrennten Sammlung sauberer Kunststoff-Überziehbeutel aus der Produktion zur besseren Rezyklierbarkeit.
_____
2.5 Berichterstattung zu sozialen Themen
Im Bereich Soziales fokussiert sich Dätwyler auf die Themen eigene Belegschaft, Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und Produktsicherheit für Kunden.
Eigene Belegschaft
Dätwyler hat erhebliche Auswirkungen auf ihre eigenen Mitarbeitenden. Arbeitsbezogene Faktoren wie sichere Beschäftigung, Vergütung sowie Gesundheit und Sicherheit können sich positiv oder negativ auf die Mitarbeitenden auswirken. Produktionsmitarbeitende können zusätzlichen Risiken ausgesetzt sein, da sie möglicherweise mit gefährlichen Stoffen in Kontakt kommen oder in lärmintensiven Umgebungen arbeiten. Zur Minderung gesundheits- und sicherheitsbezogener Risiken und zum Schutz unserer Mitarbeitenden verfügen wir über systematische und umfassende interne Prozesse. Darüber hinaus ist Dätwyler aufgrund ihrer Abhängigkeit von einer engagierten und qualifizierten Belegschaft mit mitarbeiterbezogenen Risiken konfrontiert. Werden die Erwartungen der Mitarbeitenden nicht erfüllt, kann dies die Gewinnung neuer Talente sowie die Bindung bestehender Mitarbeitender beeinträchtigen.
Hauptziele
Streben nach null Unfällen, null Verletzungen und einem gesunden Arbeitsumfeld
ISO-45001-Zertifizierung an allen Produktionsstandorten bis 2030
Mindestens 30% Frauenanteil im Verwaltungsrat bis 2026
Mindestens 20% Frauenanteil in der Konzernleitung bis 2031
Engagement der Mitarbeitenden an allen Standorten über dem Branchen-Benchmark
Unser Ansatz
Dätwyler strebt danach, für alle Mitarbeitenden ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld zu gewährleisten, eine Kultur des Vertrauens und der Weiterentwicklung zu fördern und Menschen zu befähigen, sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln. Durch hohes Engagement und gemeinsame Werte tragen unsere Mitarbeitenden dazu bei, Dätwyler als attraktiven und zukunftsorientierten Arbeitgeber mitzugestalten.
Zur wirksamen Steuerung von Auswirkungen, Risiken und Chancen verfolgen wir einen integrierten Ansatz mit Fokus auf Gesundheit und Sicherheit, Gleichbehandlung sowie Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten. Unser Anspruch, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und ein sicheres Arbeitsumfeld zu bieten, ist in unserem Verhaltenskodex verankert und wird durch unsere Menschenrechtsrichtlinie weiter gestärkt (siehe «Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette»). Während der Bereich Human Resources den übergeordneten Rahmen verantwortet, tragen alle Führungskräfte Verantwortung für das Wohlbefinden und die Entwicklung ihrer Teams. Im Bereich Gesundheit und Sicherheit arbeitet die Gruppe auf den Aufbau einer globalen EHS-Funktion hin, die Governance und Ausrichtung über alle Standorte hinweg unterstützt.
Die wirksame Steuerung dieser Aspekte soll zu einer hohen Mitarbeiterbindung führen, die eines unserer zentralen Ziele darstellt. Ein weiterer wichtiger Faktor für die Mitarbeiterbindung ist eine faire und attraktive Vergütung, die in unserer Pay Philosophy Policy verankert ist.
Verhaltenskodex
Das Engagement von Dätwyler für sichere, gesunde und faire Arbeitsbedingungen ist fest in unserem Verhaltenskodex verankert. Dieser definiert Verantwortlichkeiten und Grundsätze zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und dient als zentrales Instrument zur Achtung der Menschenrechte. Er bietet allen Mitarbeitenden Orientierung zu fairen Beschäftigungspraktiken, systematischer Aus- und Weiterbildung sowie zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.
Ergänzend zum Verhaltenskodex beschreibt unsere Environmental, Health & Safety (EHS) Policy unser Bekenntnis zu einem sicheren und gesunden Arbeitsplatz durch die Vermeidung oder Minderung von EHS-bezogenen Risiken sowie durch die Förderung des Bewusstseins mittels Konsultation, aktiver Mitwirkung, Information und Schulung unserer Mitarbeitenden.
Wir verfügen über ein konsistentes globales Rahmenwerk von HR-Richtlinien, das Rekrutierung und Onboarding, faire Vergütung, Lernen und Entwicklung sowie Talent- und Nachfolgemanagement abdeckt. Jeder Standort ergänzt diese Standards durch lokale Richtlinien, die an regionale regulatorische und kulturelle Anforderungen angepasst sind.
Unser Dialog mit der Belegschaft
Die Dätwyler Gruppe fördert eine offene Kommunikation mit ihren Mitarbeitenden. Regelmässige Mitarbeitendenbefragungen bilden die Grundlage für kontinuierliche Verbesserungen. Mitarbeitende können sich frei Gewerkschaften oder internen Arbeitnehmervertretungen anschliessen, und wir pflegen einen konstruktiven Austausch im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben. Beide Gremien tragen dazu bei, die Anliegen der Mitarbeitenden zu adressieren und den Dialog mit ihnen zu Themen wie Löhne, Arbeitszeiten, Dienstalter und weitere Leistungen sicherzustellen. Über unsere Ideensysteme und Ideenboxen werden Mitarbeitende ermutigt, Vorschläge einzubringen, die zur Weiterentwicklung der Organisation beitragen. Programme zur Anerkennung von Mitarbeitenden sind etabliert, um die aktive Beteiligung an der Verbesserung der Arbeitssicherheit zu fördern und Dätwyler insgesamt zu einem hervorragenden Arbeitsplatz zu machen.
Wir fördern eine proaktive Sicherheitskultur, indem wir Mitarbeitende ermutigen, Sicherheitsbedenken, Beinaheunfälle und potenzielle Gefahren zu melden. Regelmässige Townhall-Veranstaltungen sowie Informationen im Intranet stellen sicher, dass Mitarbeitende über wesentliche Geschäftsentwicklungen, strategische Prioritäten und relevante organisatorische Veränderungen informiert sind. Gleichzeitig bieten diese Formate eine Plattform für Fragen, Feedback und den direkten Austausch mit dem Management.
Abhilfemassnahmen
Neben der Möglichkeit, Anliegen direkt an die vorgesetzte Führungskraft, den Site Director oder die Chief Compliance Officer zu richten, verfügt jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter bei Dätwyler über eine definierte HR-Ansprechperson. Im Jahr 2025 wurde die HR-Struktur angepasst, um ein effizienteres und stärker mitarbeiterorientiertes HR-Betriebsmodell zu etablieren. Die Einführung dedizierter HR-Single-Points-of-Contact ermöglicht eine schnellere, individuellere und lösungsorientierte Unterstützung der Belegschaft. Zudem bestehen Möglichkeiten zur anonymen Meldung von Fehlverhalten über den digitalen Meldekanal oder per E-Mail (siehe Kapitel «Whistleblowing»).
Chancengleichheit für alle
Dätwyler bekennt sich klar zu einem respektvollen und inklusiven Arbeitsumfeld mit Nulltoleranz gegenüber Diskriminierung, Belästigung, Erniedrigung oder Beleidigung aufgrund von Geschlecht, Herkunft, Nationalität, Kultur, Religion oder Hautfarbe. Dieses Bekenntnis ist im Verhaltenskodex verankert und wird in der Menschenrechtsrichtlinie weiter bekräftigt.
Etabliertes Gesundheits- und Sicherheitsmanagement
Das Gesundheits- und Sicherheitsmanagement von Dätwyler fokussiert sich auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Unfallprävention, geleitet von der langfristigen Vision von null Unfällen. Ein multidisziplinäres Team treibt Initiativen voran und unterstützt eine kontinuierliche Verbesserung durch standardisierte Prozesse, Transparenz und Wirksamkeitsprüfungen. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen betrieblichen Rahmenbedingungen im globalen Produktionsnetzwerk zielt das EHS-Rahmenwerk von Dätwyler darauf ab, konsistente Standards und Praktiken an allen Standorten zu fördern. Die Standorte werden angehalten, Schulungen durchzuführen, regelmässige Audits umzusetzen sowie die Meldung von Sicherheitsbeobachtungen und Beinaheunfällen gemäss lokalen Verfahren zu fördern.
Als Teil dieses Engagements hat sich Dätwyler zum Ziel gesetzt, die ISO-45001-Zertifizierung bis 2030 schrittweise auf alle Standorte auszuweiten. Derzeit sind 13 Standorte zertifiziert, was 52% unserer Standorte und rund zwei Drittel der Belegschaft abdeckt; weitere Standorte befinden sich aktiv im Zertifizierungsprozess.
Lernen und Entwicklung
Dätwyler bietet umfassende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für alle Mitarbeitenden mit dem Ziel, eine selbstlernende Organisation zu entwickeln, in der alle ihr volles Potenzial entfalten können. Dieses Engagement umfasst Programme zur Förderung fachlicher und sozialer Kompetenzen auf allen Ebenen, von der Berufsausbildung bis hin zu Initiativen zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung. Das Learning Management System (LMS) bildet dabei ein zentrales Element.
Die Entwicklung von Führungskräften ist ein weiterer Schwerpunkt. Das modulare WeLead-Programm vermittelt wirksame Führungsstile für ein sich stetig wandelndes Geschäftsumfeld und fördert ein psychologisch sicheres, vertrauensvolles und lebendiges Arbeitsumfeld. Talentierte Mitarbeitende profitieren von individueller Laufbahnberatung sowie einer globalen Jobarchitektur, die durch ein Job-Grading-System unterstützt wird und weltweit konsistente HR-Praktiken sicherstellt.
Zur Förderung der kontinuierlichen Entwicklung führen alle Mitarbeitenden und Führungskräfte mindestens einmal jährlich strukturierte Dialoge, um wichtige Aufgaben und Kompetenzen zu überprüfen und Entwicklungsmöglichkeiten zu vereinbaren. Für White-Collar-Mitarbeitende wurde dieser Prozess um eine zusätzliche Halbjahresbesprechung ergänzt, in der Neuausrichtungen und Unterstützungsbedürfnisse besprochen werden. An einigen Standorten wurde dieser Ansatz auch auf Blue-Collar-Mitarbeitende ausgeweitet.
Fortschritte im Berichtsjahr
Verbesserung von Gesundheit und Sicherheit
Im Berichtsjahr setzten die Standorte eine Reihe von Massnahmen um, um sowohl die Anzahl als auch die Schwere von Arbeitsunfällen zu reduzieren. Dazu zählten unter anderem der Einsatz von Sicherheitsmeldesystemen zur Erfassung von Vorfällen und Beinaheunfällen, regelmässige Sicherheitsmeetings und Sicherheitsbegehungen sowie gezielte Schulungsmassnahmen. Darüber hinaus wurde der Einsatz von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) sowie der Zugang zu arbeitsmedizinischen Dienstleistungen weiter gestärkt, um sichere Arbeitsbedingungen an allen Standorten zu fördern.
Im Jahr 2025 verzeichnete Dätwyler 136 Arbeitsunfälle (Vorjahr: 106). Ein Arbeitsunfall wird als Ereignis im beruflichen Umfeld definiert, das zu einer Verletzung, einer Berufskrankheit oder zum Tod eines Mitarbeitenden führt, wobei die lokalen gesetzlichen Definitionen berücksichtigt werden. Die höhere Anzahl von Unfällen ist hauptsächlich auf eine verbesserte Berichterstattung zurückzuführen, die nun auch Vorfälle erfasst, die nicht zu Abwesenheitstagen führen.
Dätwyler überwacht die Unfallschwere mittels des Unfallschweregrads, berechnet als Abwesenheitstage aufgrund von Arbeitsunfällen geteilt durch die Gesamtarbeitsstunden multipliziert mit 1'000. Für das Jahr 2025 belief sich dieser Wert auf 0.111 (Vorjahr: 0.121). Gegenüber dem Vorjahr stieg die Gesamtzahl der gemeldeten Arbeitsunfälle, während der Unfallschweregrad leicht zurückging.
Die Anzahl der Absenztage pro Vollzeitäquivalent blieb mit 5.48 unverändert, was über dem Ziel von vier krankheitsbedingten Absenzen pro Vollzeitäquivalent und Jahr liegt. Dätwyler engagiert sich weiterhin für die Reduktion von Absenzen und die Steigerung der Arbeitsmotivation durch ein systematisches Absenzenmanagement und individuelle Beratungen.
Parallel dazu hat Dätwyler Anpassungen an der EHS-Organisationsstruktur eingeleitet, um die Transparenz zu erhöhen und eine frühere Identifikation von Problemen sowie zeitnähere und strukturierte Reaktionen auf Standort- und Gruppenebene zu ermöglichen. Diese Weiterentwicklung des Betriebsmodells soll die Koordination stärken, Rollen und Verantwortlichkeiten klarer definieren und einen konsistenteren Rahmen zur Förderung einer starken EHS-Kultur in der gesamten Organisation schaffen.
Im Rahmen dieser Weiterentwicklung stärkt Dätwyler die Governance-Strukturen und überprüft ihre Leistungskennzahlen im Bereich Gesundheit und Sicherheit. Dazu gehört die geplante Einführung zusätzlicher KPIs, die eine höhere Transparenz, eine frühere Risikoidentifikation und eine strukturiertere Managementaufsicht über alle Standorte hinweg ermöglichen.
_____
Lernen und Entwicklung
Im Jahr 2025 baute Dätwyler ihr digitales Lernangebot im Learning Management System (LMS) mit Kursen zu Themen wie Finance Business Partnering, Global Business Services und Menschenrechte weiter aus. 98 Nutzerinnen und Nutzer vertieften ihr Wissen in Modulen wie Storytelling with Data, Building Business Buy-In und Customer Centricity. Insgesamt wurden dabei 534 der von Deloitte bereitgestellten Schulungseinheiten absolviert. Weitere 162 Nutzerinnen und Nutzer absolvierten die speziell entwickelte Schulung zu Menschenrechten bei Dätwyler.
Zudem nahmen rund 200 Mitarbeitende aus verschiedenen Jobfamilien am Intellectual Property Learning Hub teil. Unsere jährliche Verhaltenskodex-Schulung, die für die 3'289 aktiven Nutzerinnen und Nutzer im LMS verpflichtend eingeführt wurde, erreichte eine Abschlussquote von 96%. Ergänzt wurde dieses E-Learning-Modul durch standardisierte Unterlagen für Präsenzschulungen von Blue-Collar-Mitarbeitenden, beispielsweise im Rahmen von Townhall-Meetings. Das Lernportfolio wurde zudem durch eine Online-Business-Simulation mit zwei konkurrierenden Gruppen von Führungstalenten erweitert. Dabei lernten sie, Strategien zu entwickeln, diese in unternehmerische Entscheidungen zu übersetzen und deren Auswirkungen im komplexen und dynamischen Geschäftsumfeld zu erleben. Im Verlauf des Jahres 2025 nahmen 85 Mitarbeitende aktiv an sieben WeLead-Sessions teil, die mindestens 24 Unterrichts- und begleitete Umsetzungsstunden pro Teilnehmendem umfassten.
Vergütung und Leistungen – Lohntransparenz für Lohngleichheit
In Vorbereitung auf die EU-Lohntransparenzrichtlinie, die im Jahr 2027 in Kraft tritt, analysiert, überwacht und bewertet Dätwyler proaktiv die Lohngleichheit. Unterstützt durch ein marktführendes Pay Analytics Tool führen wir die Analyse derzeit zunächst regional für Europa durch. Zwei Standorte in Italien haben das Audit für die Zertifizierung zur Geschlechtergleichstellung – UNI/PdR 125:2022 – erfolgreich bestanden, was ihr kontinuierliches Engagement für ein faires und inklusives Arbeitsumfeld belegt.
Diversität
Per Ende 2025 lag der Frauenanteil in der Konzernleitung bei 20% und im Verwaltungsrat bei 22%. Damit wurden die definierten Zielwerte für den Verwaltungsrat noch nicht erreicht. Eine zusätzliche Kennzahl zur Bewertung der Leistung von Dätwyler in den Bereichen Diversity, Equity, Inclusion and Belonging (DEIB) ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen, der von 22.0% auf 25.8% anstieg.
Mitarbeitendenbefragungen
Engagierte, anpassungsfähige und motivierte Mitarbeitende sind für den Erfolg von Dätwyler unerlässlich. Um die Zufriedenheit und das Engagement der Mitarbeitenden über verschiedene Parameter hinweg zu messen, führt Dätwyler regelmässig eine umfassende Mitarbeitendenbefragung durch, zuletzt 2025 für die gesamte Gruppe. Der Wert von 84 (von 100) spiegelt die Beständigkeit der letzten Umfrage im Jahr 2023 wider und übertrifft den Branchen-Benchmark von 82. Im Jahr 2025 stiegen die Teilnahmequoten weiter an, während die Gesamtergebnisse im globalen Vergleich stabil blieben. Massnahmen werden vorwiegend auf Abteilungs- oder Standortebene umgesetzt, um lokale Herausforderungen gezielt anzugehen.
Die hohe Mitarbeitendenzufriedenheit wird durch den Schweizer Standort in Schattdorf veranschaulicht, der im Swiss Arbeitgeber Award 2026 in der Kategorie der Grossunternehmen (250–999 Mitarbeitende) den ersten Platz belegte. Dieser Award gilt als die repräsentativste Messgrösse für die Arbeitgeberattraktivität in der Schweiz und basiert auf der Mitarbeitendenbefragung.
Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
Dätwyler bekennt sich zur Achtung der Menschenrechte und zur Einhaltung von Arbeitsstandards und erwartet dies auch von ihren Geschäftspartnern. Durch die Sensibilisierung für menschenrechtliche Fragestellungen und potenzielle Auswirkungen entlang der Wertschöpfungskette schützt Dätwyler die grundlegenden Rechte und die Würde von Individuen und Arbeitskräften entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diese können sich unter anderem auf Arbeitsbedingungen wie Arbeitszeiten, Beschäftigungssicherheit, Vergütung und Diversität auswirken. Unzureichende Arbeitsbedingungen könnten zu Störungen in der Lieferkette führen, beispielsweise durch Kündigungen oder Streiks von Arbeitskräften in der Lieferkette. Unsere Massnahmen zur Vermeidung negativer Auswirkungen konzentrieren sich auf den Schutz der Menschenrechte, sowohl in den eigenen Betrieben als auch entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Hauptziele
Verankerung menschenrechtlicher Sorgfalt und Überlegungen in allen wichtigen Prozessen, Verträgen und Beziehungen entlang der Wertschöpfungskette
Bestreben, dass alle qualitätskritischen Lieferanten den Verhaltenskodex für Lieferanten unterzeichnen
Jährliche Erhöhung des ESG-Reifegrads unserer Lieferantenbasis
Unser Ansatz
Dätwyler strebt danach, das Bewusstsein für menschenrechtliche Fragestellungen und deren potenzielle Auswirkungen in ihren globalen Tätigkeiten und innerhalb der Belegschaft zu stärken. Mit dieser erhöhten Aufmerksamkeit und dem klaren Fokus auf das Thema erwarten wir, dass sowohl wir als auch unsere Geschäftspartner zunehmend proaktiv und wirksam potenzielle menschenrechtliche Risiken identifizieren, adressieren und erfolgreich verhindern, beenden oder mindern können.
Menschenrechtsrichtlinie
Dätwyler verpflichtet sich zu hohen Standards in Bezug auf Geschäftsethik und Integrität. Unser Bekenntnis zu den Menschenrechten spiegelt sich in unseren offiziellen Unternehmenswerten und in unserem Verhaltenskodex sowie im Beitritt zum UN Global Compact im Jahr 2009 wider.
Wir sind uns bewusst, dass Unternehmen, unabhängig davon, wo sie tätig sind, potenziell einen Einfluss auf die Menschenrechte haben können, entweder durch ihre eigene Tätigkeit oder durch Geschäftsbeziehungen entlang der Wertschöpfungskette. Die Achtung der Menschenrechte durch Dätwyler erstreckt sich daher auf alle Personen im eigenen Betrieb und entlang der Wertschöpfungskette.
Zur weiteren Formalisierung unseres Engagements für die Unterstützung und Achtung der Menschenrechte durch verantwortungsvolle Geschäftspraktiken im Einklang mit international anerkannten Menschenrechtsstandards entwickelte Dätwyler eine eigenständige Menschenrechtsrichtlinie, die im Jahr 2023 sowohl vom Verwaltungsrat als auch von der Konzernleitung genehmigt wurde. Als Teil der Risikomanagementprozesse von Dätwyler definiert diese Richtlinie einen wirksamen und proaktiven Rahmen zur Steuerung menschenrechtlicher Risiken durch einen Prozess der Sorgfaltspflicht in Bezug auf Menschenrechte (Englisch: Human Rights Due Diligence, kurz HRDD). Zur Umsetzung ihres menschenrechtlichen Engagements fokussiert sich Dätwyler auf die wesentlichsten Themen – basierend auf Ausmass, Reichweite und Abhilfemöglichkeiten –, darunter Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Arbeitsbedingungen, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Konsumenten- und Produktsicherheit, Korruption sowie umweltbezogene Themen mit Auswirkungen auf die Menschenrechte.
Wir orientieren uns an internationalen Menschenrechtsrahmen, darunter unter anderem die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs), die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (UDHR), der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR), der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (ICESCR), die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die UNICEF-Grundsätze für Kinderrechte und Unternehmen (CRBP) sowie die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen.
Lieferantenverhaltenskodex
Nachhaltigkeit ist entlang der gesamten Lieferkette integriert. Die Erwartungen an Lieferanten sind in einem separaten Lieferanten-Verhaltenskodex festgelegt. Ziel des Lieferanten-Verhaltenskodex ist es, einen Mindeststandard für ein nachhaltiges Lieferantenmanagement zu definieren. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Lieferanten, Berater, Agenten und Partner ethische, rechtliche und verantwortungsvolle Geschäftspraktiken einhalten – insbesondere in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung – und gleichzeitig Vertrauen, Respekt und langfristige Wertschöpfung in Geschäftsbeziehungen fördern.
Datwyler strebt an, dass alle qualitätskritischen Lieferanten den Lieferanten-Verhaltenskodex unterzeichnen oder gleichwertige interne Richtlinien vorlegen. Eine im Jahr 2025 durchgeführte Analyse ergab, dass 98%1 der qualitätskritischen Lieferanten diese Anforderung bereits erfüllen. Bei Dätwyler gelten Lieferanten als qualitätskritisch, deren Produkte einen direkten Einfluss auf die Endqualität unserer Produkte haben (z. B. Lieferanten von Rohstoffen, Verarbeitungshilfsmitteln, ausgelagerten Prozessen und Verpackungsmaterialien innerhalb der Division Healthcare). Dätwyler fordert auch die nicht qualitätskritischen Lieferanten auf, den Kodex zu unterzeichnen, überwacht aber die Abdeckung noch nicht auf globaler Ebene.
_____
Unser Dialog mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette
Die Nachhaltigkeitsleistung unserer Lieferanten wird durch Vor-Ort-Audits überprüft. Die Lieferanten müssen vorab einen Fragebogen zu Themen wie Arbeitsbedingungen und Umweltauswirkungen ausfüllen, der dann während des Audits besprochen wird. Die Auswahl der Lieferanten für geplante Audits erfolgt risikobasiert, entsprechend finden ausschliesslich gezielte Audits statt. Dätwyler verfügt über einen Ereignismanagement-Prozess, der nicht nur qualitätsbezogene Themen, sondern auch Abweichungen meldet, die der Umwelt schaden oder die Sicherheit von Arbeitskräften gefährden könnten. Zusätzlich zu diesem Prozess können Lieferanten Hinweise und Bedenken über unseren Whistleblowing-Kanal melden.
Abhilfemassnahmen
Identifiziert Dätwyler nachteilige menschenrechtliche Auswirkungen im Zusammenhang mit den eigenen Tätigkeiten oder Geschäftsaktivitäten, werden zeitnah und transparent Abhilfemassnahmen im Einklang mit den UNGPs ergriffen. Sind die Auswirkungen mit Geschäftsbeziehungen verbunden, nutzt Dätwyler ihren Einfluss, um die Achtung der Menschenrechte zu fördern – durch Zusammenarbeit, Korrekturmassnahmenpläne oder, falls erforderlich, durch die Beendigung der Geschäftsbeziehung.
Fortschritte im Berichtsjahr
Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht
Im Jahr 2025 haben wir uns auf die folgenden Punkte konzentriert und diese umgesetzt:
Ausweitung der Reichweite und Bekanntmachung unserer Beschwerde- und Whistleblowing-Kanäle für die Meldung mutmasslicher Menschenrechtsverletzungen
Durchführung zusätzlicher Corporate-Social-Responsibility-Lieferantenaudits (CSR)
Kommunikation menschenrechtlicher Kriterien in lieferantenbezogenen Bereichen wie Überwachung der Lieferantenleistung, Richtlinien für nachhaltige Beschaffung sowie Sozial- und Umweltklauseln in Beschaffungsverträgen
Ausbau von Sensibilisierungsschulungen für zentrale Standortteams und neu eingetretene Mitarbeitende
Parallel dazu wurden weitere Massnahmen initiiert und strukturiert vorangetrieben, beispielsweise die Integration von Menschenrechtsthemen in zusätzliche HR-Prozesse, die Verankerung von Menschenrechtsanforderungen in das Lieferantenauswahlverfahren, zusätzliches Schulungs- und Kommunikationsmaterial sowie die Bewertung von Menschenrechtsrisiken an allen Betriebsstandorten und bei ausgewählten Lieferanten.
Verankerung von ESG zur Verbesserung der Nachhaltigkeit der Lieferkette
Dätwyler hat ein eigenes Programm zur Nachhaltigkeitsbewertung von Lieferanten entwickelt, um den Nachhaltigkeits-Reifegrad der Lieferanten zu erhöhen. 2025 wurden rund 925 Lieferanten bewertet. Das Programm vergibt Punkte für:
die Unterzeichnung des Dätwyler Verhaltenskodex für Lieferanten
Nachhaltigkeitszertifikate (ISO 14001, ISO 45001, ISO 50001)
Nachhaltigkeits-Berichterstattung (gemäss GRI Standards, Offenlegung des Energie- und Wasserfussabdrucks und arbeitsbedingter Vorfälle)
Tier-1-Lieferanten, die einen Verhaltenskodex für ihre Lieferantenbasis haben
eine definierte Position, die für Nachhaltigkeit verantwortlich ist
Bewertungen durch Dritte (z. B. EcoVadis)
Im Jahr 2025 erreichten unsere Lieferanten durschnittlich 33%1 der verfügbaren Punkte (Vorjahr: 37%1), während grosse Lieferanten (die 80% unseres Einkaufsvolumens repräsentieren) 71%1 erzielten (Vorjahr: 76%1).
Der Status aller verfügbaren Lieferantenzertifikate wird quartalsweise überprüft und aktualisiert. Derzeit sind 43%1 unserer qualitätskritischen Lieferanten nach ISO 14001 (Vorjahr: 47%1), 18%1 nach ISO 45001 (Vorjahr: 17%1) und 11%1 nach ISO 50001 (Vorjahr: 14%1) zertifiziert. Der Rückgang bei zwei der Zertifizierungsprozentsätze ist auf die Einbeziehung zusätzlicher Lieferanten in das Bewertungsprogramm zurückzuführen. Diese drei Zertifizierungen belegen, dass Lieferanten über systematische Ansätze in den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Sicherheit sowie Energie verfügen. Als Kunde können wir uns auf die Effizienz der implementierten Systeme verlassen, da sie extern auditiert wurden.
Im Berichtszeitraum wurden zudem die Richtlinien und Beschaffungsleitlinien für nachhaltige Beschaffung aktualisiert, um einen verstärkten Fokus auf die Reduktion von Umweltwirkungen sowie die Förderung ethischer Praktiken bei Beschaffungsentscheidungen zu verankern. Die Leitlinien enthalten nun auch die Kommunikation der verschiedenen im Rahmen der Nachhaltigkeitssorgfaltspflicht verpflichtenden Massnahmen sowie der von Lieferanten zu erfüllenden Berichtspflichten. Zudem beschreiben sie die von der Beschaffungsorganisation von Dätwyler durchgeführten Monitoring- und Tracking-Aktivitäten.
Durch die Einbettung von ESG-Kriterien in die Beschaffungsprozesse strebt Dätwyler an, das Nachhaltigkeitsniveau ihrer Lieferanten kontinuierlich zu verbessern. Um die Einhaltung der Richtlinien zu gewährleisten, bietet Dätwyler jährliche Schulungen für ihre Einkäuferinnen und Einkäufer an, darunter auch Auffrischungsschulungen im Jahr 2025.
_____
Produktsicherheit für Kunden
Die Komponenten von Dätwyler spielen eine systemkritische Rolle in Milliarden von Spritzen sowie in jedem zweiten Fahrzeug weltweit und leisten unter anspruchsvollen Bedingungen einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit von Patientinnen und Patienten sowie von Fahrerinnen und Fahrern. Unsere hochwertigen Komponenten bieten einen klaren Wettbewerbsvorteil sowie ein einzigartiges Leistungsversprechen und spiegeln unser Engagement für zuverlässige und konstante Performance wider. Entsprechend ist Qualität ein Kernanliegen von Dätwyler und dient als Leitlinie für präventive Massnahmen zur Minimierung von Risiken, die die Produktleistung oder -sicherheit beeinträchtigen könnten.
Hauptziele
Implementierung eines verbesserten, gruppenweiten Qualitätsmanagementsystem-Rahmenwerks (QMS), einschliesslich harmonisierter Prozesse und digitaler Fähigkeiten für das Management von Abweichungen, Korrektur- und Präventivmassnahmen sowie Änderungskontrollen an allen Standorten.
Unser Ansatz
Durch die Lieferung systemkritischer Elastomerkomponenten an essenzielle Märkte wie Healthcare, Automotive, Industries sowie Food & Beverage ist sich Dätwyler ihrer Verantwortung für die Sicherheit der Endnutzerinnen und Endnutzer bewusst. Diese Verantwortung ist in der Qualitätskultur des Unternehmens verankert und wird durch risikobasierte Entwicklungs-, Fertigungs- und Kontrollprozesse umgesetzt.
Zertifiziertes Managementsystem
Wie in unserer Qualitätspolitik dargelegt, verpflichten wir uns zur Einhaltung höchster Qualitätsstandards für unsere Kunden. Dies wird in allen Betrieben durch unser Qualitätsmanagementsystem sichergestellt, das nach international anerkannten Normen zertifiziert ist. Da Dätwyler unterschiedliche Industrien bedient, sind unsere Standorte gemäss ISO 9001 sowie, je nach Sektor, nach weiteren Normen zertifiziert. Innerhalb der Division Healthcare ist das Managementsystem nach ISO 15378:2017 zertifiziert und stellt die Umsetzung der GMP-Anforderungen bei der Herstellung von Primärverpackungsmaterialien für Arzneimittel sicher. Innerhalb der Division Industrial sind unsere Standorte nach dem Qualitätsmanagementstandard IATF 16949:2016 für die Automobilindustrie oder nach AS9100D für die spezifischen Anforderungen von Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsorganisationen zertifiziert. Darüber hinaus arbeiten wir im Bereich Food & Beverage nach der FSSC-22000-Zertifizierung für Lebensmittelsicherheitsmanagementsysteme.
Chemical Compliance
Dätwyler gewährleistet an allen Produktionsstandorten die Einhaltung der geltenden chemikalienrechtlichen Sicherheits- und Informationsanforderungen. Dazu zählt die Konformität mit relevanten internationalen Regelwerken wie der EU-REACH-Verordnung (Verordnung 1907/2006) und der CLP-Verordnung (Verordnung 1272/2008) sowie mit internen Richtlinien und Verfahren, die teilweise noch strengere Anforderungen vorsehen.
Darüber hinaus arbeitet Dätwyler eng mit ihren Kunden zusammen, um transparente Informationen zu den eingesetzten Materialien bereitzustellen und die Entwicklung von Lösungen zu unterstützen, die auf deren Nachhaltigkeits- und Compliance-Anforderungen ausgerichtet sind.
Qualitätsprozesse
Zur Gewährleistung der Produktqualität und -sicherheit verfügen wir über dokumentierte Richtlinien und Verfahren. Dazu gehören unter anderem ein Beschwerdemanagementprozess zur Regelung des Umgangs mit externen Produktbeschwerden sowie eine Qualitätspolitik, die eine kundenorientierte Qualitätskultur im gesamten Unternehmen fördert.
Angesichts der Vielfalt der bedienten Industrien sind die Qualitätsmanagementpraktiken an sektorspezifische Anforderungen angepasst. Im Automotive-Bereich stellen dokumentierte Prozesse sowie ein globaler Product Safety and Conformity Representative, unterstützt durch lokale Vertreter, eine konsistente Überwachung sicher. Im Healthcare-Bereich bildet die Good Manufacturing Practice (GMP) den Compliance-Rahmen, ergänzt durch präventive Risikomanagementinstrumente wie die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (Englisch: Failure Mode and Effects Analysis, kurz FMEA) zur Unterstützung von Produktqualität, -zuverlässigkeit und -sicherheit. Entsprechend werden im Bereich Food & Beverage Gefahrenanalysen und kritische Kontrollpunkte (Englisch: Hazard Analysis Critical Control Points, kurz HACCP) verwendet, um Risiken zu steuern und die Produktsicherheit zu gewährleisten. Rückrufprozesse sind etabliert und definieren Rollen und Massnahmen zur Minderung potenzieller Risiken für Endverbraucher.
Interne Audits werden regelmässig in allen Business Units und an allen Standorten durchgeführt, um die Einhaltung der geltenden Richtlinien, Verfahren und Standards zu überprüfen.
Unser Dialog mit unseren Kunden
Die Kommunikation mit unseren Kunden erfolgt hauptsächlich über unsere Sales- und Qualitätsteams und bildet die Grundlage für eine effiziente Zusammenarbeit sowie für Vertrauen in unsere Kompetenzen. In Kooperation mit Produktmanagement- und Engineering-Teams erarbeiten unsere globalen Quality Key Account Manager gemeinsam mit unseren Kunden Qualitätsspezifikationen und -vereinbarungen, um die Produktsicherheit möglichst frühzeitig in der Entwicklungsphase zu unterstützen. Darüber hinaus wird unser Qualitätssystem regelmässig im Rahmen zahlreicher Kundenaudits überprüft.
Abhilfemassnahmen
Dätwyler hat Prozesse etabliert, um Qualitätsprobleme und Abweichungen zu adressieren, die durch Kundenfeedback, interne Überwachung oder externe Quellen identifiziert werden. Werden qualitätsrelevante Ereignisse festgestellt, werden diese bewertet, untersucht und mittels definierter Korrektur- und Präventivmassnahmen behandelt, gegebenenfalls in Abstimmung mit den Kunden.
Zur Unterstützung einer zeitnahen Reaktion kommen sektorspezifische Mechanismen zum Einsatz. In den Bereichen Automotive sowie Food & Beverage werden relevante externe Warn- und Rückrufinformationen überwacht, um potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen. Im Falle einer Prozessabweichung bestätigen die Standorte, dass die Produktsicherheit nicht beeinträchtigt ist, und informieren die Kunden entsprechend.
Die Rückrufbereitschaft wird durch dokumentierte Rückrufprozesse sichergestellt, einschliesslich periodischer Tests oder Simulationsübungen, sofern dies durch geltende Standards oder interne Richtlinien gefordert ist.
Fortschritte im Berichtsjahr
Im Jahr 2025 haben wir die Weiterentwicklung unseres Qualitätsmanagementsystems (QMS) initiiert, um das Management von internen Abweichungen, von Korrektur- und Präventivmassnahmen sowie von Änderungskontrollprozessen zu standardisieren und zu vereinfachen. Diese Initiative ist als mehrjähriges Programm angelegt, wird in mehreren Phasen umgesetzt und nutzt digitale Fähigkeiten, um die Transparenz zu erhöhen, die Ursachenanalyse zu stärken und den systematischen Austausch von Erfahrungen zu unterstützen. Dadurch sollen wiederkehrende Themen vermieden und potenzielle Auswirkungen auf Kunden reduziert werden. Das standardisierte QMS wird die bestehenden fragmentierten Systeme in allen Divisionen und an allen Standorten schrittweise ersetzen und soll sämtliche wesentlichen Qualitätsprozesse abdecken, um einen einheitlichen und konsistenten Umgang mit allen Qualitätsereignissen zu ermöglichen. Das System dient als zentraler Treiber für Prozessverbesserungen, unterstützt datenbasierte Entscheidungen und trägt zu den laufenden Bemühungen zur Reduktion qualitätsbezogener Abweichungen bei.
Im Berichtsjahr wurden zudem mehrere interne Schulungen durchgeführt, um unsere Qualitätskultur weiter zu stärken, darunter ein spezielles zweitägiges Schulungsprogramm zur Lebensmittelsicherheit.
Darüber hinaus wurden externe Partner eingebunden, um bestehende Praktiken zu bewerten und Verbesserungspotenziale zu identifizieren, was unser Engagement für eine starke und konsistente Qualitätskultur weiter unterstreicht.
Schliesslich hat Dätwyler im Rahmen dieser umfassenderen Transformation auch eine Stärkung ihres Quality-Governance-Modells initiiert, um eine höhere Konsistenz, Transparenz und Aufsicht über alle Divisionen und Standorte hinweg sicherzustellen. Dies umfasst die Klärung von Rollen und Verantwortlichkeiten, die Stärkung der Koordination auf Gruppenebene sowie die Verbesserung der Festlegung und Überwachung von zentralen Leistungskennzahlen. Diese Verbesserungen schaffen einen kohärenteren Rahmen zur Unterstützung einer frühzeitigen Risikoidentifikation und einer stärker strukturierten Entscheidungsfindung in der gesamten Organisation.
2.6 Berichterstattung zu Unternehmensführungsthemen
Im Bereich der Unternehmensführung fokussiert sich Dätwyler auf das Thema Unternehmenspolitik.
Unternehmenspolitik
Dätwyler verpflichtet sich, durch eine inklusive Unternehmenskultur, faire Vergütungspraktiken sowie den Schutz der Menschenrechte und der Umwelt einen positiven Beitrag zu leisten, indem hohe ESG-Standards gesetzt werden. Durch ein transparentes, ethisches und rechtskonformes Handeln strebt Dätwyler an, die Interessen der Anspruchsgruppen zu schützen und Vertrauen zu fördern. Dieses Engagement umfasst ein striktes Verbot von Bevorzugung, Bestechung, Korruption sowie jeglicher Form von Betrug. Korruptionsvorfälle könnten Geschäfts- und Investorenbeziehungen beeinträchtigen, unserem Ruf schaden und erhebliche finanzielle Verluste verursachen.
Hauptziele
Sicherstellen, dass Nachhaltigkeit vollständig in die strategischen Ziele des Unternehmens integriert ist, wobei 100% der Strategien der Business Units Nachhaltigkeitsziele enthalten
Sicherstellen, dass die Business Unit Leads ihre Rolle bei der Förderung von Nachhaltigkeitspraktiken und ethischer Entscheidungsfindung verstehen
In allen relevanten Nachhaltigkeitsratings zu den besten 25% der Branche gehören
Unser Ansatz
Als global tätiges Unternehmen mit 25 Standorten agiert Dätwyler in einem vielfältigen Netzwerk auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Dätwyler strebt ein branchenadäquates ESG-Richtlinienrahmenwerk an, das kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt wird.
Verhaltenskodex
Die Verpflichtung des Unternehmens zu höchsten ethischen Standards ist im Dätwyler Verhaltenskodex verankert. Der Kodex verpflichtet die Unternehmen und Mitarbeitenden der Gruppe zur Einhaltung nationaler Gesetze, zur Achtung der Menschenrechte, der persönlichen Würde sowie der Privatsphäre jeder einzelnen Person und ist für alle Mitarbeitenden der Gruppe verbindlich.
Regelmässige Schulungen stellen sicher, dass die Mitarbeitenden die geltenden Gesetze und unseren Verhaltenskodex verstehen und einhalten. Um die Compliance zu fördern, hat Dätwyler einen digitalen Meldekanal eingeführt, führt interne Audits durch und verfügt über robuste Prozesse zur Erfassung und Bearbeitung von Compliance-Fällen. Zudem müssen die Standortleitungen jährlich bestätigen, dass ihre Standorte die auf Gruppenebene geforderten allgemeinen Compliance-Standards einhalten.
Mit einer öffentlich verfügbaren Steuerstrategie nimmt Dätwyler ihre soziale Verantwortung wahr und verpflichtet sich, keine aggressive Steuerplanung zu betreiben.
Whistleblowing-System
Ein sichtbares und aktiv beworbenes Meldesystem schafft Vertrauen und mindert das Risiko von Korruption- und anderen Betrugsfällen. Die Mitarbeitenden werden im Rahmen der Verhaltenskodex-Schulung über die Whistleblowing-Hotline informiert. Das System steht auch externen Anspruchsgruppen zur Verfügung. Bei der Bearbeitung von Whistleblowing-Fällen werden die allgemeinen Anforderungen der EU-Whistleblowing-Richtlinie (Richtlinie (EU) 2019/1937) und die geltenden lokalen Gesetze befolgt. Die interne Revision bearbeitet und analysiert die Fälle und bespricht potenzielle Massnahmen mit der Group Compliance Officer.
Weitere Informationen sind im Kapitel «Verhaltenskodex und Whistleblowing-Meldekanal» im Corporate-Governance-Bericht verfügbar.
Korruptions- und Bestechungsbekämpfung
Dätwyler ist in Ländern tätig, in denen ein gewisses Bestechungsrisiko besteht, und verbietet strikt jegliche Bevorzugung, Bestechung, Korruption, Betrug sowie Geldwäscherei. Eine Anti-Betrugs- und Anti-Geldwäsche-Richtlinie wurde der Standortleitung zu Beginn des Jahres 2024 formell vorgestellt. Unsere Massnahmen zur Korruptionsbekämpfung zielen darauf ab, eine offene und ehrliche Kultur zu fördern und Mitarbeitende dabei zu unterstützen, potenzielle Risiken und negative Folgen im Zusammenhang mit Korruptionsvorfällen zu erkennen und zu verhindern. Künftig beabsichtigen wir, unser Compliance-Management-System durch die Einführung erweiterter Prozesse zur Korruptions-, Bestechungs- und Geldwäschereibekämpfung weiter zu stärken und damit robuste Kontrollen sowie die Einhaltung der Vorgaben sicherzustellen. Dies sind zentrale Säulen unseres Compliance-Hauses, das darauf abzielt, unsere Compliance durch die Aktualisierung und Stärkung von Richtlinien kontinuierlich zu verbessern.
Präventive Massnahmen wie Auffrischungsschulungen zum Verhaltenskodex, Schulungen zur Menschenrechtsrichtlinie sowie die Sensibilisierung für die Whistleblowing-Hotline tragen zur Risikominderung und zur Stärkung der individuellen Verantwortlichkeit bei.
Offener Dialog mit Anspruchsgruppen
Ein offener Dialog mit allen Anspruchsgruppen ist zentral für unser Engagement für Transparenz. In Gesprächen mit Aktionären und Investoren verweisen wir aktiv auf unsere ESG-Strategie. Zudem diskutieren wir ESG-Themen regelmässig mit Kunden, Lieferanten und Auftragnehmern, um wertvolles externes Feedback einzuholen.
Nachhaltigkeitsbezogenes Anreizmodell
Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie von Dätwyler hat der Verwaltungsrat einen Nachhaltigkeitsleistungsindikator in das variable Vergütungsmodell des Unternehmens integriert. Seit 2022 macht dieser Indikator 20% der leistungsabhängigen Vergütung für die Konzernleitung und anspruchsberechtigte Mitarbeitende aus.
Der Nachhaltigkeitsleistungsindikator wird jährlich durch den Verwaltungsrat überprüft und bei Bedarf angepasst. Für das Jahr 2025 umfasste der Nachhaltigkeitsindikator die Reduktion der CO2eq-Emissionen (Scope 1 und 2) sowie von Elastomerabfällen.
Fortschritte im Berichtsjahr
Whistleblowing-Fälle
Zur weiteren Stärkung von Transparenz, Integrität und offener Kommunikation aktualisierte Dätwyler zu Beginn des Jahres 2025 ihre Whistleblowing-Richtlinie. Die überarbeitete Richtlinie enthält klarere Vorgaben dazu, wie potenzielle Verstösse gegen den Verhaltenskodex, nationale und internationale Gesetze, ethische Bedenken sowie andere kritische Sachverhalte gemeldet werden sollen. Neben der bereits bestehenden E-Mail-Adresse steht nun auch ein digitaler Meldekanal zur Verfügung, der aktuellen oder ehemaligen Mitarbeitenden, Kunden, Auftragnehmern oder Subunternehmern sowie Lieferanten und weiteren Dritten offensteht.
Im Berichtsjahr gingen 18 relevante Meldungen ein, von denen zwei wesentliche Hinweise enthielten. Keine dieser Meldungen stand im Zusammenhang mit einem Korruptionsfall.1 Alle Meldungen werden vertraulich behandelt, und Anspruchsgruppen haben die Möglichkeit, Hinweise anonym zu melden.
Im Berichtszeitraum leitete Dätwyler zudem eine Überprüfung und Aktualisierung ihres Verhaltenskodex ein. Die überarbeitete Version, die unter anderem Themen wie Exportkontrolle, den verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Medien sowie den verantwortungsvollen Einsatz von künstlicher Intelligenz adressieren wird, soll Anfang 2026 veröffentlicht werden. Die verpflichtenden Schulungen zum bestehenden Verhaltenskodex wurden im Verlauf des Jahres fortgesetzt; über das Learning Management System wurde eine Abschlussquote von 96% erreicht. Die Teilnahmequote an zusätzlichen Präsenzschulungen für Blue-Collar-Mitarbeitende wird nicht zentral erfasst. Alle Standorte wurden jedoch angewiesen, die Schulungen anhand standardisierter Materialien durchzuführen.
_____
Engagement für Nachhaltigkeit
Die Unternehmenskultur von Dätwyler wird nicht nur durch die Art und Weise geprägt, wie wir Geschäfte tätigen, sondern auch durch unser Engagement, in den Gemeinschaften, in denen wir tätig sind, eine positive und nachhaltige Wirkung zu erzielen. Wir fördern freiwilliges Engagement, Spenden sowie die Verbesserung der lokalen Infrastruktur durch Gemeinschaftsprojekte. Ziel ist es, dass jeder Standort mindestens eine externe Gemeinschaftsaktivität pro Jahr organisiert. Ein besonderer Fokus des freiwilligen Engagements liegt auf Bildung, der Deckung grundlegender menschlicher Bedürfnisse sowie der Förderung der Inklusion von Minderheitengruppen.
Im Jahr 2025 engagierten sich 64% aller Standorte in mindestens einer externen Gemeinschaftsaktivität. Beispiele für diese Initiativen waren unter anderem die Teilnahme an einem Laufwettbewerb zur Unterstützung des Zugangs von Kindern zu Sportprogrammen, die Reinigung lokaler Parks, Spendenaktionen zur Unterstützung von Familien durch eine «Pie-the-Manager»-Aktion, ehrenamtliche Tätigkeiten bei lokalen Lebensmittelausgabestellen sowie die Spende von Kleidung, Haushaltswaren, Hygieneartikeln und weiteren lebensnotwendigen Gütern.
2.7 Regulatorien, Standards und Frameworks
Klimabericht
Dätwyler berichtet über klimabezogene Risiken und Chancen in Übereinstimmung mit den TCFD-Richtlinien (Task Force on Climate-related Financial Disclosures) und deckt dabei die Themen Unternehmensführung, Strategie, Risikomanagement sowie wichtige Kennzahlen und Ziele ab.
Referenztabelle zu den nicht-finanziellen Belangen des Schweizerischen Obligationenrechts
Der vorliegende Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht deckt die vom Schweizerischen Obligationenrecht geforderten Informationen zu den nicht-finanziellen Belangen ab. Die beiliegende Tabelle zeigt den Zusammenhang zwischen den für Dätwyler wesentlichen Themen und den nicht-finanziellen Belangen gemäss Artikel 964b des Schweizerischen Obligationenrechts.
Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht
Dätwyler verpflichtet sich, die Menschenrechte zu unterstützen und zu respektieren, wie sie in den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs) dargelegt sind.
GRI-Inhaltsindex
Der Dätwyler Nachhaltigkeitsbericht ist ein integraler Bestandteil des Geschäftsberichts 2025. Der Bericht wurde im Einklang mit GRI-Standards 2021 erstellt.
UN Global Compact
Seit 2009 ist Dätwyler Mitglied des UN Global Compact. Unter dem unten stehenden Link finden Sie die Fortschrittsmitteilung, die wesentliche Aspekte der zehn Prinzipien des UN Global Compact zusammenfasst.
2.8 Anhang
ESG Datentabellen
Energieverbrauch
2021 |
2022 |
2023 |
2024 |
2025 |
|
|---|---|---|---|---|---|
Energie insgesamt (MWh) |
267'876 |
308'934 |
318'5901 |
316'890 |
315'028 |
davon erneuerbare Quellen (MWh) |
79'117 |
90'856 |
98'0711 |
160'291 |
187'483 |
Anteil erneuerbarer Quellen |
29.5 % |
29.4 % |
30.8 %1 |
50.6 % |
59.5 % |
Gesamtenergie pro Nettoumsatz (MWh/CHF Millionen) |
282.7 |
268.5 |
276.71 |
286.1 |
286.3 |
Heizstoffe (MWh) |
64'001 |
66'220 |
67'4481 |
68'089 |
67'779 |
Heizstoffe pro Nettoumsatz (MWh/CHF Millionen) |
67.5 |
57.6 |
58.61 |
61.5 |
61.6 |
Überblick Strom und Fernwärme (MWh) |
203'848 |
242'714 |
251'1421 |
248'801 |
247'249 |
Davon Strom (MWh) |
199'959 |
239'507 |
247'8541 |
245'692 |
244'620 |
davon selbsterzeugter Strom (Photovoltaik) (MWh) |
X |
X |
4'390 |
6'203 |
6'733 |
davon erneuerbare Quellen (MWh) |
75'375 |
87'729 |
94'8201 |
157'366 |
184'932 |
Anteil erneuerbarer Quellen |
37.7 % |
36.6 % |
38.3 %1 |
64.1 % |
75.6 % |
Strom pro Nettoumsatz (MWh/CHF Millionen) |
211.0 |
208.2 |
215.21 |
221.8 |
222.3 |
Davon Fernwärme (MWh) |
3'889 |
3'207 |
3'2881 |
3'109 |
2'629 |
davon erneuerbare Quellen (MWh) |
3'715 |
3'127 |
3'2511 |
2'925 |
2'551 |
Anteil erneuerbarer Quellen |
95.5 % |
97.5 % |
98.9 %1 |
94.1 % |
97.0 % |
Nettoumsatz (CHF Millionen) |
947.6 |
1'150.6 |
1'151.5 |
1'107.7 |
1'100.5 |
____
Für den Bericht des Energieverbrauchs sind 2025 alle kontrollierten Unternehmen gemäss Finanzbericht einbezogen. Für neu akquirierte Unternehmen wurde der Energieverbrauch bis 2021 erst ab dem ersten vollständigen Kalenderjahr einbezogen. Seit 2022 werden neu akquirierte Unternehmen direkt nach der erfolgreichen Akquisition einbezogen. Entsprechend wurde der Energieverbrauch von Xinhui (China) ab März 2022 und der von QSR (USA, Mexiko und China) ab Mai 2022 berücksichtigt.
Das Jahr 2023 wurde als Basisjahr für unsere SBTi-validierten kurzfristigen Ziele festgelegt und wurde neu berechnet, um den Energieverbrauch unserer Bürostandorte einzubeziehen.
Treibhausgas-Emissionen (CO2eq) – Scope 1 und 2
| 2021 | 2022 |
2023 |
2024 |
2025 |
|
|---|---|---|---|---|---|
Gesamte Scope-1- und -2 (marktbasierte) -Emissionen (Tonnen) |
78'155 |
90'478 |
94'1446,7 |
61'2897 |
45'0937 |
davon Scope 11 (Tonnen) |
13'285 |
13'798 |
17'7516,7 |
17'7187 |
18'2587 |
davon Scope 22 - marktbasiert (Tonnen) |
64'870 |
76'680 |
76'3936,7 |
43'5717 |
26'8357 |
davon Scope 23 - standortbasiert (Tonnen) |
80'419 |
94'901 |
102'0356,7 |
100'2877 |
97'0117 |
Total Scope-1- und -2-Emissionen pro Nettoumsatz 4 (Tonnen/CHF Millionen) |
82.5 |
78.6 |
81.86,7 |
55.37 |
41.07 |
Nettoumsatz (CHF Millionen) |
947.6 |
1'150.6 |
1'151.57 |
1'107.77 |
1'100.57 |
Biogene Emissionen5 - Ausserhalb der Scopes Tonnen |
1'300 |
1'094 |
1'0387 |
1'0247 |
8937 |
____
Für den Bericht der CO2-Emissionen sind 2025 alle kontrollierten Unternehmen gemäss Finanzbericht einbezogen. Die Konsolidierung der Treibhausgasemissionen basiert auf dem Ansatz der operativen Kontrolle. Für neu akquirierte Unternehmen wurden die CO2eq-Emissionen bis 2021 erst ab dem ersten vollständigen Kalenderjahr einbezogen. Seit 2022 werden neu akquirierte Unternehmen direkt nach der erfolgreichen Akquisition einbezogen. Entsprechend wurden die CO2eq-Emissionen von Xinhui (China) ab März 2022 und von QSR (USA, Mexiko und China) ab Mai 2022 berücksichtigt. Das Treibhausgasinventar wurde in Übereinstimmung mit den Richtlinien des WRI/WBCSD Greenhouse Gas Protocol berechnet. Scope 1: Direkte Treibhausgasemissionen. Verwendeter Emissionsfaktor: DEFRA. Scope 2: Indirekte Treibhausgasemissionen aus der Erzeugung von Strom und Fernwärme, die von den Unternehmen eingekauft werden. Verwendete Emissionsfaktoren: IEA, EPA eGRID und DEFRA.
Die in Scope 1 ausgewiesenen THG-Emissionen stammen aus der stationären (nicht verkehrsbedingten) Verbrennung von fossilen Brennstoffen in den Anlagen (z. B. Kessel, Turbinen, Prozesswärme). Seit 2023 werden auch direkte THG-Emissionen im Zusammenhang mit der Verbrennung von Kraftstoffen aus mobilen Quellen (Fahrzeugflotte), direkte flüchtige Emissionen aus der Kühlung / Klimatisierung und Emissionen aus der Oxidation in unseren katalytischen Abluftreinigern (Englisch: Catalytic oxidizer systems, kurz CatOx) berücksichtigt.
Bei der Berechnung der Emissionen nach einem «marktbasierten Ansatz» spiegeln die Emissionsfaktoren für Standorte mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen die Emissionen aus dem Strom wider, für den sich die Standorte bewusst entschieden haben (vertragliche Vereinbarungen mit Stromanbietern), und für die übrigen Standorte wurden die Emissionsfaktoren des nationalen Stromnetzes verwendet.
Für die Berechnung der Emissionen nach einem «standortbasierten Ansatz» wurden die Emissionsfaktoren des nationalen Netzes für alle Standorte verwendet.
Das Verhältnis der Treibhausgasintensität basiert auf den Scope-1- und Scope-2-Emissionen (marktbasiert) pro Nettoumsatz, da dies die beste verfügbare Annäherung an die Entwicklung des Produktionsoutputs ist.
Die ausgewiesenen biogenen Emissionen stammen aus der Fernwärme am Standort in der Schweiz, der Prozess- und Heizenergie aus einem nahegelegenen Holzheizwerk bezieht, und berücksichtigen die direkten Kohlendioxid-(CO2)-Auswirkungen der Verbrennung von Biomasse, wobei eine 100%ige Umwandlung der verbrannten Energie angenommen wird. Die entsprechenden Emissionen von Methan (CH4) und Lachgas (N2O) werden ab 2023 in Scope 2 ausgewiesen.
Das Jahr 2023 wurde als Basisjahr für unsere von der SBTi validierten kurzfristigen Ziele festgelegt und zur Sicherstellung der vollständigen Abbildung aller Emissionsarten neu berechnet. Gegenüber den zuvor berichteten Ergebnissen wurden Emissionen aus mobilen Quellen, flüchtige Emissionen, prozessbedingte Emissionen sowie Emissionen aus Bürostandorten ergänzt.
Treibhausgas-Emissionen (CO2eq) – Scope 3
2023 |
2024 |
||||
|---|---|---|---|---|---|
Tonnen |
% |
Tonnen |
% |
||
Gesamte Scope-1-Emissionen |
17'751 |
3 |
17'718 |
3 |
|
Gesamte Scope-2-Emissionen |
76'393 |
13 |
43'571 |
8 |
|
Gesamte Scope-3-Emissionen |
490'331 |
84 |
455'310 |
88 |
|
Kategorie 1 – Eingekaufte Güter und Dienstleistungen |
397'365 |
68 |
368'668 |
71 |
|
Kategorie 2 – Investitionsgüter |
19'278 |
3 |
14'626 |
3 |
|
Kategorie 3 – Brennstoff- und energiebezogene Aktivitäten |
19'356 |
3 |
19'125 |
4 |
|
Kategorie 4 – Vorgelagerter Transport und Distribution |
19'246 |
3 |
16'484 |
3 |
|
Kategorie 5 – Abfälle aus dem Betrieb |
2'383 |
0 |
1'745 |
0 |
|
Kategorie 6 – Geschäftsreisen |
3'500 |
1 |
4'218 |
1 |
|
Kategorie 7 – Pendeln der Mitarbeitenden |
12'648 |
2 |
11'478 |
2 |
|
Kategorie 9 – Nachgelagerter Transport und Distribution |
5'488 |
1 |
6'641 |
1 |
|
Kategorie 12 – End-of-Life-Behandlung von verkauften Produkten |
11'067 |
2 |
12'327 |
2 |
____
Für die Berichterstattung der CO2eq-Emissionen werden alle gemäss Jahresabschluss kontrollierten Unternehmen einbezogen. Die Konsolidierung der Treibhausgasemissionen erfolgt nach dem Ansatz der operativen Kontrolle. Das Treibhausgasinventar wurde in Übereinstimmung mit den Leitlinien des WRI/WBCSD Greenhouse Gas Protocol berechnet. Aufgrund von Rundungen können sich einzelne Beträge und Prozentangaben geringfügig von den ausgewiesenen Gesamtsummen unterscheiden.
Die Scope-3-Emissionen wurden anhand der folgenden Methoden berechnet:
Kategorie 1 – Eingekaufte Güter und Dienstleistungen: Die Beschaffungsberichte der Standorte (z. B. Rohstoffe, Verpackungen, Dienstleistungen) bildeten die Grundlage für die Emissionsberechnung. Für die Berechnung wurde der externe Dienstleister ctrl+s GmbH beauftragt, der sein Datenbankprodukt «item+s» einsetzte. Das Modell folgt den Prinzipien der ausgabenbasierten Methode. Sofern vom Lieferanten eine materialspezifische PCF-Bewertung verfügbar war, wurden die Emissionen mittels der lieferantenspezifischen Methode berechnet.
Kategorie 2 – Investitionsgüter: Der Investitionsbericht diente als Grundlage für die Emissionsberechnung. Es wurde die ausgabenbasierte Methode mit regionalisierten Emissionsfaktoren angewendet, die an den Standort des empfangenden Werks gekoppelt sind (in Zusammenarbeit mit ctrl+s GmbH). Der CAPEX in CHF wurden mit dem entsprechenden monetären Emissionsfaktor multipliziert.
Kategorie 3 – Brennstoff- und energiebezogene Aktivitäten: Die Emissionsberechnung basiert auf demselben Datensatz wie für Scope 1 und 2 für direkte und indirekte Energieemissionen. Berücksichtigt wurden Emissionen aus indirektem Energieverbrauch, Übertragungs- und Verteilungsverlusten sowie Well-to-Tank-Emissionen unter Anwendung der Average-Data-Methode. Als Quelle für die Emissionsfaktoren diente DEFRA.
Kategorie 4 – Vorgelagerter Transport und Distribution: Für den eingehenden Transport wurden die Beschaffungsberichte, die bereits für Kategorie 1 verwendet wurden, herangezogen. Die Berechnung erfolgte mittels distanzbasierter Methode durch Multiplikation von Gewicht und Transportdistanz der Güter. Es wurden allgemeine Emissionsfaktoren je Transportart aus DEFRA ohne regionale Anpassungen verwendet. Zudem umfasst diese Kategorie gemäss den Vorgaben des GHG Protocol auch den ausgehenden Transport von Fertigwaren, sofern der Versand durch Dätwyler erfolgte.
Kategorie 5 – Abfälle aus dem Betrieb: Lokale Berichte aller Standorte dienten als Datengrundlage und wiesen die Abfallströme nach Kategorien aus, gruppiert nach den Entsorgungsarten Wiederverwendung und Recycling, Verbrennung sowie Deponierung. Der Bericht umfasst Produktions- und Nichtproduktionsabfälle. Die Average-Data-Methode wurde angewendet, wobei die Gewichte mit Emissionsfaktoren von DEFRA je nach Entsorgungsart umgerechnet wurden.
Kategorie 6 – Geschäftsreisen: Ausgabendaten zu Geschäftsreisen wurden von allen Standorten erhoben. Die Berechnung erfolgte mittels ausgabenbasierter Methode mit regionalisierten Emissionsfaktoren, die den Standort des berichtenden Werks berücksichtigen. Die Ausgaben in CHF wurden mit dem entsprechenden monetären Emissionsfaktor von ctrl+s multipliziert.
Kategorie 7 – Pendeln der Mitarbeitenden: Da keine spezifischen Daten zu den tatsächlichen Pendelmustern der Mitarbeitenden vorliegen, erfolgte die Berechnung auf Basis von Annahmen unter Anwendung der Average-Data-Methode.
Kategorie 9 – Nachgelagerter Transport und Distribution: Analog zu Kategorie 4 wurde die distanzbasierte Methode angewendet. Verkaufsberichte der Standorte dienten als Datengrundlage und enthielten Angaben zum Gewicht der versandten Waren sowie zu den Zielorten. Jeder Kunde wurde mit derselben Methodik wie in Kategorie 4 dem produzierenden Standort zugeordnet.
Kategorie 12 – End-of-Life-Behandlung von verkauften Produkten: Für die Berechnung der Emissionen dieser Kategorie wurde das Gewicht der verkauften Fertigprodukte aus den Verkaufsberichten herangezogen. Annahmen zur Abfallbehandlung basierten auf öffentlich verfügbaren Statistiken für vergleichbare Materialien. Es wurde ein Mix aus Deponierung, Verbrennung, Recycling und Fehlentsorgung berücksichtigt, wobei Emissionsfaktoren aus DEFRA und Ecoinvent (v3.10) angewendet wurden.
Auf Basis einer Screening-Bewertung der Scope 3, Kategorie 10 (Weiterverarbeitung verkaufter Produkte) wurde geschätzt, dass diese Emissionen deutlich unter 5% des gesamten Scope-3-Inventars ausmachen. Zudem verfügt Dätwyler weder über Kontrolle noch über Transparenz in Bezug auf nachgelagerte Verarbeitungsaktivitäten Dritter. Angesichts der geringen geschätzten Wesentlichkeit sowie der eingeschränkten Datenverfügbarkeit wurden die Emissionen dieser Kategorie aus dem Inventar ausgeschlossen.
Im Jahr 2024 wurden im Zuge der Vorbereitung auf den SBTi-Zielvalidierungsprozesses bzw. währenddessen mehrere methodische Anpassungen vorgenommen. Soweit die Datenverfügbarkeit dies zuliess, wurden diese Änderungen rückwirkend auf die Zahlen für 2023 und 2024 angewendet, was zu einer Neuberechnung der zuvor berichteten Scope-3-Emissionen führte:
Kategorie 1 – Eingekaufte Güter und Dienstleistungen: Umklassifizierung lebensmittelbezogener Emissionen von Kategorie 6 in Kategorie 1, Einbezug von FLAG-Emissionen im Jahr 2024
Kategorie 2 – Investitionsgüter: Investitionsgüteremissionen umfassen nun die Kosten für alle Jahre innerhalb des Projektumfangs und nicht mehr nur für das Jahr der Projektgenehmigung
Kategorie 3 – Brennstoff- und energiebezogene Aktivitäten: Einbezug vorgelagerter Emissionen für Strom und Fernwärme
Kategorie 4 – Vorgelagerter Transport und Distribution: Einbezug von Elektrofahrzeugen sowie von Lagerung in Warenlagern im Jahr 2024
Kategorie 6 – Geschäftsreisen: Ausschluss von Hotelübernachtungen, da diese gemäss GHG Protocol als optional zu berichten gelten
Wasserentnahme
| 2021 | 2022 |
2023 |
2024 |
2025 |
|
|---|---|---|---|---|---|
Grundwasser-Kühlsystem1 (m³) |
913'404 |
1'057'769 |
747'230 |
1'024'054 |
788'673 |
Trink-/Brauchwasser (m³) |
1'523'875 |
1'657'848 |
1'782'699 |
1'641'112 |
1'585'858 |
Wasser pro Nettoumsatz (m³/CHF Millionen) |
1'608.1 |
1'440.9 |
1'548.2 |
1'481.5 |
1'441.0 |
Nettoumsatz (CHF Millionen) |
947.6 |
1'150.6 |
1'151.5 |
1'107.7 |
1'100.5 |
____
Für den Bericht der Wasserentnahme sind 2025 alle Produktionsstandorte einbezogen. Standorte, an denen nur Bürotätigkeiten stattfinden, wurden aufgrund ihrer geringen Auswirkungen ausgeschlossen. Für neu akquirierte Unternehmen wurde die Wasserentnahme bis 2021 erst ab dem ersten vollständigen Kalenderjahr einbezogen. Seit 2022 werden neu akquirierte Unternehmen direkt nach der erfolgreichen Akquirierung einbezogen. Entsprechend wurde die Wasserentnahme von Xinhui (China) ab März 2022 und die von QSR (USA, Mexiko und China) ab Mai 2022 berücksichtigt.
Grundwasserentnahme in der Schweiz für das Grundwasserkühlsystem. Da es sich hierbei um einen geschlossenen Kreislauf an unserem Produktionsstandort handelt, wird die Menge separat ausgewiesen und ist weder in der Zeile «Trink-/Brauchwasser» noch in der Zeile «Wasser pro Nettoumsatz» enthalten. Da Grundwasser für die Klimatisierung der Reinräume verwendet wird, wird die Entnahme hauptsächlich durch klimatische Bedingungen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflusst.
Abfallentsorgung
| 2021 | 2022 |
2023 |
2024 |
2025 |
|
|---|---|---|---|---|---|
Gesamter Abfall (Tonnen) |
17'205 |
20'656 |
21'488 |
21'881 |
22'348 |
davon normaler Abfall (Tonnen) |
16'435 |
19'617 |
20'514 |
20'828 |
21'422 |
davon Sonderabfall (Tonnen) |
770 |
1'039 |
974 |
1'053 |
927 |
davon Recycling/Wiederverwendung (Tonnen) |
12'750 |
14'452 |
15'440 |
16'224 |
17'115 |
davon Verbrennung/Deponien (Tonnen) |
4'455 |
6'204 |
6'048 |
5'657 |
5'233 |
davon Elastomerabfall (Tonnen) |
8'6031 |
10'3281 |
10'7441 |
11'163 |
10'9222 |
Anteil des Abfalls, der dem Recycling oder Wiederverwertung zugeführt wird |
74.1 % |
70.0 % |
71.9 % |
74.1 % |
76.6 % |
Gesamter Abfall pro Nettoumsatz (Tonnen/CHF Millionen) |
18.2 |
18.0 |
18.7 |
19.8 |
20.3 |
Nettoumsatz (CHF Millionen) |
947.6 |
1'150.6 |
1'151.5 |
1'107.7 |
1'100.5 |
____
Für den Bericht der Abfallmenge sind 2025 alle Produktionsstandorte einbezogen. Standorte, an denen nur Bürotätigkeiten stattfinden, wurden aufgrund ihrer geringen Auswirkungen ausgeschlossen. Für neu akquirierte Unternehmen wurde die Abfallmenge bis 2021 erst ab dem ersten vollständigen Kalenderjahr einbezogen. Seit 2022 werden neu akquirierte Unternehmen direkt nach der erfolgreichen Akquirierung einbezogen. Entsprechend wurde die Abfallmenge von Xinhui (China) ab März 2022 und die von QSR (USA, Mexiko und China) ab Mai 2022 berücksichtigt. Aufgrund von Rundungen können sich einzelne Beträge und Prozentangaben geringfügig von den ausgewiesenen Gesamtsummen unterscheiden.
Da Elastomerabfälle vor 2024 nicht global erfasst wurden, basieren die berichteten Werte auf Schätzungen, die aus den verfügbaren Daten der Jahre 2024–2025 abgeleitet wurden.
Mitarbeitendenstruktur
2021 |
2022 |
2023 |
2024 |
2025 |
|
|---|---|---|---|---|---|
Anzahl Mitarbeitende im Jahresdurchschnitt1 |
6'794 |
8'191 |
8'431 |
8'154 |
7'910 |
davon weiblich |
36.4 % |
35.7 % |
35.8 % |
34.5 % |
34.0 % |
Durchschnittliche Anzahl festangestellter Mitarbeitender |
6'035 |
7'371 |
7'674 |
7'370 |
7'129 |
davon weiblich |
38.1 % |
36.9 % |
36.7 % |
36.1 % |
35.8 % |
Durchschnittliche Anzahl temporärer Mitarbeitender |
759 |
820 |
757 |
784 |
781 |
davon weiblich |
22.1 % |
24.8 % |
26.2 % |
19.4 % |
17.9 % |
Durchschnittliche Anzahl Vollzeitmitarbeitende |
5'830 |
7'145 |
7'441 |
7'104 |
6'864 |
davon weiblich |
37.4 % |
36.2 % |
36.2 % |
35.7 % |
35.3 % |
Durchschnittliche Anzahl Teilzeitmitarbeitende |
188 |
205 |
208 |
218 |
222 |
davon weiblich |
63.8 % |
62.4 % |
58.2 % |
53.7 % |
53.2 % |
Durchschnittliche Anzahl Auszubildende |
17 |
21 |
25 |
48 |
43 |
davon weiblich |
17.6 % |
19.0 % |
16.0 % |
27.1 % |
14.0 % |
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeitende mit Position im höheren Management |
169 |
227 |
256 |
250 |
244 |
davon weiblich |
18.3 % |
19.4 % |
19.9 % |
22.0 % |
25.8 % |
Anzahl Mitarbeitende Ende des Zeitraums |
6'909 |
8'698 |
8'178 |
8'030 |
7'823 |
Eintritt von Mitarbeitenden (Neuzugänge, Wachstum in vorhandenen Positionen/Nachfolge) |
1'447 |
1'271 |
1'530 |
1'730 |
1'456 |
Austritte von Mitarbeitenden |
994 |
1'348 |
2'050 |
1'878 |
1'663 |
davon freiwillige Abgänge |
911 |
1'129 |
1'491 |
1'569 |
1'190 |
Rate der Neueinstellungen |
24.0 % |
17.2 % |
19.9 % |
23.5 % |
20.4 % |
Fluktuationsrate2 |
15.1 % |
15.3 % |
19.4 % |
21.3 % |
16.7 % |
____
Abgebildete Zahlen beziehen sich auf den Personalbestand (Anzahl der Mitarbeitenden).
Die Fluktuationsrate wird berechnet, indem die Anzahl der freiwillig ausgetretenen Mitarbeitenden durch die durchschnittliche Anzahl Mitarbeitende für das Jahr geteilt wird (temporäre Anstellungsverträge nicht inbegriffen).
Freiwillige Abgänge
2021 |
2022 |
2023 |
2024 |
2025 |
|
|---|---|---|---|---|---|
Männlich |
505 |
635 |
875 |
949 |
780 |
Fluktuation |
13.5 % |
13.6 % |
18.0 % |
20.2 % |
17.0 % |
Weiblich |
406 |
494 |
616 |
620 |
410 |
Fluktuation |
17.6 % |
18.2 % |
21.9 % |
23.3 % |
16.1 % |
Unter 30 |
333 |
407 |
683 |
735 |
524 |
30-50 |
513 |
603 |
717 |
738 |
547 |
Über 50 |
65 |
119 |
91 |
96 |
119 |
Höheres Management (Mgmt) |
19 |
24 |
13 |
26 |
15 |
Teamleitung (TL) |
5 |
8 |
8 |
32 |
12 |
Büroangestellte (exkl. Mgmt und TL) |
101 |
126 |
125 |
146 |
141 |
Produktionsmitarbeitende (exkl. Mgmt und TL) |
786 |
971 |
1'345 |
1'365 |
1'022 |
Vollzeitäquivalente Durchschnitt seit Jahresbeginn |
6'710 |
8'104 |
8'303 |
8'040 |
7'777 |
Vollzeitäkquivalente
2021 |
2022 |
2023 |
2024 |
2025 |
|
|---|---|---|---|---|---|
Vollzeitäkquivalente Ende des Zeitraums |
6'805 |
8'596 |
8'056 |
7'951 |
7'633 |
davon in Asien |
35.3 % |
38.7 % |
38.6 % |
39.4 % |
39.5 % |
davon in Nord- und Südamerika |
19.4 % |
26.1 % |
25.4 % |
24.9 % |
24.8 % |
davon in der Schweiz |
9.5 % |
7.0 % |
7.1 % |
7.1 % |
7.4 % |
davon im Rest von Europa |
35.8 % |
28.2 % |
28.9 % |
28.6 % |
28.3 % |
Fehlzeiten
2021 |
2022 |
2023 |
2024 |
2025 |
|
|---|---|---|---|---|---|
Insgesamt verfügbare Arbeitstage pro VZÄ (IVAT) |
1'840'544 |
1'946'404 |
2'204'351 |
2'129'169 |
2'011'689 |
Fehlzeiten insgesamt mit Ausnahme von Urlaubstagen |
67'313 |
83'978 |
77'724 |
73'994 |
77'245 |
Fehlzeiten insgesamt mit Ausnahme von Urlaubstagen in % von IVAT |
3.7 % |
4.3 % |
3.5 % |
3.5 % |
3.8 % |
davon Fehlzeiten auf Grund von Arbeitsunfällen (Tage) |
2'099 |
1'319 |
1'668 |
1'864 |
1'584 |
Arbeitsunfälle in Tagen pro VZÄ (Jahresdurchschnitt) |
0.31 |
0.17 |
0.20 |
0.23 |
0.20 |
Unfallschweregrad (Jahresdurchschnitt) |
- |
0.09 |
0.101 |
0.121 |
0.111 |
davon krankheitsbedingte Fehlzeiten (Tage) |
44'736 |
48'340 |
48'508 |
44'035 |
42'613 |
Krankheit in Tagen pro VZÄ (Jahresdurchschnitt) |
6.67 |
6.37 |
5.84 |
5.48 |
5.48 |
VZÄ = Vollzeitäquivalent. IVAT = Insgesamt verfügbare Arbeitstage.